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Peugeot Pininfarina – wenn Italien auf Frankreich trifft

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Mehr als 60 Jahre ist es her, dass Peugeot, die Löwenmarke aus Frankreich, mit dem Cabrio nach italienischem Vorbild eine Erfolgsgeschichte schrieb. Es war damals das Peugeot 403 Pininfarina Cabriolet, der die ‚Oben-Ohne‘ Ă„re einleitete. Und es war so, als wĂĽrde ein französischer Kaiser sich in Kleidung aus Mailand präsentieren. Das Peugeot 404 Cabrio wusste dann ab Beginn des Jahres 1961 zu begeistern – und das eben nicht nur das französische Publikum, sondern auch Auto verwöhnte Italiener und den Rest Europas. Motorisierte Designerbekleidung, die mit einer alltagstauglichen GroĂźserientechnik kombiniert wurde – ein Traum auf vier Rädern.

Peugeot 404 Cabrio

Peugeot 404 Cabrio

Peugeot Pininfarina – fĂĽr das ‚gewöhnliche Volk‘ zu teuer

Optisch brachte der Peugeot Pininfarina 404 Cabrio all das mit, was fĂĽr einen krachenden Erfolg stehen könnte. Optisch perfekt aufgestellt und das auch fĂĽr das wirklich anspruchsvolle Publikum der 60er Jahre. Die im Fahrzeug verbaute Technik basierte auf den Löwen-Modellen, die bereits erfolgreich in GroĂźserien umgesetzt wurde. Hier waren sämtliche ‚Kinderkrankheiten‘ aus dem Weg geräumt und die Technik robust aufgestellt. Quasi wie Bekleidung, die dem Geschmack der Haute Couture Enthusiasten entspricht, aber wie eine Jeans auf härteste Beanspruchung ausgelegt war. Im Grunde genommen also das perfekte Automobil. Im Grunde, wäre da nicht der Preis gewesen. Der hatte es fĂĽr damalige Verhältnisse schon in sich. So war dann der Peugeot Pininfarina ‚fĂĽr das Volk zu teuer‘ – frei nach Falco und seinem Song ‚Mutter, der Mann mit dem Koks ist da‘ – und die wirklich Reichen sehnten sich eher nach Maserati, Ferrari oder Lamborghini. Da war der Pininfarina dann eher der Zweitwagen fĂĽr die Frau des Hauses und die kurzen Strecken in Monte Carlo.

Peugeot Pininfarina – den Lifestyle der 60s und 70s noch heute kaufen

Fahrzeuge aus der Ă„ra der 60er und 70er Jahre haben Klasse, sie haben ein Gesicht, sie haben ihren eigenen Stil. Ganz besonders die Löwenmarke aus Frankreich. Das ist der Grund, warum sie sich in einer immer stärker ’standardisierten Welt‘ so groĂźer Beliebtheit erfreuen. Und nach Meinung dieser Experten lohnt es sich auch, in die alten Schätze des Wirtschaftswunders zu investieren.

Denn auch wenn der Automarkt sich extrem gewandelt hat, technische Spielereien dominieren, so vergrößert sich die Fangemeinde mit dem Hang zur Individualität immer mehr. Und das berechtigt. Denn mit den Fahrzeugen dieser Ă„ra ist es spielend einfach, seine Individualität zu demonstrieren. Und da die Ersatzteilsituation auch nach Jahrzehnten immer noch gut aufgestellt wird – den GroĂźserien der Zeit sei es gedankt – lassen sich auch ‚Blessuren‘ und ‚Alterserscheinungen‘ problemlos wieder ‚hinbiegen‘.

Peugeot 304 Cabrio

Peugeot 304 Cabrio

Peugeot Pininfarina – in den USA ein groĂźer und kurzer Höhenflug

Das, was Peugeot mit dem Pininfarina 404 Cabrio in Europa nicht schaffte, den kommerziellen Erfolg, der gelang dann in den USA. Doch auch hier tanzte der Löwe nur einen Sommer. Um es sprichwörtlich zu sagen. Das gab in dem Fall auch den Ausschlag, dass die Löwenmarke aus Frankreich sich umorientierte. Bedeutete das die Einstellung der wirklich schönen Fahrzeuge? NatĂĽrlich nicht, denn dazu sind die Franzosen einfach zu sehr von dem Format ĂĽberzeugt gewesen. Ergo wurde dieser Traum auf vier Rädern schlicht modifiziert. Der 204er und der folgende 304er als Cabrio – im Deutschland der 70er Jahre oft respektlos als ‚das rollende Kommissbrot‘ bezeichnet – fĂĽr die Kompaktliebhaber mit eher spartanischem Geldbeutel und der aufgepimpte 404er mit dem Peugeot 504 Pininfarina Cabrio fĂĽr die besser verdienende Käuferschicht. Und siehe da, der Weg war dann endlich der richtige Pfad, um den Absatz zu stärken. Löwen-Feeling fĂĽr jeden Sonnenfan – unabhängig vom Geldbeutel.

Peugeot Pininfarina – eine optische Mischung als Rolls Royce und Fiat

Doch was machte den Charme dieser Fahrzeuge wirklich aus? Die Urtype, also der 404er Löwe, war als 2 Sitzer mit 2 Zusatzsitzen eine optische Mixtur. So konnte die Ausgestaltung des Hecks problemlos an den englischen Charme eines Rolls Royce erinnern, in dem sich dann aber wieder die damals angesagten Designs von Fiat wiederfanden. Das klassisch elegante Element von der Insel wurde einfach mit der Lebenslust der ‚jungen Wilden‘ aus Bella Italia kombiniert. Und Italien war damals en vogue – nicht nur als bevorzugte Urlaubsdestination. Problematisch war halt nur, dass der Preis sich auf einem Level einpendeln musste, um wirtschaftlich zu operieren, der mit dem Kurs fĂĽr einen Mercedes SL fällig wurde.

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