Haben wir zu viele Oldtimer-Messen in Deutschland?

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Kommerziell organisierte Oldtimer-Messen hatten wir bereits viele Jahre in Essen und Stuttgart. Dazu kamen in den letzten Jahren Berlin, Nürnberg und in der kommenden Saison 2017 Hamburg und Köln. Es fehlen eigentlich nur noch Frankfurt im Zentrum Deutschlands und Hannover mit den weiträumigen Messeanlagen.

Weder Besucher noch Händler, Hersteller und Oldtimer-Clubs können auf sämtlichen Messen dabei sein, das ist eine Zeit- und eine Kostenfrage. Aber da es immer mehr Oldtimer-Händler gibt, füllen diese die Flächen auch der regionalen Messen.

Messe-Special
Messe-Special

Egal zu welcher Messe man fährt, eigentlich verpasst man gar nichts, denn meist wird, wie zum Beispiel im Motor- und Klassiker-Magazin über besondere Ausstellungsstücke medial im Vorlauf und Nachgang berichtet.

Wenn der Autor es richtig beobachtet, dann müssen die „Oldtimer-Clubs“ immer mehr auf den bekannten Messen zugunsten der Oldtimer-Händler mit hochpreisigen Angeboten weichen. Klar, denn die können die Transportkosten der ausgestellten Fahrzeuge, die Standmieten und Übernachtungskosten für das Standpersonal locker aus den Bruttogewinnmargen der hochpreisigen Klassiker zahlen.

Das führt auch dazu, dass natürlich die Fahrzeuge zur jeweiligen Messe mitgebracht werden, die die höchsten Chancen haben an den Messetagen verkauft zu werden. Das sind dann oft Porsche und Mercedes Typen und Modelle in verschiedenen Farben und natürlich Youngtimer (modern classic). Nachteil ist, dass man die Fahrzeuge technisch nicht vor Ort prüfen kann. Schon manche Verkaufslackierung verdeckt das Grauen im Inneren.

Meist wird vom Veranstalter noch eine weitere Halle gemietet, für die „nicht gewerblichen Händler“ mit geringeren Standpreisen als an den aufwendigen Präsentationen. Hier findet man natürlich auch Oldtimer-Händler, die die Kosten für einen Messestand sparen wollen.

Da es manchmal etwas Besonderes zum Ansehen gibt, kommen meist Massen von Besuchern zu recht hohen Eintrittspreisen und Parkgebühren. Vorteil der regionalen Messen ist, dass die Anfahrtswege für die Besucher kürzer werden.

Fazit: Wenn sich mehr Menschen mit klassischen Fahrzeugen befassen, kann das dem automobilem Kulturgut helfen. Weiterhin können dann unverkaufte und überteuerte alte Autos auf der nächsten Messe wieder angeboten werden.

Ich empfehle den Besuch der diversen Oldtimer Dienstleistungszentren rund um Automobil und Motorrad mit den unterschiedlichsten Namen. Dort sind viele Fahrzeuge zu sehen und werden immer wieder gegen andere ausgetauscht. Der Vorteil ist, kostenfreier Eintritt und gemäßigter Besucherandrang innerhalb der Woche.

Anmerkung: Zu zu den Oldtimer-Messen im Inland kommen ja noch Padua, Maastricht, Paris oder Amsterdam für international agierende Anbieter hinzu.

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