Patent Superleggera der Carrozzeria Touring

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Auf vielen Motorhauben hochpreisiger automobilen Klassiker findet der Interessierte auf der Motorhaube den Schriftzug «Superleggera» der Carrozzeria Touring. Die Carrozzeria Touring war ein italienischer Karosseriehersteller, gegündet 1926 von Felice Bianchi Anderloni in Mailand. Partner in der Geschäftsführung war sein Freund Gaetano Ponzoni.

Einen Namen machte sich Touring im Laufe der Zeit durch die patentierte Superleggera Konstruktion im Karosseriebau. Übersetzt bedeutet es „superleicht“.

Maserati 3500GT T
Beispiel für ein bei Touring gebautetes Fahrzeug mit Superleggera Konstruktion: Maserati 3500GT T

Ähnlich wie im Flugzeugbau war die Grundstruktur der Karosserie ein leichtes dreidimensionales Gestänge aus Profilen unterschiedlicher Form und Stärke. Materialien waren Aluminium, Magnesiumoder Stahl. Die Karosseriebleche aus Aluminium wurden mit diesem Gitterrohrrahmen verbunden und verstärkten damit die Gesamtkonstruktion.

Diese Bauart wurde vielfach bei Prototypen und Kleinserien genutzt und war leichter als die damals noch üblichen Eschenholzrahmen vor dem Krieg für die Karosserie als Unterkonstruktion. Neben der Gewichtsersparnis war die Reduzierung des Luftwiderstands angestrebt worden.

Die so produzierten Fahrzeuge waren recht teuer. Bekannte Fahrzeuge der Vorkriegszeit wurden auf Fahrgestellen und Technik u.a. von Alfa Romeo hergestellt. Auch ein BMW 328 wurde von Touring für die Mille Miglia gebaut.

Von Touring patentierte Superleggera Konstruktion
Von Touring patentierte Superleggera Konstruktion

Einen weiteren Bericht zum Thema Superleggera – Blech auf einem Rohrrahmen bietet das Klassiker- und Motormagazin.

Ende 1966 musste die Carrozzeria Touring die Tore für immer schließen. Die schon damals exklusiven Fahrzeuge, Prototypen und in Kleinserie gebauten Sportwagen, erzielen heute als gepflegte Oldtimer Spitzenpreise bei Auktionen.

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