Reisen und Berichte

Wer kennt den Mini von Mr. Bean?

Bei der Youngtimer-Rallye „Creme 21“ war er zu sehen, der ehemalige Mini von Mr. Bean, dem bekannten britischen Schauspieler Rowan Atkinson.

Der Mini Mk III trägt die leuchtend gelbe Lackierung im Farbton Citron und war allein dadurch schon ein Blickfang. Zusätzlich hat dieser Mini auch TV-Geschichte geschrieben. Erinnern wir uns.

Dieser Mini MKII gehörte zu jener Flotte von Mini mit denen Mr. Bean in der gleichnamigen Fernsehserie jede Menge skurrile Alltags-Abenteuer meisterte.

Mini MKII Mr. Bean
Mini MKII Mr. Bean alias Rowan Atkinson © Fotoquelle und Bildrechte: BMW Group

Der 1974 erstmals zugelassene Mini stand und fuhr vor rund 20 Jahren vor der Kamera und begeisterte dabei immer wieder durch unkonventionelle Fahr- und Parkmanöver. Zwischen 1989 und 1995 wurden 14 Episoden der Serie „Mr. Bean“ gedreht. Während dieser Zeit war die von Atkinson gespielte Hauptfigur in mehreren Exemplaren des britischen Kleinwagen-Originals unterwegs. Nicht alle überstanden die Dreharbeiten so unbeschadet, wie der für die Rallye „Creme 21“ eingesetzte Mini. Der kleine Wagen wird von einem 1,0 Liter großen Vierzylinder-Motor mit 27 kW/34 PS angetrieben. Seine schwarz lackierte Motorhaube verleiht ihm einen besonders sportlichen Touch. Schwarze Hauben galten in den 70er Jahren als sportlich und sollten das Blenden des Fahrers durch Spiegelungen auf der Motorhaube verhindern.

In seiner TV-Rolle verfügte der Mini auch über ein abnehmbares Lenkrad und ein Vorhängeschloss. Das waren zwei wichtige Komponenten, mit denen Mr. Bean sicherstellte, das sein vierrädriger Liebling nicht geklaut wurde.

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Oldtimer-Wissen

Wer haftet für Schaden bei abgemeldetem Oldtimer?

Welcher Oldtimer- oder Veteranen-Besitzer repariert in seiner Garage oder Halle und ist sich der Schäden, die durch sein Fahrzeug angerichtet werden können, möglicherweise gar nicht bewusst? Es geht hier um Schäden, die durch das abgemeldete Fahrzeug angerichtet werden!

Es gibt eine Versicherungslücke bei nicht angemeldeten Fahrzeugen. Genau diesen Sachverhalt hat das OLG Düsseldorf vom 27.06.2008 mit dem Aktenzeichen AZ I-4 U 191/07 entschieden. Bei einem abgemeldeten Auto in einer Garage entstand beim Starten des Motors ein Brand. In diesem Fall wurde nicht nur das Auto, sondern auch ein fremdes Gebäude durch den Brand beschädigt. Da das Kraftfahrzeug zum Zeitpunkt des entstandenen Schadens nicht zugelassen war, gab es natürlich auch für das Auto keine Haftpflichtversicherung. Auch die Privathaftpflichtversicherung des Kraftfahrzeughalters muss nach dem Urteil die Kosten des Schadens nicht übernehmen.

Feuerwehr ist keine Versicherung
Die Feuerwehr ist keine Versicherung

In der Privathaftpflichtversicherung gibt es eine „Benzinklausel“. Diese besagt, dass ein Privathaftpflichtversicherer nicht für einen Schaden haften muss, der beim Gebrauch eines Kfz entstanden ist. Die Benzinklausel dient der Vermeidung einer Doppelversicherung. In solchen Fällen, wenn das Fahrzeug einem Dritten einen Schaden zufügt, greift die Haftpflichtversicherung, die für das Fahrzeug abgeschlossen wurde.

In verhandelten Fall war das Fahrzeug nicht amtlich zugelassen und somit gab es keinen Versicherungsschutz für den angerichteten Schaden. Der Fahrzeughalter muss den Schaden selbst aus eigener Tasche bezahlen. Diesen Sachverhalt nennt man Deckungslücke solange das Fahrzeug nicht angemeldet ist.

Einige Beispiele für Schäden sind: Beim Starten entsteht ein Brand, während der Abstellzeit entsteht ein Kurzschluss, Kabelbrand, Benzin läuft aus, Öl verschmutzt den Erdboden oder das Grundwasser. Das Auto rollt gegen ein anderes Fahrzeug in der Garage. Das sind nur einige Beispiele für mögliche Schäden.

Für die Zeiten in denen ein Fahrzeug abgemeldet ist, repariert oder an ihm gebastelt wird, sollte jeder vorsorgen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Beitragspflichtige Garagen-Versicherung oder Ruheversicherung: Diese übernimmt Schäden durch Brand, Explosionen und Schäden beim Transport.

Eine beitragsfreie Ruheversicherung gibt es für maximal 18 Monate, wenn das Kraftfahrzeug bereits auf den Versicherungsnehmer zugelassen war und diese bei der Abmeldung beim Versicherer beantragt wurde. Nach Ablauf einer beitragsfreien Ruheversicherung, kann im Anschluss eine beitragspflichtige Ruheversicherung abschließen.

Beim Saisonkennzeichen besteht eine beitragsfreie Ruheversicherung während der Ruhemonate für Haftpflichtschäden. Voraussetzung ist vorher der Bestand einer Kaskoversicherung.

Auf jeden Fall benötigt jeder bei Arbeiten am Auto, die nicht im Zusammenhang mit dem Betrieb des Fahrzeugs stehen, eine Privathaftpflichtversicherung!

Wie man persönlich die Sicherheit gegen einen Brand unter Motorhaube erhöhen kann ohne einen Feuerlöscher zeigt dieser Beitrag.

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Service

Neue Ersatzteile für Opel Kadett C – Ascona A – Manta A

Alles hat mal ein Ende und am Schluss steht die Räumung einer Garage wenn ein Fahrzeug verkauft wurde. Das ist der Grund warum viele Opel Ersatzteile angeboten werden. Es handelt sich überwiegend um neue Ersatzteile für einen Opel Manta A bzw. Opel Ascona A bzw. Opel Kadett C.

„Opel der Zuverlässige“ hat in der Vergangenheit das Baukastensystem perfekt beherrscht und gleiche Teile in den unterschiedlichsten Modellen eingebaut. In diesem Fall sind es Fahrzeuge mit dem 1.2 Liter S-Motor mit 60 PS.

Opel Manta Ascona Kadett Ersatzteile
Opel Manta Ascona Kadett Ersatzteile

Wer komplette Fahrzeuge oder Teile sucht, dem kann die Übersicht der Marktplätze empfohlen werden.

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Fotogalerien

Oldtimer auf Touren

Im Laufe einer Oldtimer-Saison werden von den nicht mehr zählbaren Oldtimer-Veranstaltungen im hier veröffentlichten Termin-Kalender der Oldtimer-Treffen, Touristischen Ausfahrten, Oldtimer-Rallyes und Ausstellungen einige besucht.

Dabei werden immer wieder besondere historische Fahrzeuge gesehen, von denen es nur noch wenige Exemplare gibt. Ob es nun Alltagsautos oder nur in geringer Stückzahl produzierte Exoten sind, ist unerheblich. Die Fotos vermitteln Freude, Begeisterung oder Schwärmerei für das rostigste Hobby der Welt.

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Jubiläum

90 Jahre BMW Motorrad und 50 Jahre MINI Cooper S

Wenn der Earl of March im September zum Goodwood Revival Meeting nach Chichester in West Sussex, Süd-England einlädt, wird eine Zeit wieder lebendig, in der der Motorsport noch ein Abenteuer war. Denn hier feiern Motorsport-Fans seit 1998 nicht nur die Rennwagen und -motorräder aus den 1940er bis 1960er Jahren. Hier sind auch Fahrer, Teammitglieder und Besucher ganz im Stil dieser Zeit gekleidet und lassen damit eine einzigartige Atmosphäre entstehen. Das Goodwood Revival gehört heute zu den bekanntesten Motorsportveranstaltungen für Oldtimer weltweit und zählt zu den Höhepunkten im alljährlichen Klassik-Kalender der BMW Group Classic.

2013 ist mit dem 90-jährigen Jubiläum für BMW Motorrad ein ganz besonderes Jahr. Im Rahmen der Barry Sheene Memorial Trophy fahren dementsprechend sehr außergewöhnliche BMW Motorräder mit: zwei Kaczor BMW, eine BMW RS 54 und eine BMW RS 500 Werksrennmaschine. Der Rennfahrer und spätere BMW Ingenieur Ferdinand Kaczor baute in den 60er Jahren einen 500er Rennboxer auf, der mit knapp 50 PS etwa doppelt so stark war wie die Serienversion und dank selbst konstruiertem und besonders leichten Doppelschleifenrahmen unter 150 Kilogramm wog. Damit gelang Kaczor 1969 ein neuer Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife. Die beiden Kaczor BMW werden bewegt von den Fahrerteams Mike Farrell und Sebastian Gutsch sowie dem Gewinner der letztjährigen FIM Superstock 1000 Serie Sylvain Barrier und Lothar Singer.

BMW Group Classic feiert beim Goodwood Revival 2013
BMW Group Classic feiert beim Goodwood Revival 2013 © Fotoquelle und Bildrechte: BMW Group

Die BMW RS 54, die von Wolfgang Maier und Claus Clausen gefahren wird, war 1954 die erste käufliche Rennmaschine für Solo- und Gespanneinsätze. Ihr legendäre Königswellen-Boxermotor brachte BMW Gespannen bis 1974 in der Seitenwagenweltmeisterschaft 19 Fahrer- und 20 Markentitel ein. Die BMW RS 500 von 1956 hingegen war eine Werksversion der RS 54, auf der Walter Zeller im gleichen Jahr Vizeweltmeister in der Soloklasse wurde. Die Maschine verfügte bereits damals über eine zukunftweisende Drehmomentabstützung am Hinterrad – den Vorläufer des späteren „BMW Paralever“. Sie wird gefahren vom Damenteam Maria Castello und Fabienne Hoffmann.

Bei der St. Mary’s Trophy, einem der Hauptrennen der Veranstaltung, ist die BMW Group Classic mit zwei Fahrzeugen vertreten. Der Austin Mini-Cooper S Competition, gefahren von dem Paris-Dakar-Seriensieger Stephane Peterhansel und Max Partl, erinnert an das 50. Jubiläum des MINI Cooper S. Mit der seit 1964 gebauten Rennversion dieses Fahrzeugs siegte John Fitzpatrick in der 1.300-cm3-Klasse und belegte den zweiten Platz bei der britischen Tourenwagen-Meisterschaft. Das Fahrzeug wurde für Renneinsätze wie dem beim Goodwood Revival Meeting komplett neu aufgebaut.

Das zweite Fahrzeug, den BMW 1800 TI/SA Renntourenwagen, pilotieren der ehemalige Motorradweltmeister und mehrfache Tourenwagen-Champion Johnny Cecotto und Jörg Weidinger. Ab 1965 bot BMW den 1800 TI/SA an. Mit zwei Doppelvergasern, 130 PS Leistung, Fünfganggetriebe, Holzlenkrad und verstellbaren Schalensitzen war er ein ernstzunehmender Renntourenwagen, der viele internationale Erfolge feierte. Der BMW TI/SA wurde nur 200 Mal gebaut, was ihn heute zur echten Rarität macht.

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Jubiläum

40 Jahr Opel Kadett C Zwei- und Viertürer

Der Opel Kadett C wurde von August 1973 bis Juli 1979 gebaut und war der letzte Kadett mit Hinterradantrieb. Es war ein sehr einfach gehaltenes Auto, aber sprach mit seinen vielen Varianten sehr unterschiedliche Menschen an. Die Leistung reichte beim Sparmodell mit 40-PS bis zum Sportler GT/E mit 115 PS.

Da gab es den „Spar-Kadett“ mit dem Einliter-Motor aus dem Kadett A von 1961 und am Ende der Preisliste der GT/E mit echter Motorsport Atmosphäre. Das eingebaute Triebwerk stammt noch aus dem Opel Baukasten des Rekord B und der Ventildeckel vom Opel GT. Die Technik wurde überwiegend aus dem Vorgängermodell Kadett B übernommen. Innovationen musste man bei anderen Herstellern suchen.

Opel Kadett C Coupé
Opel Kadett C Coupé

Gebaut wurden die Kadetten als Stufenheck-Limousine, Schrägheck-Coupé , Rallye, GT, Aero und Kombi. Nur die Limousine gab es mit vier Türen. Von 1977 bis 1979 gab es noch eine Variante Opel Kadett City mit einem steileren Schrägheck. Wer wollte, konnte statt eines Schaltgetriebes den Kadett bei einigen Versionen auch mit Dreigang-Automatikgetriebe beim Opel-Händler bestellen.

Opel Kadett C Kombi
Opel Kadett C Kombi

Kommen wir zurück zur Sparversion. Erinnern wir uns, denn um das Jahr 1974 gab es die sogenannte Ölkrise! Im Innenraum herrschte schwarzes Plastik vor und außen an der Karosserie gab es keinerlei Dekorationen. Wozu benötigt ein Kadett Fahrer oder Fahrerin eine rechte Sonnenblende, Teppichboden oder gar ein Radio? Trotzdem sah die Karosserie innen und außen ordentlich geformt aus. Auch heute kann sich das Blechkleid auch noch nach 40 Jahren sehen lassen. Wie bei allen Opels aus der Zeit war der Kofferraum sehr groß und aus diesem Grund gegenüber den Konkurrenzmodellen für den typischen Opel-Käufer oft im Vorteil.

Natürlich gab es 1977 ein sogenanntes Facelifting. Ab 1977 besaßen fast alle Kadetten die Blinker oberhalb der Stoßstange zur besseren Sichtbarkeit. Die Standardausführung wurde noch bis Mitte 1978 mit der alten Anordnung der Blinker produziert.

Opel Kadett Aero
Opel Kadett Aero

Was ist heute in Sammlerhand des Kadett C? Die meisten Rallye Kadett wurden vom x-ten Besitzer zu Schrott gefahren. Die Spar-Kadett als Verbrauchsautos verbraucht worden und wenige Aero Kadett sind nach umfangreicher Rekonstruktion als seltene Spezies erhalten geblieben. Wie damals üblich, war auch die Rostvorsorge an den Blechen nicht sehr gut und der nagende Rost beendete oft das Leben der Spezies.

Der Kadett C hatte Erfolg bei den Opel-Kunden, denn sonst wäre er nicht in 1,6 Millionen Stück produziert worden. Es war ein durch und durch von Grund solides Fahrzeug gewesen und nicht umsonst hieß es damals in der Werbung „Opel der Zuverlässige“.

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Jubiläum

50 Jahre GLAS und später BMW GT

Sehr selten sieht der Fan eines der wenigen von der ehemaligen Hans GLAS GmbH in Dingolfing produzierten GT. Diese Modellreihe ist noch heute elegant und gilt als das gelungenste Modell unter allen gebauten Modellen des ehemaligen Landmaschinenbauers. Das GLAS 1300 GT Coupé wurde im September 1963 auf der IAA vorgestellt. Dieses kleine Sportcoupé und Cabriolet feiert heuer 50 Jahre Jubiläum der Vorstellung.

Die Karosserie wurde bei Frua (1913-1983) in Moncalieri entworfen und bei Maggiora hergestellt. Maggiora war eine Karosseriebaufirma aus Moncalieri bei Turin. Die Rohkarossen wurden nach Dingolfing transportiert und dort zu fertigen GT montiert. Der Schöpfer der Form der Karosserie, Pietro Frua, war verantwortlich für mehr als 200 Prototypen für unterschiedliche Marken. Der GLAS GT gehört sicherlich zu seinen bekanntesten und gelungensten Schöpfungen.

BMW 1600GT
einer von zwei „echten“ jemals gebauten BMW 1600GT Cabriolets

Die erste Serie des Coupés wurde ab März 1964 ausgeliefert. Vier Monate später begann die Produktion des Cabriolets. Der vom GLAS S1004 stammende Motor mit obenliegender Nockenwelle und Zahnriemen war auf 1290 cm³ aufgebohrt. Er leistete für die beiden GT 75 PS. Die Höchstgeschwindigkeit war damit auf 170 km/h vorgegeben. Bereits im September 1965 wurde die Leistung auf 85 PS erhöht und damit die Höchstgeschwindigkeit auf 175 km/h. Wahlweise gab es auch den 1,7-Liter-Motor des GLAS 1700 mit 100 PS. Da dieser Motor höher als die kleineren Triebwerke war, bekam die Motorhaube eine Hutze.

Nachdem BMW die modernen Produktionsstätten von GLAS in Dingolfing zur Erweiterung der eigenen Produktion übernommen hatte, wurde ab September 1967 der GT mit BMW-Technik aus der BMW 02er Serie ausgestattet und weiter produziert. Als Motor wurde der bekannte BMW 1600 TI Motor mit Doppelvergaser, 105 PS Leistung und der BMW Schräglenker-Hinterachse mit Schraubenfedern eingebaut. Die GLAS Starrachse mit Blattfedern hatte ausgedient. Die Karosserie wurde etwas verändert und an die erfolgreichen BMW-Modelle auch optisch angeglichen. In die Front wurde die bekannte BMW 02-Niere und in das Heck die runden Rückleuchten implantiert. Leider wurde dieses wunderbare Modell nur noch bis August 1968 als Coupé produziert. Insgesamt waren es während der gesamten Produktion nur 366 Cabriolets und 6461 Coupés.

Nur wenige sind bis heute erhalten, denn der Rost hat die Karosserien systematisch schon früh gefressen. Vom BMW 1600 GT Cabriolet wurden nur 2 Stück gebaut! Ein Exemplar sehen Sie hier in Fotos.

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Reisen und Berichte

5. Schloss Bensberg Classics 2013

Eines der hochkarätigsten Events für automobile Klassiker ist am gestrigen Sonntag zu Ende gegangen. Präsentiert wurden die Autoklassiker vor der barocken Kulisse des Grandhotels, bester Stimmung und überraschenden Wetterkapriolen. Für Begeisterung sorgten zudem die Sonderausstellungen zu den Themen „50 Jahre Lamborghini“ und „50 Jahre Porsche 911“. Den begehrten „Best of Show“-Preis der Jury beim Concours d’Elégance gewann ein Talbot Lago T120 Cabriolet von 1939.

Die Idee, einen Concours d’Elégance der Spitzenliga und eine eintägige Rallye Historique miteinander zu kombinieren, ist so zum Erfolgsrezept geworden. Zirka 2.000 Besucher kamen während der zwei Veranstaltungstage zu dem barocken Schloss vor den Toren Kölns.

Best of Show-Preis der Jury gewann ein Talbot Lago T120 Cabriolet von 1939
Best of Show-Preis der Jury gewann ein Talbot Lago T120 Cabriolet von 1939 © Fotoquelle und Bildrechte: Volkswagen AG

Bei der Rallye Historique am Samstag starteten zirka 100 Fahrzeuge der Baujahre 1925 bis 1983 ins Bergische Land. Allein 16 der rund 100 Rallyefahrzeuge stammten aus der Vorkriegszeit – ältestes Auto war ein Bentley 4 ½ Litre Tourer von 1925. Highlights unter den Autoklassikern ab 1945 waren beispielsweise ein Porsche Knickscheiben-Coupé, ein DKW Monza, ein AC Bristol, ein Maserati 3500 GTI Sebring und ein Ferrari 500 Superfast. Dazu kamen weitere faszinierende historische Fahrzeuge aus den Museen der Marken des Volkswagen Konzerns von Audi, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Volkswagen. Bugatti schickte erneut eines der ältesten Teilnehmerfahrzeuge – den legendären Type 35 T von 1926. Die Teams hatten zahlreiche Gleichmäßigkeitsprüfungen zu absolvieren, bei denen es auf Präzision ankam. Edith und Christian Kramer auf einem Mercedes 300 SL von 1955 wurden Gesamtsieger der Rallye Historique.

Höhepunkt des Events war wieder der sonntägliche Concours d’Elégance im Schlosshof des Althoff Grandhotels Bensberg. Insgesamt 43 ausgewählte automobile Raritäten in acht Wertungs- und weiteren acht Sonderkategorien, darunter wertvolle Unikate, Prototypen und Designstudien, stellten sich der Jury. Neben starken Luxuslinern und Sportwagen der Vorkriegszeit präsentieren sich große Coupés und Repräsentations-Limousinen der 50er, 60er und 70er Jahre. Wegen der runden Jubiläen bei Lamborghini, Porsche, Aston Martin und Frua kamen zahlreiche Liebhaberstücke dieser Marken nach Bensberg, die überwiegend aus Privatsammlungen stammten.

Für die Bewertung der Fahrzeuge sorgte Jury unter dem Vorsitz von Dr.-Ing. Franz-Josef Paefgen, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Bentley Motors und Präsident der Bugatti Automobiles S.A.S. Neben renommierten Automobildesignern wie Andrea Zagato, automobilen Fachleuten wie Sandra Button, Christian Philippsen und Bernd Wieland gehört auch der legendäre Rennfahrer Jacky Ickx zu den Juroren. Neben den Gewinnern in den einzelnen acht Wertungskategorien wie „True Sports Stars – Prewar Sports Racing“ oder „The Beauty of Power – Postwar Sports Luxury“ wurde ein würdiger Gesamtsieger gekürt: Der Sonderpreis der Jury ging an den Talbot Lago T120 Cabriolet von 1939. Den Sonderpreis des Publikums bekam der Horch 930 V Roadster ebenfalls von 1939.

Als zusätzliche Programmhöhepunkte wurden auch in diesem Jahr wieder zwei spektakuläre Sonderausstellungen gezeigt. Zum einen präsentierte sich anlässlich des fünfzigsten Geburtstags der Marke Lamborghini im Park hinter dem Schloss eine einzigartige Sammlung früher Lamborghini-Einzelstücke wie der 350 GTV, der 4000 GT Flying Star II oder der Miura Roadster. Anlässlich des fünfzigsten Jubiläums des Porsche 911 gab es zudem eine Ausstellung historischer Rallyefahrzeuge des Elfers.

Wir freuen uns schon jetzt auf die 6. Schloss Bensberg Classics im September 2014.

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Reisen und Berichte

Bad Homburger Schlösser- und Burgenfahrt 2013

Am internationalen Tag des offenen Denkmals fand in diesem Jahr die alle zwei Jahre veranstaltete Schlösser- und Burgenfahrt statt. Vor dem Start gab es in der Orangerie das bekannte Frühstücksbuffet. Start war wie immer in der Brunnenallee im Bad Homburger Kurpark ab 9:01 Uhr Das Ziel, am gleichen Ort erreichten die Teilnehmer zwischen 16:45 Uhr und 17:30 Uhr. Hier erwartete die Teams ein Sektempfang (Autofahrer!).

Denkmalschutz live erleben ist die Idee der Veranstaltung, die seit 2001 alle zwei Jahre am Tag des offenen Denkmals rund um Bad Homburg veranstaltet wird. Die Idee der Oldtimer-Fahrt ist, mit mobilen Denkmalen zu Kulturdenkmalen zu fahren und diese zu besichtigen. Bei dieser gemächlichen Fahrt geht es nicht um Geschicklichkeit oder gar um Geschwindigkeit. Es stehen die Denkmäler im Mittelpunkt des Tages. Das Bordbuch informiert über den Weg zu den Sehenswürdigkeiten, macht auf Besonderheiten aufmerksam und stellt die eine oder andere knifflige Frage, die beantwortet werden muss. Das sind Dinge , die mit den Denkmälern in Verbindung stehen, zum Beispiel Inschriften oder historische Objekte.

Bad-Homburger Schlösser- und Burgenfahrt
Bad-Homburger Schlösser- und Burgenfahrt

Die touristische Ausfahrt wurde so gewählt, dass auch eine Austin Seven mit 15 PS aus dem Jahr 1928 die Tagestour ohne Probleme fahren kann, ebenso wie ein Feuerwehr Leiterwagen aus dem Jahr 1950. Das Erleben steht im Vordergund und die vielfältigen Besichtigungen.

Seinen Ursprung hat der Tag des offenen Denkmals in Frankreich. Erstmals wurde er 1984 Veranstaltet. Der Aktionstag war dort auf Anhieb ein großer Erfolg und der Idee folgten auch andere Länder. Der Europarat griff den Gedanke auf und rief die „European Heritage Days“ ins Leben. Seither nutzen jedes Jahr rund 20 Millionen Menschen in 48 Ländern die Gelegenheit, die mehr als 30.000 Denkmale zu besichtigen.

68 Autoklassiker waren in diesem Jahr für die touristische Tour angemeldet. Leider war das Wetter spätherbstlich kühl und teilweise regnerisch, so dass einige Autobesitzer auf die Teilnahme am Start verzichteten. In diesem Jahr lag das Schwerpunktthema bei «Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale». Nicht alle Gebäude können oder müssen erhalten werden. Zu den unbequemen Denkmälern zählen viele Bauten, die aufgrund der politischen und sozialen Umstände ihrer Entstehungs- oder Nutzungszeit ein gewisses Unbehagen oder negative Gefühle auslösten.

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