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Sport- und Rennwagen der Vorkriegszeit und Sonderfälle

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Specials sind für manchen Zeitgenossen mehr als „nur“ Automobile. Sie sind pure Emotion, Faszination und möglicherweise gelebte Geschichte. Beliebt sind heute Sport- und Rennwagen aus der Vorkriegszeit, aufgebaut auf einem Chassis zum Beispiel eines Austin, Alvis, Armstrong Siddeley, Bentley, Buick, Fiat, Ford, Jaguar, MG, Riley, Rolls-Royce u.a. Die Frage sei erlaubt, sind das echte Oldtimer, Vintage Cars, Replikate oder Neubauten unter Verwendung historischer oder zeitgenössischer Technik?

Adams Special

Adams Special

Das ist ein Special

Ein Special Fahrzeug ist ein, meist auf Wunsch eines Kunden karossierter Sportwagen auf Basis eines in Serie damals hergestellten Rahmenfahrwerks und den aus der Vorkriegszeit genutzten technischen Komponenten. Meist waren die Aufbauten aus der Vorkriegszeit, noch aus der Stellmacherzeit, unbrauchbar, wurden abgetragen oder nicht mehr vollständig vorhanden. Bis heute werden oft für sehr viel Geld Fahrzeuge aufgebaut, die an historische Vorbilder angelehnt sind.

Das sind keine Specials

Sicherlich kein Special sind Kit Cars (Bausatzautos), zum Beispiel mit Kunststoffkarosserien, wie Sie bis Ende der 70er Jahre geliefert wurden. Ein ganz bekanntes Beispiel sind die nicht zählbaren Varianten eines Buggys auf Basis eines Fahrgestells vom VW Käfer. Firmen wie Apal, Enzmann und Karmann lieferten meist die passenden Karosserien aus Kunststoff.

Die Fahrzeuge mit Sonderkarosserien

Auch gab es die Spezialkarosserien in den 50er- und 60er-Jahren, die meist auf fabrikneuer Technik von typischen Karosseriebauunternehmen aufgebaut wurden. Beispiele sind Bertone, Ghia, Pininfarina, Vignale u.a. in Italien und in der Schweiz Beutler, Graber Tüscher und Langenthal.

Das sind Replikate

Da es die Originale nicht mehr gibt, sind Nachbauten bzw. Replikate von bekannten, aber untergegangen Fahrzeugen sehr beliebt. Hier werden Fahrzeuge komplett neu gebaut, ob mit historischem Originalmotor oder auch als kompletter Neubau zum Beispiel Auto Union Typ D. Diese Aufträge zum Nachbau werden meist von Automuseen bekannter Hersteller oder sehr wohlhabenden Menschen vergeben, um Lücken in der Historie der Marke(n) zu schließen.

Automobiles Kulturgut

Nähert man sich den beschriebenen Fahrzeugen aus der Sichtweise des automobilen Kulturgutes, dann hat das aus Sicht des Autors nichts mehr mit Originalität zu tun. Es sind einfach Fahrzeuge, die anders als die Massenfertigung aussehen und den Besitzern Spass machen.

Was nun als Teilnehmer bei einer Veranstaltung, wie zum Beispiel Vintage Race Days, in die Gruppe an originalen Fahrzeugen, Nachbauten oder Specials einzuordnen, ist sehr schwer zu beurteilen. Feste Kriterien gibt es nicht. Probleme gibt es immer wieder bei der Zulassung zum Straßenverkehr.

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