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Schloss Dyck Classic Days 2013: Die Highlights

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Mercedes Benz S-Klasse(n)
Mercedes-Benz Classic zeigt die sogenannte „rote Sau“ – ein Mercedes-S Klasse aus dem Jahr 1971 – ein 300 SEL – eigentlich als Limousine geboren, wurde von AMG umgebaut und noch im gleichen Jahr „ins Rennen“ geschickt. Der Wagen sicherte sich den zweiten Platz beim 24-Stunden in SPA. Damals hatte der Mercedes-Benz 300 SEL AMG einen speziellen 6,8-Liter-V8 mit zwei Drosselklappen, schĂ€rferen Nockenwellen, modifizierten Kipphebeln und Kolben. Die Leistung lag bei 428 PS, das Drehmoment betrug 620 Newtonmeter und die Höchstgeschwindigkeit 265 km/h. Dieter Glemser wird diesen Wagen durch die Bergahorn-Allee und auf der Rundstrecke bei den Classic Days pilotieren.

Noch weitere Rennfahrzeuge sind zu sehen, die alle ihren Ursprung in der S-Klasse haben, so auch eine Heckflosse, mit der schon die Rallye Monte Carlo in der Klasse gewonnen werden konnte.

Bentley

Bentley auf Schloss Dyck 2012

FIAT Mefistofele

Pacey Bentley
Im Jahr 1936 lieh sich Bill Pacey den außergewöhnlichen Automobil-Ingenieur und Konstrukteur Walter ‘Wally’ Hassan vom Bentley Rennfahrer Wolf Barnato aus, damit er ihm einen sehr schnellen 4 Âœ Bentley mit aktuellster Rennspezifikation baute. Hassan schuf einen flachen, schmalen und sehr schnellen Sportwagen, der im Oster-Rennen in Brookslands an Englands legendĂ€rster alter Rennstrecke im Jahr 1936 sein DebĂŒt feierte und mit einer Rundengeschwindigkeit von 117 Meilen = fast 190 Km/h sein Rennen gegen die anderen Starter ĂŒberlegen gewann. In verschiedenen anderen Rekordversuchen erreichte der Wagen in der Folge bis zu 205 Stundenkilometer. Der Wagen gilt als einer der wichtigsten Bentleys der Motorsport-Geschichte und als legendĂ€rer Stellvertreter der goldenen Zeiten auf dem Rennoval in Brooklands östlich von London in den Dreißiger Jahren.

Neumann Neander Fahrmaschine

Porsche 917 Le Mans GULF RACING
Es gibt kaum eine Farbkombination im Rennsport, die die Menschen mehr elektrisiert, als das hellblau-orange des Rennstalls und Hauptsponsors der Siebziger GULF-ORANGE. Gulf Racing dominierte mit Fahrzeugen wie dem Ford GT 40 und dem Porsche 917 die Langstrecken-Wettbewerbe und hier vor allen Dingen auch immer wieder die 24-Stunden von Le Mans oder die Daytona 24-Hours. Jo Siffert und Brian Redman oder Pedro Rodriguez oder Derek Bell sind die bekanntesten Piloten auf den GULF-Porsche. Der Porsche 917 ist ein brachialer Sportwagen, der von 1968 – 1973 gebaut wurde und bis zu sagenhaften 1.182 PS hatte. Konstrukteur war der geniale Hans Metzger und Chef der Entwicklungsabteilung bei Porsche war damals Ferdinand Piech. PiĂ«ch nannte das Fahrzeug spĂ€ter „das riskanteste Auto seines Lebens“. WeltberĂŒhmt wurde der Wagen im Jahr 1971 als er im Film mit Steve McQueen „Le Mans“ eine Hauptrolle spielte und damit zu einer Ikone seiner Zeit wird. Der originale Le Mans Gulf-Porsche 917 – Baujahr 1969 – aus dem Rennteam des Films – gefahren im Film von David Piper, der schon in den Classic Days 2009 zu Gast war, kommt als wahre große „Racing Legend“ auf den fast 3 Kilometer langen Rundkurs ans Schloss.

Leyat Helica 1919

Grand Prix Bugattis
Im Jahr 1933 gewinnt der italienische Rennfahrer Archille Varzi am 3. April auf der 3,145 km langen Strecke des „Circuit de Monaco“ den Grossen Preis mit einem Bugatti T51. Es ist die legendĂ€re Zeit der Grand Prix Bugattis, jener wieselflinken Sportwagen aus Molsheim im Elsaß, die fĂŒr den Weltruhm der Marke sorgen. AnlĂ€ĂŸlich des 80. JubilĂ€ums dieses denkwĂŒrdigen Sieges. Schließlich waren mit Tazio Nuvolari auf Alfa Romeo und Rudolf Caracciola ebenfalls auf Alfa auch noch weitere großartige Fahrer – teilweise auf stĂ€rkeren Fahrzeugen im Grand Prix von Monte Carlo/Monaco gemeldet. Die Classic Days feiern diese technischen Meisterwerke von Ettore Bugatti in einem ungewöhnlichen, seltenen Sonderlauf. Mehr als 20 Grand Prix Bugattis kommen zu den Classic Days und tauchen das
Fahrerlager in den Schloss-Innenhöfen von Dyck an den Remisen in ein strahlendes sportliches Blau.

Porsche 356 Ernst Paul StrĂ€hles WN – V 2
Es ist das Jahr 1954 und die Mille Miglia begeistert Italien: Enrst-Paul StrĂ€hle startet mit einem VW KĂ€fer und gewinnt seine Klasse souverĂ€n. Sogar den Sportwagen in den leistungsstĂ€rkeren Klassen ĂŒber ihm zeigt er mit dem „Dampferle“ was eine Hake ist. Im Jahr 1957 kommt der neue Porsche 356 mit Carrera Motor auf den Markt und das bedeutet, daß StrĂ€hle ab dann mit seinem legendĂ€ren und
mittlerweile weltbekannten Porsche 356 Carrera mit dem Nummernschild „WN-V 2“ die Siegerpodeste der großen Rennen belegen wird. StrĂ€hle gewinnt unter anderem bei der letzten Mille Miglia 1957 seine Klasse und holt gegen die ĂŒbermotorisierten Ferrari und Maserati Rang 14 im Gesamtklassement.

Zwei Jahre spĂ€ter feiert er zusammen mit dem Franzosen Buchet seinen vielleicht grĂ¶ĂŸten Triumph: Den Gesamtsieg bei der mörderischen Rallye Liege-Rome-Liege. Insgesamt umfasst allein die Liste seiner grĂ¶ĂŸten Erfolge mehrere DIN A4-Seiten, darunter Platz zwei bei der Targa Florio, mehrere Klassensiege beim 1000 km-Rennen auf dem NĂŒrburgring, zahlreiche Bergpreise und etliche Geschwindigkeitsrekorde in Monza. Außerdem holt StrĂ€hle 1955 den Titel des Deutschen Automobilmeisters, 1956 war er Zweiter in der Rallye-EM und 1958 deutscher Rallye-Meister.

Der 1927 geborene Schorndorfer Paul-Ernst StrĂ€hle verstarb im Oktober 2010 – sein Sohn (ebenfalls Paul-Ernst) fĂŒhrt die Tradition mit sportlichen Porsche-Fahrzeugen fort und bringt „WN – V 2“ zum Klassiker- und Motorfestival 2013 mit ans Schloss Dyck.

Alfa Romeo Junior Bertone GTA Reunion – “Zetor Racing”
Das ist die Geschichte von 3 Alfa Romeo GTA 1300, die im tiefsten kalten Krieg hinter den eisernen Vorhang gelangten und dort eine erfolgreiche Motorsportgeschichte schrieben. 1968 schaffte es die Zetor Traktoren Fabrik in BrĂŒnn mitten im Kommunismus und seinen Restriktionen, kurz nach dem Prager FrĂŒhling, drei von Autodelta vorbereitete Alfa Romeo GTA 1300 und ein Begleitfahrzeug in die Tschechoslovakei zu importieren. Kaufpreis waren 12.000$, fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse eine unglaublich hohe Summe. Absicht war es die Wagen in der Tourenwagen Europameisterschaft (ETCC) einzusetzen und somit fĂŒr die Produkte der Zetor Traktorenfabrik im Ausland zu werben und Devisen zu beschaffen. Zu diesem Zweck wurde das „Zetor Racing Team Brno“ gegrĂŒndet, mit den Fahrern JirĂ­ RosickĂœ, Stanislav Plihal und DuĆĄan VelĂ­mskĂœ. Erster Einsatz der neu gegrĂŒndeten Teams war 1969 der Große Preis von Wien in Wien Aspern. Danach wurden die Wagen in der tschechoslovakischen Landesmeisterschaft eingesetzt, die sie 1969 und 1970 jeweils fĂŒr sich entscheiden konnten. Es folgten in den kommenden zwei Jahren internationale EinsĂ€tze in Monza, Salzburgring, Silverstone und auch am NĂŒrburgring.

Durch finanzielle EngpĂ€sse und hohe Abnutzung waren die Wagen im Laufe des Jahres 1971 international nicht mehr konkurrenzfĂ€hig und wurden verkauft. Damit endete der Einsatz der GTAs im Zetor Racing Team, jedoch nicht die motorsportliche Geschichte zeitweise wurden einige der Fahrzeuge noch in Rundstrecken-Rennen oder Bergrennen eingesetzt, dann verlor sich die Spur in alle Winde. Nahe BrĂŒnn fand sich ein Fahrzeug als Scheunenfund, ein anderes tauchte in MĂŒnchen auf und ein weiteres wurde in den Achtzigern nach Polen verkauft.

Madame Michelins Citroen Traction Avant Cabrio
Vom Citroen Avant 15 Six Cabriolet – einem Sechszylinder-Cabrio der berĂŒhmten Gangster-Limousine wurden nur 4 Prototypen Cabrios durch den Citroen-Designer Flaminio Bertoni gezeichnet und durch die Firma Citroen selber hergestellt. Ein Exemplar davon – ein dunkelgrĂŒnes Fahrzeug mit ochsen-blut-roten Ledersitzen wurde an Madame Michelin ausgeliefert und wird bei den Classic Days 2013 von seinem neuen Besitzer, einem Sammler aus der Schweiz, im Concours dÂŽ Élegance gezeigt.

Peugeot 205 GTI und 205 Turbo T 16 – JubilĂ€um – 30 Jahre
Anfang 1983 – vor genau 30 Jahren – beginnt man bei Peugeot mit der Produktion eines neuen Kleinwagens. Ab 1978 war der Wagen entwickelt worden. Es war fĂŒr das Unternehmen ein großer Erfolg mit weltweit ĂŒber 5.278.000 verkauften Fahrzeugen. Er gewann das Goldene Lenkrad und wurde Auto des Jahres als „Bester Kleinwagen“. Die Marke Peugeot feiert dieses JubilĂ€um und den Eintritt des Modells 205 in das „Lebensalter mit H-Kennzeichen“ bei den Classic Days mit einer SonderprĂ€sentation des unvergleichlichen, originalen 205 GTI Turbo T16 von Rallye-Weltmeisterin Michelle Mouton. Die Rallyefahrzeuge nahmen 1987 und 1988 auch erfolgreich an der Rallye Dakar, dem Bergrennen Pikes Peak International Hill Climb und bis einschließlich 1992 an den Rallycross-Europameisterschaften teil.

Porsche 911 Turbo – No. 50 zum 50sten!
Die ganze Klassiker-Gemeinde feiert im Jahr 2013 das JubilĂ€um zu „50 Jahre Porsche 911“ und die Classic Days feiern mit einem ganz besonderen Gast mit: Auf der Rundstrecke der Racing Legends prĂ€sentiert sich der Überporsche der damaligen Zeit: Der Porsche 911 Turbo. Im Einsatz zu sehen sein wird der 50ste ausgelieferte Porsche 911. Der Wagen wurde im ersten Monat der Turbo-Produktion – im September 1975 – gebaut. Die typische Schokometallic-Farbe und die passenden karierten SitzbezĂŒge sind so authentisch wie dieser stolze Vertreter der 911er Riege.

Austin Healey „NOJ 393“

Benjafields Racing Club Bentleys
Sie gehören zu den Classic Days wie der Afternoon Tea um Vier nach England und der Big Ben nach London: Die kraftstrotzenden Cricklewood-Bentleys des ehrwĂŒdigen “Benjafield Racing Club”. Die englischen Vorkriegsrennwagen werden wieder einmal ein „Expeditions-Corps“ bilden und mit mehr als 20 Bentleys in Schloss Dyck „landen“. Bentleys Speed Six, 4 Âœ Liter Le Mans und Bentley Blower werden dabei sein, wenn die „Benjys“ ihr Wiesenfahrerlager am Infield-Zelt aufschlagen.

Alfa Romeo
90 Jahre Quadrifoglio Verde – das grĂŒne Kleeblatt – die Renndivision Alfa Romeos feiert 90 Jahre mit der PrĂ€sentation eines Alfa Romeos RL aus dem Jahr 1923 im Alfa Romeo-Zelt im neuen Fahrerlager. 50 Jahre Autodelta, das nĂ€chste sportliche JubilĂ€um wird gefeiert, durch die Demonstrationsfahrt eines Alfa Romeo Tipo 33 Le Mans aus dem Jahre 1968 in Langheck-Version. Und schließlich begeht man: 20 Jahre DTM Sieg mit Alfa Romeo durch die Ausstellung eines Alfas in Kriegsbemalung – des Alfa 155 V6 TI DTM aus dem Jahr 1993.

Historische Werbemobile
Wer kennt sie nicht, die freundlichen Vertreter großer und kleiner Marken auf vier RĂ€dern ? 
 In einem ganz neuen Ausstellungsbereich „Made in Germany“ in der Gartenpraxis zeigen die Classic Days sympathische Werbemobile, deren bunte Farben und stilvolle Werbebotschaften gleichzeitig zu einer Zeitreise in die „Reklame“ einladen. Da ist der Lufthansa VW Bus oder der Dr. Oetker Hausfrauen-Ratgeber-KĂ€fer, genauso wie der Aspirin-Laster oder das Coca Cola Tempo Dreirad. Eine Isetta zeigt die Werbung einer Privatbrauerei und Marken wie Persil oder Bosch dĂŒrfen auf den passenden Fahrzeugen auch nicht fehlen. Das lĂ€sst Nostalgie – GefĂŒhlen deutlich spĂŒrbar werden.

Lamborghini JubilÀum
Mehr als 30 Lamborghinis feiern in den Classic Days 2013 ein großes JubilĂ€um einer großen Marke: 50 Jahre Lamborghini – erst so jung, könnte man denken. 1963 grĂŒndete Ferruccio Lamborghini die Firma Automobili Lamborghini, als Markensymbol wĂ€hlte er MurciĂ©lago, den legendĂ€ren Stier, der am 5. Oktober 1879 einen Stierkampf mit 24 LanzenstĂ¶ĂŸen ĂŒberlebte und daraufhin begnadigt wurde, als Symbol fĂŒr StĂ€rke; außerdem war der Stier sein Sternzeichen. Im Jahr 1963 wurde der erste Lamborghini auf dem Automobilsalon in Genf der Öffentlichkeit und Presse vorgestellt. In den Classic Days feiert der „Internationale Lamborghini Owners Club“ mit einem großen Ausstellungszelt in der Spitze des Miscanthusfelds das JubilĂ€um und prĂ€sentiert mehr als 30 Fahrzeuge der verschiedenen Baujahre und Typen. Sportwagen, Off-Road-Lamborghinis und die ganz aktuellen Modelle wie der Gallardo oder der Aventador sind zu sehen, aber auch Klassiker wie der Miura.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Classic Days 2013: Das Programm.

Einen ausfĂŒhrlichen Bericht der Veranstaltung finden Sie mit diesem Link.

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