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Nicht nur Oldtimerfahrer – Blink mal wieder!

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Nur jeder dritte Fahrer blinkt im Stadtverkehr. Das stellte der AvD vor zehn Jahren fest. Nach dieser Studie betÀtigten Lenker von Sportwagen und Oberklasseautos den Blinkerhebel besonders selten. Frauen erwiesen sich in dieser Hinsicht viel disziplinierter als MÀnner.

Ablenkung am Steuer als zusÀtzlicher Grund

Als weiterer Grund fĂŒr das nicht Blinken ist durch vom Fahrer genutzte Kommunikationsmittel hinzugekommen. Dazu zĂ€hlen fest in installierte Navigations-, Telefonie- sowie MultimediagerĂ€te, einschließlich des Bordcomputers, als auch mobile GerĂ€te wie Smartphones, Tablets und MP3-Player.

In welchen Situationen zu blinken ist

Die Straßenverkehrsordnung regelt den Gebrauch des „Fahrtrichtungsanzeigers“ in verschiedenen Verkehrssituationen:

  • beim Spurwechsel
  • beim Abbiegen nach rechts oder links, dabei ist vor dem Einordnen und nochmals vor dem Abbiegen die RĂŒckschau verpflichtend
  • beim Anfahren vom Rand oder Einfahren aus GrundstĂŒcken und FußgĂ€ngerbereichen
  • Blinken bei abknickender Vorfahrt

Besonderheiten fĂŒr den Kreisverkehr und die abknickende Vorfahrt

In einem ausgeschilderten Kreisverkehr ist bei der Einfahrt in den Kreisel das Blinken unzulĂ€ssig. Beim Verlassen ist das Setzen des Blinkers wegen der RichtungsĂ€nderung Pflicht. Ein Verstoß dagegen kostet 10 Euro.

Blink mal wieder

Blink mal wieder

Bei der abknickenden Vorfahrt ist immer zu blinken, wenn man beim Fahren die Richtung wechselt. Beim Geradeausfahren muss nicht geblinkt werden. Autofahrern ist diese Jahrzehnte alte Vorschrift nach Beobachtungen immer noch nicht im Bewusstsein.

Biegt man nach rechts bei grĂŒnem Pfeil an einer roten Ampel ab, muss natĂŒrlich angehalten und geblinkt werden.

Vorsicht bei Wartepflicht

Vorsicht ist immer geboten, wenn man als Wartepflichtiger an einer EinmĂŒndung steht und der Vorfahrtsberechtigte durch Blinken anzeigt, dort einbiegen zu wollen. Biegt er nicht ab und schĂ€tzt der Wartende die Situation falsch ein, urteilen die Gerichte bei UnfĂ€llen ĂŒberwiegend zu Lasten des Nachrangigen. Dieser dĂŒrfe nicht „blindlings“ auf das Abbiegen des blinkenden Bevorrechtigten vertrauen. Vertrauen sei nur gerechtfertigt, wenn die GesamtumstĂ€nde, es zweifelsfrei erscheinen lasse, dass ein Abbiegen eingeleitet werde (OLG Dresden, U. v. 20.08.2014, Az.: 7 U 1876/13). Das ist nur selten der Fall.

Im Sinne der Verkehrssicherheit ist der Blinker bei Richtungswechseln zu benutzen.

Weitere Tipps finden Sie mit diesem Link.

Quelle: AvD

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