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6. Traversée de Paris

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Am 28. Juli 2013 fand die „6. Traversée de Paris“ statt, eine jährlich veranstaltete spektakuläre Fahrt mit über 700 Oldtimern, die Paris von Osten nach Westen durchqueren. Zum zweiten Mal machte Stéphane Scat eine Teilnahme deutscher Oldtimer an dieser Tour möglich. Er organisierte die Fahrt von Eltville nach Paris für 18 Oldtimer aus dem Rheingau. Einige Fahrer aus dem Rhein-Main-Gebiet schlossen sich dem Konvoi unterwegs an.

Ăśber LandstraĂźen ging es durch Rheinland-Pfalz, den HunsrĂĽck, das Saarland, durch Lothringen und die Champagne bis nach Vincennes, dem Startort der Veranstaltung.

Da viele Pariser im Sommer die Stadt verlassen, war die Situation auf den StraĂźen entspannt. Trotz fehlender Absperrungen, die Pariser Polizei schaute dem gigantischen Konvoi immerhin mit groĂźem Interesse zu, passierte kein Malheur. Die edlen Karossen fuhren ĂĽber die schönsten Boulevards und Plätze von Paris: Place de la Concorde, Bastille, Montmartre (SacrĂ© Coeur), Place de l’Etoile, Tour Eiffel, Champs ElysĂ©es… bis zum Park Meudon, wo ein riesiges Picknick stattfand. Alle Teilnehmer waren in KostĂĽmen passend zum Jahrgang ihres Fahrzeugs gekleidet oder ganz in weiĂź, was ein harmonisches Bild fĂĽr Filmer und Fotografen entstehen lieĂź.

Aufsehen erregte bei Journalisten und Zuschauern vor allem der „Bel Ami“ Mercedes-Bus 320 von 1960 mit 20 Sitzplätzen, der von Karin und Camilla Peters aus Mannheim gefahren wurde. Das Pariser Publikum applaudierte und bejubelte den Bus, vor allem als dieser durch die engen Straßen von Montmartre fuhr.

Mehrere Interviews wurden gegeben und der Vorstand des französischen Clubs „Vincennes en Anciennes“, Veranstalter der Traversées de Paris, verlieh der Delegation aus dem Rheingau eine Ehrenmedaille (siehe Gruppenfoto).

Die deutschen Teilnehmer waren begeistert. „Seit wir Oldtimer fahren, hatten wir kein so beeindruckendes Erlebnis“ und „Die wunderschönste Oldtimerfahrt ever“ waren nur einige vieler positiver Kommentare. Die Gruppe hatte keine größeren technischen Probleme. Selbst das älteste Fahrzeug, ein Rover Salon 1946, hielt die Fahrt prima durch und kam in bestem Zustand zurück in den Rheingau. Die mutigen Besitzer waren zum ersten Mal eine so weite Strecke gefahren (etwa 1100 km). Auf der Rückfahrt stoppten die Rheingauer in Etoges, um bei Borel-Lucas ein paar Flaschen Champagner zu kaufen.

Kleine Anekdote. Der Bus „Bel Ami“ hat einen großen Teil seines Leben in der Champagne verbracht. Die heutigen Besitzer, Familie Peters aus Mannheim, weiß nur, dass der Bus einem Champagnerhersteller als Kundenfahrzeug diente, aber der Name der Kellerei ist unbekannt. Während des Stops beim Champagnerhersteller Borel-Lucas in der Champagne wurde vom Besitzer festgestellt, dass das Blumenmotiv auf der Karosserie dem auf den Flaschen von „Belle Epoque“ ähnelt, einem Champagner aus dem Hause Perriet-Jouet. Auch trägt der Bus den Namen „Bel Ami“, was auf einen Zusammenhang hindeuten könnte. Stéphane versprach Familie Peters, diesem Hinweis nachzugehen und den französischen Ursprung des „Bel Ami“ näher zu erforschen.

 

Alle Bilder stammen vom Veranstalter © Fotoquelle und Bildrechte: Stéphane Scat

Zum Saisonabschluss 2013 wird noch eine letzte Tour organisiert: die 4/5-tägige Alpen-Tour vom 2. bis 6. Oktober. Es geht ins französische Jura und rund um den Genfer See. Grandiose Alpenlanschaften und mehrere Pässe machen diese Tour besonders für sportliche Fahrer interessant. Die Tour ist mit traditionneller Roap Map und chineschen Zeichen organisiert, aber einfach und für jeden machbar.

Infos: s.scat@eclassic-cars.com

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