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Pietro Frua – Automobildesigner und Karosseriebauer

Pietro Frua war ein italienischer Automobildesigner und Karosseriebauer. Er gestaltete mehr als 200 Fahrzeuge auch f├╝r mehrere deutsche Hersteller.

Frua lernte bei Fiat den Beruf des technischen Zeichners. 1930 wechselte Frua zum damals namhaften Karosseriebauer Stabilimenti Farina, wo er im Alter von 22 Jahren zum Leiter der Designabteilung ernannt wurde. Der Firmenchef, Attilo Farina, k├╝ndigte ihm 1937 im Streit und machte Giovanni Michelotti zu seinem Nachfolger. Michelotti und Frua blieben gleichwohl durch eine enge, lebenslange Freundschaft miteinander verbunden.

Glas V8 Armaturen

Glas V8 Armaturen

Frua machte sich dann als Designberater selbstst├Ąndig. In der Kriegszeit musste er seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Designarbeiten au├čerhalb des Automobilbaus verdienen. Bereits 1944 gr├╝ndete er in einer ausgebombten Fabrik die ÔÇ×Carrozzeria Pietro FruaÔÇť, um Karosserien f├╝r exklusive Automobile zu entwerfen und in Kleinserien auch selbst herzustellen.

Lamborghini Espada Series II

Lamborghini Espada Series II – Bertone

Wie auch Pietro Frua mit anderen Automobildesignern zusammen arbeitete oder Konzepte weiter entwickelte, zeigt der Lamborghini Faena im Jahr 1978 auf dem Turiner Automobilsalon. Der 5,49m lange Wagen polarisierte die Besucher der Messe. Nicht jeder war fu╠łr das extravagante Design zu begeistern. Frua hatte “seinen” Lamborghini 400 GTs Espada 4P Faena auf einem Lamborghini Espada Serie II mit einer Serienkarosserie von Bertone aufgebaut. Der Lamborghini Espada 2 war bei Erstauslieferung nach Venezuela gru╠łn. 1978 erfolgte dann der Umbau zum Flie├čheckcoupe╠ü und die neue blaue Lackierung durch das Studio Technico Pietro Frua in Turin. Die selbstragende Karosserie mit Plattformrahmen in Halbschalenbauweise aus Stanzstahlblech wurde um 178mm verla╠łngert und mit zusa╠łtzlichen Versta╠łrkungen versehen. Mit diesem Umbau inklusive Chassisverl├Ąngerung war eine viertu╠łrige, lang gestreckte Berlina auf einem Gran-Turismo-Chassis geboren und war mit vier komfortablen Sitzen ausger├╝stet worden ohne dass die Form des Wagens darunter litt.

Wenig bekannt ist, dass im Jahr 1957 der Designer Pelle Petterson, damals noch Mitarbeiter von Pietro Frua in Italien, ein zweisitziges Stufenheck-Coup├ę mit hochstehendem, ovalen K├╝hlergrill und hervorstehenden Heckflossen entwarf, das 1961 auf den Markt kam. Es war der Volvo Sportwagen P1800.

Im Klassiker- und Motormagazin sind bisher einige Beitr├Ąge ├╝ber diverse Frua Fahrzeuge erschienen:

In den 1970er-Jahren wurde es ruhiger weil der Markt f├╝r exklusive und mit viel Handarbeit gefertigte Autos immer kleiner wurde.

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