„Tante Ju“ Flugbetrieb mit Passagieren beendet

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„Flüge mit Passagieren wird es nicht mehr geben“, sagt Wolfgang Servay. Er ist Sprecher der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung (DLBS), der Eigentümerin von „Tante Ju“. Die Lufthansa übernahm bisher einen Großteil der Kosten. Damit ist es vorbei. Das hat der Konzernvorstand der Lufthansa entschieden. Mit 83 Jahren ist das Flugzeug Junkers Ju 52/3 recht alt für Linienflüge.

Junkers Ju 52 D-AQUI Deutsche Lufthansa in Leipzig

© Videoquelle YouTube und Urheberrecht: Andrea Ballini Federico

Mehrfache technische Probleme an der Junkers

In der jüngeren Vergangenheit gab es mehrfach Alterungserscheinungen. Ihren 80. Geburtstag feierte das legendäre Flugzeug in einem Hangar bei Lufthansa Technik. Ein Mittelholm im Flügel war gebrochen. Als Haarrisse in einem Teil gefunden wurden, wurden die Flüge abgesagt. Knapp zwei Jahre dauerte die Reparatur. Dann konnte die Ju wieder fliegen. Der August 2018 war dann ein weiterer Schicksalsmonat.

Am 4. August stürzte eine Schweizer Ju 52 HB-HOT ab. Alle 20 Personen an Bord starben. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle stellte erhebliche Korrosionsschäden an den Wrackteilen fest. Das Ende der Passagierflüge mit der Lufthansa D-AQUI hatte aber mit diesem Absturz angeblich nichts zu tun.

Eine Wartung erfolgt alle 60 Flugstunden. Bei einer dieser Überprüfungen fiel aber das nächste Problem an der Lufthansa Ju 52 auf. Acht Tage nach dem Absturz in der Schweiz stellten Mechaniker in München fest, dass ein Strukturbauteil der Motoraufhängung einen Schaden hat. Ein Ersatzteil musste neu gefertigt werden. Die Junkers steht in München. Mindestens bis Ende März 2019 sollte die Reparatur dauern.

Geschichte der Tante „Ju“52 D-AQUI

In Deutschland war diese Ju 52 mit der Werknummer 5489 nur kurz in Betrieb. Drei Monate nach ihrem Erstflug kam sie zur Fluggesellschaft D. N. L. mit Schwimmern ausgestattet nach Norwegen.

Ab Mai 1940 gehörte die Ju der Deutschen Luftwaffe.Nach dem Krieg übernahm die Lufthansa sie wieder und setzte sie erneut in Norwegen ein.

Ende der 1950er-Jahre wurden die Schwimmer abmontiert und die Maschine zerlegt nach Ecuador gebracht. Dort flog sie als Fracht- und Passagierflugzeug von Quito aus den Amazonas entlang. Als die Ersatzteilversorgung schwieriger wurde, stellte die Fluglinie Transportes Aereos Orientales die Maschine nach fast 8.000 Flugstunden außer Dienst.

Der Amerikaner Lester F. Weaver erwarb das Wrack 1970. Sechs Monate lang wurde die Ju fit für den Überführungsflug damals in die USA gemacht.

Nach mehreren Besitzern kaufte der Schriftsteller Martin Caidin das Flugzeug, taufte es auf den Namen „Iron Annie“ und nutze sie acht Jahre bei Luftfahrtshows. Lufthansa Piloten entdeckten das legendäre Fluggerät. 16 Tage dauerte der strapaziöse Überführungsflug nach Deutschland Ende 1984.

In Hamburg erhielt die Junkers ihr „zweites Leben“. Zwei Jahre benötigten die Mechaniker von Lufthansa Technik für ihre Rekonstruktion. Im April 1986 startete sie zum Erstflug und erlebte die Taufe auf den Namen ihres einstigen Heimatflughafens Tempelhof.

Am 30. Oktober 2008 war sie mit der Kennung D-AQUI in Tempelhof zusammen mit einer DC-3 (Rosinenbomber) die letzten startenden Flugzeuge gewesen. Im Winter wurden oft Schulungsflüge mit der Ju auf Usedom durchgeführt.

Ein weiteres Schicksal: Lufthansa Lockheed Super Star L-1649A

Auch die Rekonstruktion des Projektes Lufthansa Lockheed Super Star L-1649A wurde nach Ausgaben von etwa 100 Millionen Euro im Jahr 2018 eingestellt. Dieses Flugzeug sollin Komponenten zerlegt von USA nach Deutschland gebracht werden.

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