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Opel GT – Das Kultauto mit den Klappscheinwerfer

„Opel GT – nur fliegen ist schöner“ – Mit diesem Slogan warb Opel in den 1970er Jahren – zu Recht! Der Sportwagen mit dem legendären Bottle-Shape-Design galt als die Antwort auf die amerikanische Corvette.

Opel GT Klappscheinwerfer

Opel GT Klappscheinwerfer © Fotoquelle und Bildrechte: Technik Museum Sinsheim und Speyer

Dank der großzügigen Spende von Ralf Hettrich aus Radolfzell können wir voller Stolz einen Opel GT 1900 A-L in orange im Auto & Technik MUSEUM in Sinsheim unseren Gästen präsentieren.

Opel GT – alles fing 1962 und mit den Entwürfen von Erhard Schnell an: Es sollte ein sportliches Coupé werden. Drei Jahre später wurde dieser Exot als „Opel Experimental GT“ auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Die gewaltigen Reaktionen darauf übertrafen jede Vorstellung. 1968 ging der GT in Serienproduktion. Charakteristisch bestach der Opel GT durch seine durchtrainierte Optik. Durch die wuchtige Frontpartie wirkte der vordere Überhang kürzer. Eine muskulöse Ausbuchtung für den Ansaugtrakt ermöglichte eine flachere Motorhaube. Die eckigen Klappscheinwerfer des Experimental-GT wurden durch runde „Schlafaugen“ ersetzt, die dem Sportcoupé das unverwechselbare Äußere gaben.

Daneben bestach der GT auch mit technischen Raffinessen, die bis heute einzigartig sind, u.a. die „Beule“ in der Motorhaube. Von so manchen Zeitgenossen als Design-Gag angesehen, hatte diese durchaus ihre Daseinsberechtigung: Der Platz wurde nämlich für den Vergaser benötigt. Oder aber die mit einem am Mitteltunnel platzierten Hebel versenkbaren Scheinwerfer, die sich um die Längsachse drehen. Zusätzlich hatte der GT unter dem vorderen Stoßfänger zwei kleine Scheinwerfer für Fernlicht und Lichthupe.

Opel GT im Technik-Museum Sinsheim

Opel GT im Technik-Museum Sinsheim © Fotoquelle und Bildrechte: Technik Museum Sinsheim und Speyer

Der Käufer von damals hatte die Wahl zwischen zwei Motor- und zwei Ausstattungsvarianten: Ein 1900-er Motor mit 90 PS und ein1100-er mit 60 PS, dessen Produktion aber bereits 1970 eingestellt wurde. Zu den Ausstattungsvarianten GT-A und GT-AL folgte 1971 der GT/J, der „Junior“. Mit den Werksferien 1973 endet die GT-Produktion dann nach 103.463 Fahrzeugen.

Unser Museumsexponat aus dem Jahre 1973 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h und die richtige Bezeichnung für die 1900-cc-Version war Opel GT A-L. Dabei das A für die erste Baureihe stand und das L für Luxus.

Quelle: Technik Museum Sinsheim und Speyer

 

 

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