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Britische Exoten – Bristol Kleinserien

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Bristol Cars Ltd.war ein ehemaliger britischer Automobilhersteller, der in den 1950er-Jahren stark im Rennsport engagiert war. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mussten sich R├╝stungsfirmen wegen der drastisch verschlechterten Auftragslage nach neuen Bet├Ątigungsfeldern umsehen.

Bristol beschloss, sich dem Automobilbau zuzuwenden. Bereits w├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs hatte Bristol zwei sehr unterschiedliche Fahrzeuge mit eigener Antriebstechnik entwickelt, von denen bis 1946 jeweils mehrere Prototypen hergestellt wurden. Im Fr├╝hjahr 1946 entschied sich das Unternehmen allerdings gegen den Bau dieser Fahrzeuge und ├╝bernahm stattdessen eine deutsche Konstruktion, aus der letztlich der Bristol 400 wurde.

Bristol Armaturen

Bristol Armaturen

Ab 1946 baute Bristol in Handarbeit sportlich orientierte Fahrzeuge der Oberklasse. Sitz der Produktion war Filton bei Bristol. Im Fr├╝hjahr 2009 wurden die letzten Neufahrzeuge hergestellt, danach befasste sich das Unternehmen mit der Restauration ├Ąlterer Modelle der eigenen Marke. Im M├Ąrz 2011 geriet Bristol Cars in die Insolvenz.

Bristol 408 Bj. 1964 und Bristol 405 Drophead Bj. 1957

Bristol 408 Bj. 1964 und Bristol 405 Drophead Bj. 1957

Bristol und die Verbindung zu BMW

Anlass f├╝r die Verbindung zu BMW war die ├ťbernahme des britischen Automobilherstellers Frazer-Nash durch Bristol 1945. H. J. Aldington, einer der Inhaber von Frazer-Nash, hatte 1934 den BMW-Direktor Franz-Joseph Popp in M├╝nchen besucht und die Rechte zum Bau und Vertrieb einiger Entw├╝rfe von BMW-Modellen in Gro├čbritannien erworben, die dort als ┬źFrazer-Nash BMW┬╗ verkauft wurden.

Bristol 405 Drophead 1957

Bristol 405 Drophead 1957

Aldington ├╝bernahm in den ersten Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine gro├če Menge an Konstruktionszeichnungen f├╝r die BMW-Modelle BMW 326, 327 und 328. Der BMW-Ingenieur Fritz Fiedler wurde f├╝r eine Zusammenarbeit mit Frazer Nash gewonnen. Frazer-Nash stellte Anfang 1946 die Entwicklung eines eigenen Autos ein und konzentrierte sich auf die Anpassung der Konstruktionen von BMW. Diese Entscheidung erm├Âglichte den schnellen und kosteng├╝nstigen Aufbau einer eigenen Automobilsparte. Doch Bristol verwendete Vorkriegskonstruktionen statt Neuentwicklungen zu betrieben. Im April 1947 trennten sich Bristol und Frazer Nash. Bristol setzte den Bau des 400 unter eigener Leitung fort; Frazer-Nash baute daraufhin Sportwagen, die zumeist Motoren von Bristol verwendeten.

Ungekl├Ąrt ist bislang die Frage, bis zu welchem Grad die Verwendung deutscher Konstruktionen mit Billigung von BMW erfolgte.

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