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Audi von 1909 – 1940

Audi Automobile 1909-1940

Audi Automobile 1909-1940
© Fotoquelle und Bildrechte: Verlag Delius Klasing

In dem Sachbuch «Audi-Automobile von 1909 bis 1940» haben die Autoren Peter Kirchberg und Ralf Hornung auf 240 Seiten ein Meisterwerk geschaffen.

In 16 Kapiteln und im Detail wird die Geschichte von Audi, beginnend mit dem Gründer August Horch, seiner Vita und den Gründungen Firma Horch und später von Audi in Zwickau (Sachsen) sehr ausführlich und nachvollziehbar in Text und Fotos geschichtlich aufgearbeitet. Hinzu kommt der Einfluss von Rassmussen (DKW) und die Vereinigung der Firmen mit Wanderer zur Auto Union. Herausgearbeitet werden auch sehr gut die Synergieeffekte nach der Vereinigung der Firmen und deren Produkte.

Der Erfolg begann mit der Alpenfahrt 1912. Bemerkenswert ist, das in den beschriebenen Jahren Fahrgestelle und Technik konstruiert wurden und die Audi-Automobile erst durch die Komplettierung mit Karosserien bei verschiedensten Firmen erst zum Verkauf bereit standen. Bekannt sind Schumann & Co Zwickau, Hornig Meerane, Gläser Dresden, Walther, Großenhain, Utermöhle Hildesheim, Kettmann Dessau, Königstadt Berlin, Seegers Leipzig, Deissner Köthen, Kathe und Kaban Halle, Papler köln, Lindner Ammendorf, Franke, Berlin, Segers Leipzig, Kühlstein Berlin, Winter Zittau, Neuss Berlin, Erdmann & Rossi Berlin, Ami-Budd Berlin … Nach der Dokumentation war Audi der erste Automobilhersteller, der die Linkslenkung einführte. Natürlich kommen auch Veränderungen des Audi-Zeichens im Laufe der Zeit und die Herkunft nicht zu kurz.

Überraschend war, die doch geringen Mengen an produzierten Fahrzeugen und teilweise hohen Lagerbestände im Verlauf der Zeit. Deutschland war damals noch kein Autoland! Das hing einerseits mit der wirtschaftlichen Lage zusammen und der mehr oder weniger geglückten Modellpolitik. Auch wurden neben Personenwagen mit den unterschiedlichsten Karosserien auf den Fahrgestellen auch Lastwagen und in Dänemark Omnibus-Karosserien aufgebaut.

Dezidiert wird auch beschrieben, wie der Staat nach dem 1. Weltkrieg die Inflation förderte, um auf Kosten der Bürger von den hohen Staatsschulden des Krieges herunter zu kommen. In der Inflationszeit exportierte Audi sehr viele Fahrzeuge, da sie zur damaligen Zeit konkurrenzlos günstig gegen Devisen zu kaufen waren.

Der Text wird durch sehr viele historische Fotos, zeitgenössische Werbung in ansprechender Größe und Qualität ergänzt. Erfreulicherweise haben die Autoren die Lebenslinien der Audi-Techniker der damaligen Zeit aufgezeichnet.

Ergänzend zu dem vorgestellten Werk Audi von 1909 – 1940 * sind noch folgende Sachbücher, die im Zusammenhang mit der Fusion zur Auto-Union stehen, zum Lesen zu empfehlen: Horch: Typen-Technik-Modelle, WANDERER: Automobile und DKW Automobile: 1907 – 1945

Ein Bericht über das August Horch Museum in Zwickau, in den einstigen Audi-Gebäuden und der ehemaligen Villa, erbaut 1912 für August Horch direkt am Werk, wird folgen.

 

 

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