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Mercedes-Benz 300SL W198 Gitterrohrrahmen

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Auf der Messe in Stuttgart wurden viele Mercedes-Benz 300SL (W198) Coupés (Flügeltürer) und Cabrios bei verschiedenen Anbietern in den unterschiedlichen Farben und Ausstattungen ausgestellt. Sehr interessant ist der Gitterrohrrahmen unter der Karosserie über die in diesem Beitrag berichtet wird.

Mercedes-Benz 300SL W198 Angebote

Mercedes-Benz 300SL W198 Angebote

Verwunderlich war die hohe Anzahl der angebotenen Mercedes-Benz 300SL in den unterschiedlichsten Ausführungen und Farben verschiedener Oldtimer-Händler. Bereits am Freitag waren zwei Fahrzeuge mit dem Schild „Sold“ bei einem Händler dekoriert. Wer kauft solch ein Fahrzeug auf einer Messe ohne es zur Probe gefahren zu haben und ohne es auf der Hebebühne zu begutachten?

Mercedes-Benz 300SL W198 Farben

Mercedes-Benz 300SL W198 Welchen kann ich mir leisten?

Die Mercedes-Benz 300SL W198 Angebote sind wahrlich keine Schnäppchen, denn bei einer Auktion in den USA wurde für ein Fahrzeuge mit Historie am 20./21. Januar 2012 3,56 Millionen Euro bei der Auktion in Scottsdale (USA) für ein Mercedes-Benz 300 SL Alu-Coupé aus dem Baujahr 1955 ausgegeben. Den Preis erzielte einer der raren Flügeltürer mit Aluminiumkarosserie, die nur 29mal gebaut wurde und damals öffentlich zum Verkauf angeboten worden war.

Gitterrohrahmen MB 300SL Coupe W198l

Gitterrohrahmen MB 300SL Coupe W198l

Sicherlich die hohen erzielbaren Preise sind ein Grund für das „große Angebot“ an Mercedes-Benz 300SL. Doch betrachten wir den Gitterrohrrahmen unter der Karosserie. Hintergrund für die Produktion dieser Rahmenbauart war, dass die Karosserie auf einem sehr leichten, aber stabilen und verwindungssteifen Skelett montiert werden sollte. 15 Mitarbeiter haben in zwei Schichten damals maximal 5 Rahmen hergestellt. Es wurden ungefähr 50 m Stahlrohr für den Rahmen benötigt. Der fertige Rahmen hatte ein Gewicht von etwa 70 kg.

Gitterrohrahmen MB 300SL Coupe W198l

Gitterrohrahmen MB 300SL Coupe W198l

Der Gitterrohrrahmen wurde in den 50er Jahren in reiner Handarbeit aus normalem Stahlrohr der Qualität SD50 angefertigt. Da diese Stahlqualität bei Materialprüfungen Schwächen zeigte, wurde später die Qualität SD32 verwendet. Beginnend von der vorderen Quertraverse wurde das Rohrfachwerk autogen geschweißt. Die Maßhaltigkeit wurde dabei mit Lehren überprüft. Nach Fertigstellung aller Schweißungen wurde er nochmals nach gerichtet. Der fertige Rohrrahmen wurde in einem Tauchbad vollständig mit mattschwarzer Farbe überzogen.

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