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Erinnern Sie sich noch an die Modelle Ford Taunus?

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Die Modellreihe Ford Taunus hat eine lange Tradition. Sie wurde in verschiedenen Versionen von 1939 bis 1971 angeboten. Erinnern wir uns an die Limousinen, Turnier, Coupé und wenigen Cabriolets der gehobenen Baureihe. Heute nennt man diese Klasse Obere Mittelklasse.

Der erste Taunus kam 1939 auf die StraĂźe. Wegen der hohen und runden Heckpartie wurden die bis 1952 gebauten Autos „Buckeltaunus“ genannt. 1953 folgte der legendäre 12 M, der einen Globus in der KĂĽhlernase trug und als „Weltkugel-Taunus“ berĂĽhmt wurde. Der Wagen war mit einer Maschine von 38 PS ausgestattet und erreichte 110 km/h Dauergeschwindigkeit in der Ebene. Im Prospekt wurde das voll synchronisierte Dreigang-Getriebe gelobt und dass der Wagen ein ermĂĽdungsfreies Fahren auch auf längsten Strecken gestattete. 1955 kam die stärkere 15 M-Version auf den Markt und verfĂĽgte jetzt ĂĽber 55 PS und war beachtliche 125 km/h schnell. Der Tankdeckel befand sich bei diesem Modell hinter dem umklappbaren Kennzeichenschild. 12 M und 15 M wurden als Limousine, Kombi und Cabrio bis 1962 gebaut.

Ford Taunus P2 Barocktaunus

Ford Taunus P2 Barocktaunus

Von 1957–1960 gab es den Taunus 17m (P2) „Barocktaunus“, von 1960–1964 den Taunus 17m (P3) „Badewanne“, von 1964–1967 den Ford Taunus 17m/20m (P5) „Große Wanne“, von 1967–1968 das im Design verunglückte Modell Ford 17m/20m (P7a) und zum Schluss von 1968–1971 den Ford 17m/20m/26m (P7b) in der oberen Mittelklasse.

Ford 17M Barocktaunus Seitenansicht

Ford 17M Barocktaunus Seitenansicht

Der Taunus 17 M P2 sah aus wie ein verkleinerter amerikanischer Straßenkreuzer, hatte Flossen am Heck, überdachte Scheinwerfer, und eine seitliche Z-förmige Chromleiste trennte die Zweifarben-Lackierung. Lurex-Polyesterfäden glitzerten in den Polstern wie Lametta am Weihnachtsbaum. Er wurde wegen seines Designs belächelt, aber wegen seiner guten Federung geschätzt und ist heute ein gesuchtes Sammlerobjekt.

Das gilt auch fĂĽr den von 1960 bis 1964 gebauten 17 M P3, der mit windschnittiger Karosserie dem Design jener Zeit weit voraus war. Ford lobte das Design der „Badewanne“ als Schönheit aus dem Windkanal. Mit 70 PS erreichte der aktuelle Ford Taunus 150 km. Wer mehr Geld ausgeben wollte, kaufte den 20 M TS mit bärenstarkem 2,0-Liter-Sechszylinder V-Motor und 90 PS, der von 1964 bis 1967 dann in der P5-Baureihe zu bestellen war. Es war die Zeit der gehäkelten Klo-Rollen-MĂĽtzen auf der Hutablage.

Von 1966 bis 1970 brachte der P6 moderne Form und Technik. Erstmals notierte die Fachwelt McPherson-Federbeine, Lenksäule mit Pralltopf und mit cW 0,38 einen damals sehr niedrigen Luftwiderstandswert. 17 M, 20 M und 26 M kamen als P7 mit flachem Grill und anfänglich leichtem Hüftschwung von 1967 bis 1971 auf den Markt. Der eigenartige Hüftschwung in der Karosserie bescherte dem P7a nur eine Produktionsdauer von 12 Monaten.

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