Bertone – Designstudio und Karosseriebauer

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Das italienische Designstudio und der Karosseriebauer Bertone entwarf in den mehr als 100 Jahren seiner Existenz viele bekannte Fahrzeuge für unterschiedlichste Hersteller und produzierte einige Modelle in seinem Karosseriebauunternehmen.

Giovanni Bertone (1884–1972) gründete das Unternehmen. Giuseppe Bertone baute das Unternehmen ab 1934 und in den 50er-Jahren zur Designikone auf und entwickelte mit diversen angestellten Autostilisten Ikonen der Automobilgeschichte wie Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale, Lamborghini Miura, Lancia Stratos, Maserati Khamsin und schuf spektakuläre Studien.

Alfa Giulia Sprint Speciale Bertone
Alfa Giulia Sprint Speciale Bertone – 1963 bis 1965 – 1.400 Stück

Im Laufe der Jahre prägten folgende Autodesigner die unterschiedlichsten Stile: Franco Scaglione (1952–1960), Giorgetto Giugiaro (1960–1965), Marcello Gandini (1965–1979), Marc Deschamps (1979–1995, Giuliano Biasio (1995–2006(, David Wilkie (2006–2014). Auch die Herren Giovanni Michelotti und Sergio Pininfarina arbeiteten zeitweise für Bertone.

Maserati Khamsin
Maserati Khamsin

Nach dem Tod von Giuseppe im Jahr 1997, den alle nur mit seinem Spitznamen Nuccio kannten, wurden wirklich glamouröse Aufträge immer seltener. Bertone entwarf Cabrioversionen für Autos wie Opel Kadett und Astra.

Bertones Kreationen waren vielleicht nicht so schön wie die Modelle von Pininfarina. Bertone polarisierte mehr. Erinnert sei an den Lamborghini Miura, dessen Nachfolger Countach oder Fiat 850 Spider. Eigenwillig war sicherlich auch der Ferrari Dino 308 GT4 von 1973, FIAT Ritmo Cabrio oder das plumpe Volvo 780 Coupé von 1985.

Was bleibt, das ist die Historie, das sind die Schätze vergangener Tage und die Erinnerungen.

Die Autohersteller unterhalten heute ihre eigenen Studios und verzichten weitgehend auf externe Künstler. Dank moderner Fertigungsmethoden werden Kleinserien nicht mehr außer Haus gefertigt.

Weitere Berichte im Klassiker- und Motormagazin zu Bertone

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