Oldtimer Messen im Spiegel der Realität?

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Ein Oldtimer-Blog hat auch die Aufgabe Lesern Tipps und Service zum gemeinsamen Hobby zu bieten. Daher mag die Frage erlaubt sein, ob Klassik- oder Retro-Messen die Realität der Szene spiegeln. Der aufmerksame Beobachter muss auch in diesem Jahr feststellen, dass in Deutschland auf den Oldtimer-Messen die Ausstellungsexponate nicht die Realität der Oldtimer-Szene zeigen wie sich die Szene auf vielen Veranstaltungen zeigt. Hier haben zu viele Leute zu viel Geld, zugleich meist wenig Wissen und Geschmack.

Ford A Fordor
Ford A Fordor

Beobachtung auf Messen

Manche Zeitgenossen haben das Problem, dass sie zwanghaft auf Prestige, Zustand 1, Spitzenleistung und Garagengold (?) aus sind, sich dann aber wegen Diebstahl, Benutzungsspuren, hoher Versicherungsprämien usw. ängstigen. Diesen Zeitgenossen fehlt einfach die Freude mit soliden Klassiker abseits ausgetretener Pfade Erlebnisse bei Touren und Reisen zu haben. Meist verschwinden diese Art historische Fahrzeuge in Garagen und tauchen irgend wann bei einer Auktion wieder auf.

Riesiges Angebot Oldtimer auf diversen Webseiten

Schaut man sich im Internet auf den diversen Webseiten um, so gibt es tausende Anzeigen in Europa mit „normalen Preisen“. Ob nun Marke, Typ, Modell und Qualität dem geforderten Preis für ein „Sammelobjekt“ entsprechen, muss jeder selbst anhand der Anzeige und Besichtigung entscheiden. Offensichtlich haben in Deutschland, statistisch, historische Fahrzeuge von Mercedes, Porsche und Volkswagen die Nase vorn.
 
Anzeigen und selbst Auktionsergebnisse aus der Provinz in Italien, Frankeich und England zeichnen ein ganz anderes Bild als auf Messen. Einsatzfähige Vorkriegswagen mit ausreichender Leistung für den gelegentlichen Betrieb, abseits der viel befahrenen Straßen, werden dort zwischen 10.000 und 30.000 Euro angeboten. Selbst einen intakten 20 HP Rolls-Royce der 1920er Jahre mit individueller Karosserie und sicherlich einiger Arbeit gibt’s ab 35.000 aufwärts.
 

Empfehlung für Leute, die ein preiswertes Objekt suchen

Geeignete und bezahlbare Vorkriegsfahrzeuge

Wer gleich fahren will, wählt zum Einstieg einen Ford Model A – preiswerter und solider kann man kein Vorkriegsauto haben. Gerade auf dem flachen Land muss man sich in puncto Leistung und Bremsen keine Sorgen machen.

Alternativ wählt man einen Sechs- oder Achtzylinder aus US-Produktion der 1930er Jahre mit großem Motor-Drehmoment, dadurch schaltarmer Fahrweise und hydraulischen Bremsen.

Vorausschauendes Fahren und entspannte Haltung gehören natürlich zum Betrieb eines Vorkriegsfahrzeugs dazu. Deshalb fährt man ja historische Autos und keine aktuellen Plastikmobile mit Assistenzsystemen und modischen Namen wie Cactus, Captur, Kodiaq oder sonstigen blödsinnigen Bezeichnungen.

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