Ford Capri Serie 1 – der optische Sportler

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War der Ford Capri in seiner ersten Version ein Erfolgsmodell und Vorbild für den Opel Manta A, so hatten beide Baureihen das gleiche Schicksal. Rost setzte beiden im salzigen Winterbetrieb gefahrenen Baureihen bei einer der nächsten Hauptuntersuchungen ein frühes Ende. Viele wurden von ihren Besitzern verbastelt nach dem Motto: Tiefer, breiter, schriller und mit Spoilern verschandelt. Das robusteste Blech hatten die Produktionen zwischen 1969 und 1974 vor der Verwendung von Recycling-Blechen mit hohem Kupferanteil.

Grundsätzlich war es ein für Familien taugliches optisch sportliches Coupé mit hinterer Starrachse an Blattfedern. Optisch war der Capri MKI mit seiner langen Motorhaube ein sehr gelungener Wurf, der auch heute recht zeitlos wirkt. Er wurde vom November 1968 bis Dezember 1973 und in ungefähr 784.000 Exemplaren unterschiedlichster Motorisierung und Ausstattungsvarianten in Deutschland gebaut.

Ford Capri 2300GT Serie 1
Ford Capri 2300GT Serie 1

Lustig waren die 1,5 Liter und 1,7 Liter Capri mit dem 50 PS Ford V4-Motor in dieser Aufmachung! Jeder wollte eben optisch gerne einen Capri RS mit Kugelfischer Benzineinspritzung haben.

Aus den genannten Gründen sind heute erhaltene und gepflegte Capris gemäß den damaligen Prospekten des Herstellers Ford sehr selten zu sehen. Interessant sind Fahrzeuge ab Capri 1700 GT, den robusten V6 Motoren aus deutscher Produktion wie 2000 GT und 2300 GT. Die V8 Version Ford Capri Perana wurde in Deutschland nicht offiziell verkauft. Die Motoren, auch in anderen Ford-Baureihen eingebaut, sind robust und bei regelmäßiger Wartung fast unzerstörbar. Unter der Motorhaube ist für Schrauber reichlich Platz bei allen Versionen.

Die Viergang-Getriebe ließen sich sehr geschmeidig schalten. Fünf Gänge spendierte Ford erst ab Capri MK III im Jahr 1983.

 

Ersatzteile für den Innenraum gibt es schon lange nicht mehr zu kaufen. Blechteile gibt es als Nachtfertigungen. Die Technikteile wurden auch im Ford Taunus oder Ford Escort verwendet.

Vom September 1972 wurde das Fahrzeug mit neuen Rechteck- oder Doppelscheinwerfern, Blinkern in den Stoßstangen und vergrößerten Heckleuchten, geänderten Sitzen und einem komfortabler ausgelegten Fahrwerk den Kunden angeboten. Die V4-Motoren wurden durch eine neue Generation 1,3- und 1,6-Liter-Reihenvierzylinder aus dem gleichzeitig produzierten Ford Taunus ersetzt und jetzt war auch der britische 3,0 Liter V6-Motor in deutschen Capri-Modellen lieferbar. Der Capri 2600 RS wurde weiter produziert, aber mit geteilten Stoßstangen.

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