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Kartoffeln in der Landwirtschaft garen

Nicht nur zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Schweinefleich bei der Bevölkerung besonders beliebt. Wer seine Schweine ordentlich fĂŒtterte, konnte damals fĂŒr seinen bĂ€uerlichen Betrieb gutes Geld verdienen. Dazu war eine heute historische Apperatur zum DĂ€mpfen notwendig.

DĂ€mpfkolonne im Hessenpark

DĂ€mpfkolonne im Hessenpark

GedĂ€mpfte Kartoffeln sind ein reichhaltiges und nahrhaftes Futter fĂŒr Schweine. Als Futter kamen Kartoffeln in Frage, die sich nicht als Speisekartoffeln eigneten. Das waren Kartoffeln mit grĂŒnen Stilen, die schmeckten bitter, Kartoffeln, die auf dem Feld von MĂ€usen oder WĂŒrmern angeknabbert waren, Kartoffeln, die bei der Ernte beschĂ€digt wurden und natĂŒrlich zu kleine und zu unförmige Knollen.


© Videoquelle YouTube und Urheberrecht: oldtimer-veranstaltung.de

Durch das DĂ€mpfen, wie im Schnellkochtopf, werden Kartoffeln, den NĂ€hrstoff schonend, gegart. Danach wurden die garen Kartoffeln in ein Silo gefĂŒllt und zerstampft. Danach setzte eine MilchsĂ€uregĂ€rung ein, wie auch beim Sauerkraut. Das machte die Masse fĂŒr Monate im Winter haltbar.

DÀmpfkolonnen wurden genossenschaftlich oder von Lohnunternehmern betrieben. Die Apparaturen kamen ins Dorf und die Bauern brachten dann ihre Kartoffeln zum DÀmpfen mit Pferdefuhrwerken oder Traktoren auf AnhÀngern.

Die im Video gezeigte DĂ€mpfe im Hessenpark aus dem Jahr 1957 besteht aus einer Wascheinrichtung, einem mit Holz befeuerten Wasserkessel zur Dampferzeugung und drei DĂ€mpfbehĂ€ltern. Diese sind ĂŒber SchlĂ€uche mit der Dampferzeugung verbunden.

 

 

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