Kennen Sie den Reliant Scimitar?

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Reliant war ein mittelenglischer Hersteller. Der Name dürfte den meisten nicht bekannt sein. Das Reliant Werk stand in Tamworth. Auf der Insel kannte fast jeder das Unternehmen nicht wegen des Scimitar, sondern vor allem wegen der dort hergestellten Dreiräder, die von 1935 bis 2001 das Rückgrat der Produktion bildeten. Die Übersetzung von Scimitar ist Krummsäbel.

Reliant Scimitar
Reliant Scimitar

Diese Dreiräder, genannt Regal und Robin konnten in England mit dem Motorradführerschein gefahren werden. Doch kommen wir zu den raren Autos wie den Scimitar, die schon Anfang der 80er Jahre recht selten auf der Straße zu sehen war. Sie waren zur damaligen Zeit schon sehr teuer. So kostete ein Scimitar mit 3 Liter Motor mehr als ein TVR 3000M und doppelt so viel wie ein MG Midget. Der Sabre von 1962 lieferte die technische Basis für den Scimitar GT, der 1964 auf der Earls Court Motor Show vorgestellt und von 1965 bis 1970 in vier Modellgenerationen und Motorleistungen gebaut wurde. Der Scimitar wurde produziert von 1968 bis 1975 mit einem Sechszylinder Motor von Ford Essex mit ca. 140 PS. Die Vorderachse stammt vom Triumph TR6 und die Hinterachse vom Jaguar MKII.

Das Desgin erinnert mich an den Volvo 1800 ES (Schneewittchen Sarg). Das Raumangebot war für einen damaligen Sportwagen durch die Heckklappe sehr gut. Doch das Design des Kombicoupés soll vom Lamborhini Espada inspiriert worden sein. Heute wird die Karosserieform «Shooting Break» genannt.

Reliant Scimitar in weiß
Reliant Scimitar in weiß

Übrigens die bekannteste Eigentümerin eines GTE war Prinzessin Anne, die 1970 zu Ihrem 20. Geburtstag von Ihren Eltern ein Exemplar bekam. Noch sieben weitere Fahrzeuge des Typs fuhr die Prinzessin mit betont sportlichem Fahrstil. Sie war auch Namensgeberin für die an dem Fahrzeug verwendeten Alu-Felgen.

Reliant Scimitar GT
Reliant Scimitar GT

Übrigens sind alle Karosserien aus GFK gefertigt. Es muss zur damaligen Zeit eine riesige Lösungsmittelwolke über Tamworth gestanden haben. Reliant war damals ein Pionier für Karosserien aus Faserverbundstoffen. Ob es nun Dreiräder oder Sportwagen waren, Reliant war zur damaligen Zeit der größte Verbraucher an Glasfasern.

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