BMW 3.0 CSL und BMW M1 beim “Großen Preis von Österreich”

Im Vorfeld des Formel-1-Laufs in Spielberg erinnern spektakuläre Fahrzeuge und bekannte Piloten an die Glanzzeit der Deutschen Rennsport Meisterschaft in den 1970er- und 1980er-Jahren. BMW Group Classic beteiligt sich mit zwei historischen Rennfahrzeugen am Schaulaufen der Rivalen von einst.

Wenn sich die Vorfreude auf den nächsten Formel-1-Lauf mit der Erinnerung an große Motorsport-Momente von einst mischt, dann ist das Startsignal für die Legends Parade gefallen. Am Sonntag, 1. Juli 2018, kommt es auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg einmal mehr zu einem Schaulaufen historischer Rennsport-Fahrzeuge und prominenter Piloten. Unmittelbar vor dem Rennen um den „Großen Preis von Österreich“ lassen elf Tourenwagen-Klassiker der 1970er- und 1980er-Jahre für das Publikum auf dem Red Bull Ring die Glanzzeit der Deutschen Rennsport Meisterschaft (DRM) aufleben. Die BMW Group Classic ist mit zwei außergewöhnlichen Fahrzeugen aus ihrer Sammlung bei der diesjährigen Legends Parade vertreten. Präsentiert werden ein Exemplar des vor 40 Jahren vorgestellten Mittelmotor-Sportwagens BMW M1 und ein BMW 3.0 CSL, der als erfolgreicher Tourenwagen den sportlichen Ruhm der vor 50 Jahren eingeführten großen Coupé-Baureihe der Marke begründete.

BMW 3.0 CSL
BMW 3.0 CSL © Fotoquelle und Bildrechte: BMW Group

Deutsche Rennsport Meisterschaft

Die Deutsche Rennsport Meisterschaft wurde in den Jahren 1972 bis 1985 ausgetragen und entwickelte sich schnell zu Europas wichtigster und populärster Tourenwagen-Serie. Zahlreiche Werksteams und private Rennställe sorgten über Jahre hinweg für spektakuläre Wettkämpfe in Fahrzeugen, die zwar von Serienmodellen abgeleitet, jedoch mit umfassenden und kontinuierlich weiterentwickelten Modifikationen konsequent auf Höchstleistung getrimmt waren. Die Rennserie ist zudem eng verbunden mit den Namen legendärer Piloten wie Rolf Stommelen, Klaus Ludwig, Harald Ertl, Bob Wollek, Jochen Mass, Manfred Winkelhock, Markus Höttinger oder Hans-Joachim Stuck, für den die Jahre in der DRM „einfach eine geile Zeit“ waren.

Reglement der Gruppe 2

In den Anfangsjahren wurden Tourenwagen nach dem Reglement der Gruppe 2 eingesetzt, darunter auch der BMW 3.0 CSL, der eigens für den Rennsport konzipiert worden war. Der Zweitürer, dessen Modellbezeichnung auf „Coupé, Sport, Leichtbau“ verwies, war das Spitzenmodell der 1968 vorgestellten großen Coupé-Baureihe von BMW und ein außergewöhnlich erfolgreicher Tourenwagen. Insgesamt sechs Titel wurden in der Tourenwagen-Europameisterschaft mit dem BMW 3.0 CSL gewonnen, der erste gleich im Debütjahr 1973. Europameister wurde damals der Niederländer Toine Hezemans, der bei der diesjährigen Legends Parade in Spielberg erneut hinter dem Lenkrad des BMW 3.0 CSL Platz nimmt.

Reglement der Gruppe 5

Ab 1977 waren in der DRM auch Gruppe-5-Fahrzeuge zugelassen. Dies ebnete vier Jahre später auch dem BMW M1 den Weg in die populäre nationale Rennserie. Mit gewaltigen Spoilern und Motorleistungen von bis zu 1000 PS gehörte er zu den spektakulärsten Erscheinungen der DRM. Zuvor hatte der im Jahr 1978 präsentierte Mittelmotor-Sportwagen vor allem in der eigens für ihn geschaffenen Procar-Serie für Aufsehen gesorgt. Die Procar-Rennen wurden in den Jahren 1979 und 1980 im Rahmenprogramm der europäischen Formel-1-Läufe ausgetragen. Damals traten aktuelle Formel-1-Piloten gegen nationale Sportwagenprofis und Nachwuchsrennfahrer an.

Legends Parade in Spielberg

Bei der Legends Parade in Spielberg wird der BMW M1 aus der Sammlung der BMW Group Classic vom ehemaligen Formel-1-Piloten Christian Danner gesteuert. Danner war im Laufe seiner Karriere auch im Tourenwagensport erfolgreich und gehört zudem zu jenen Fahrern, die den BMW M1 bereits in der Procar-Serie kennenlernten. Darüber hinaus sind im Aufgebot der einstigen DRM-Rennfahrzeuge drei weitere BMW aus privatem Besitz vertreten, darunter ein BMW 3.6 CSL Alpina, mit dem der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda aus Österreich an den Start geht.

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