Borgward Leichttriebwagen der Sylter Verkehrsgesellschaft

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Mehr als achtzig Jahre, von 1888 bis 1970, gehörte die Sylter Inselbahn zwischen List und Hörnum zu den festen Einrichtugen des inselweiten Badebetriebs. Im Dezember 1970 führte sie ihre letzte Fahrt durch und wurde komplett durch Omnibusse abgelöst.

Borgward Leichttriebwagen LT4
Borgward Leichttriebwagen LT4 in Westerland © Fotoquelle und Bildrechte: Archiv Sylter Verkehrsgesellschaft

Ein letztes Unikum der ehemaligen Sylter Inselbahn hat bis heute überlebt. Der Borgward LT4, ein Leichttriebwagen in Form eines Sattelschleppers fristete ein trauriges Dasein im Hannoverschen Straßenbahnmuseum in Sehnde bis zum Verkauf und Abtransport. Ein wohl einmaliges Schienenfahrzeug der deutschen Schmalspurbahngeschichte und Inselbahn soll aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf geweckt werden.

Restaurierungsobjekt Borgward LT4 in Sehnde
Restaurierungsobjekt Borgward LT4 in Sehnde
© Fotoquelle und Bildrechte: Archive Sylter Verkehrsgesellschaft/ Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V.
Die Sylter Verkehrsgesellschaft hat die Reste des Borgward LT4 für 15.000 € gekauft. Eine Investition, die nicht nur die letzte Sylter Inselbahn vor dem Schrotthändler rettete, sondern auch zum lebendigen Erhalt der Sylter Geschichte beiträgt. Zur Rekonstruktion konnte das ehrenamtliche Kleinbahnmuseum Selfkant gewonnen werden. Die Selfkantbahn besitzt diverse Fahrzeuge der ehemaligen Sylter Inselbahn und setzt diese regelmäßig zu Fahrten ein.

Das Konzept zur Restauration des Borgward LT 4 sieht eine Aufarbeitung in zwei verschiedenen Werkstätten vor, die jeweils spezialisiert auf den Schienen- bzw. Automobilpart sind.

Nach erfolgreicher Wiederherstellung soll der Borgward auf Sylt zu sehen sein und anschließend in den Besitz des Kleinbahnmuseums Selfkant übergehen. Dort wird er dann für historische Fahrten eingesetzt werden. Somit soll ein dauerhafter Erhalt, Pflege des Borgward LT4 und ein Teil der Sylter Historie sichergestellt werden.

Den monetären Aufwand für die Restaurierung wurde mit 250.00 bis 300.000 Euro kalkuliert. Diese Summe soll größtenteils durch Spenden und mit Mitteln der SVG aufgebracht werden.

Berichtet wird in einem Tagebuch über die Restaurierung.

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