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Pionier, Vordenker und Praktiker der Volksmotorisierung in Deutschland

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DKW-Hahn Buchtitel

DKW-Hahn Buchtitel © Fotoquelle und Bildrechte: Verlag

Am 11. August 2017 stellen Prof. Carl Horst Hahn und Prof. Peter Kirchberg ihr zusammen verfasstes Buch‚ – DKW Hahn: Ein Manager und Unternehmer der deutschen Kraftfahrzeugindustrie – vor. Das Buch DKW-Hahn ist eine spannende Lebensgeschichte eines ehrgeizigen Unternehmers und liebenswerten Mannes. Herausgeber sind die beiden ebenfalls in der deutschen Automobilgeschichte verwurzelten Professoren: Carl Horst Hahn und Peter Kirchberg.

Wer war Carl Hahn?

Dr. Carl Hahn – ein Pionier, Vordenker und Praktiker der Massen- und Volksmotorisierung in Deutschland. Carl Hahn war einer der zentralen Akteure, die den Zusammenschluss zur Auto Union mit Sitz in Chemnitz gestalteten. Seine Vorgaben fĂŒr den technischen Fortschritt im Kraftfahrzeugbau waren in jener Zeit prĂ€gend. Zudem war er ein wahrer Marketingexperte und das schon in einer Zeit, als das Wort ‚Marketing‘ noch nicht gebrĂ€uchlich war. Er hatte den DKW-Vertrieb organisiert, HĂ€ndlerkongresse veranstaltet und die systematische Weiterbildung der Werkstattbetreiber vorangetrieben. Nicht zuletzt fĂŒhrte Hahn Ratenzahlungen fĂŒr die Kunden ein und ließ Kinderherzen höher schlagen, indem er DKW-Tretautos bauen ließ: Product Placement fĂŒr die JĂŒngsten. Zudem gelang es der Auto Union in den 1930er Jahren mit der Beteiligung am Motorsport, die bis dahin unbekannte Marke mit den vier Ringen sprunghaft bekannt zu machen.

DKW wurde unter der kaufmĂ€nnischen FĂŒhrung Hahns 1928 zur grĂ¶ĂŸten Motorradmarke der Welt. Die Marke DKW ist bis heute Legende in der Motorrad-Fangemeinde. Mit den DKW-Zweitaktmotoren kam auch Ende der 1920er Jahre der Einstieg in den Pkw-Bau. Mit den spĂ€ter im Zwickauer Audi-Werk produzierten preiswerten DKW-„Frontwagen“ begann in den 1930er Jahren die Volksmotorisierung in Deutschland. Der legendĂ€re Trabant basierte bis 1990 auf diesen damals entwickelten technischen Prinzipien.

Maßgeblich beteiligte sich Carl Hahn auch an der GrĂŒndung der Auto Union 1932 mit Sitz in Chemnitz. Das Firmenzeichen der Auto Union waren die vier ineinander verschlungenen Ringe als Symbol fĂŒr die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer. Es ist eben jenes Symbol, das sich auch heute noch auf jedem Audi findet und auf die sĂ€chsischen Wurzeln dieses IngolstĂ€dter Unternehmens hinweist.

In der Auto Union war Carl Hahn der DKW-Mann. Die Auto Union – als sĂ€chsischer Konzern – wurde in den 1930er Jahren der grĂ¶ĂŸte Arbeitgeber in Chemnitz und im Erzgebirge.

Nach der Flucht in den Westen machte sich Hahn an die Wiederbelebung der Auto Union. Im Osten wurde die Auto Union zerschlagen. „DKW ist wieder da“ – so verkĂŒndete Hahn 1950. Im Jahr 1969 sollte die Marke DKW mit Audi fusionieren.

Gemeinsam mit dem Automobil-Historiker Prof. Peter Kirchberg zeichnet Prof. Carl H. Hahn mit dem Buch das Leben seines Vaters, Carl Hahn (1894 – 1961), nach. Prof. Hahn wird den familiĂ€ren Aspekt erlĂ€utern, anschließend wird Prof. Kirchberg auf die DKW-Geschichte eingehen. ‹

Obwohl Carl Hahn in der gesamten Zeit der Auto Union im Osten wie im Westen immer der „zweite“ Mann hinter Vorstand Dr. Richard Bruhn blieb, hat er mit seiner Arbeit den Konzern tonangebend geprĂ€gt. Besonders die innerhalb der Auto Union zuzuschreibenden Erfolge in der Marke DKW sind sein Verdienst.

Wer ist Prof. Carl Horst Hahn?

Prof. Carl Horst Hahn, der Sohn von DKW-Hahn, hat selbst internationale Automobilgeschichte geschrieben. Von 1982 bis 1993 war er Vorstandsvorsitzender des VW Konzerns und hat in dieser Zeit VW erfolgreich in Asien und Osteuropa etabliert, nachdem er schon in den 1960er Jahren den VW-Konzern in Amerika aufgebaut hatte.

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