Holzgas und Holzvergaser waren eine Notlösung

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Holzgas ist ein brennbares Gas, das sich in Holzvergasern gewinnen lässt. Der Heizwert von Holzgas beträgt etwa 8500 kJ/m³ bei herkömmlicher Vergasung.

Peugeot mit Holzvergaser
Peugeot Baujahr 1929 mit Holzvergaser

Holzgas wurde benutzt, Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen zu betreiben. Die Generatoren wurden meist außen an der Karosserie angebaut. Die technische Anlage dazu, der Holzvergaser, wurde mit Brennholz befüllt und funktionierte als Festbettvergaser. Durch Erhitzen entwich aus dem Holz das brennbare Holzgas. Die Bestandteile waren neben dem nicht brennbaren Stickstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf, meist Kohlenmonoxid und Methan sowie kleinere Anteile von Ethylen und Wasserstoff. Bis in die frühen 1950er Jahre waren in Deutschland mit Sonderführerschein etliche Kleinlastwagen im Einsatz, für die nur geprüfte und freigegebene Buchenholzscheite verwendet werden durften. Dabei konnte ca. 1 Liter Benzin durch die aus 3 kg Holz gewonnene Gasmenge ersetzt werden. Das speziell für die Holzvergasung getrocknete und in die richtige Größe zerkleinerte Holz wurde als Tankholz bezeichnet und in sogenannten Tankholzwerken produziert und bevorratet.

Holzvergaser
Holzvergaser

Wegen Treibstoffmangel wurden Fahrzeuge zumeist in Eigeninitiative mit einem improvisierten Holzvergaser ausgestattet. Sogar die Deutsche Reichsbahn erprobte den Einsatz von Holzkohlevergasern an Rangierlokomotiven der Baureihe Köf II in den 1930er und 1940er Jahren!

Lanz Bulldog mit Holzvergaser
Lanz Bulldog mit Holzvergaser

Einen weiteren Bericht über die Notlösung findet der Interessierte im Bericht Benzinpreis Wucher vs. Holzvergaser.

Mercedes-Benz 170 mit Holzvergaser
Mercedes-Benz 170 mit Holzvergaser
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