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Transsibirische Eisenbahn – Transsib

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Eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn ist eine Reise der Superlative. Eine Fahrt auf der lĂ€ngsten Eisenbahnstrecke durch das flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Land der Erde, bei der sieben Zeitzonen durchquert werden. Die Sonderausstellung des Verkehrszentrums erzĂ€hlt von den Hindernissen, die beim Bau ĂŒberwunden werden mussten und von den Menschen, die mit der Transsib unterwegs sind und in den durchreisten Landstrichen leben. Sie portraitiert die Orte an der Strecke von Moskau bis Wladiwostok oder Peking und vermittelt einen Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt Sibiriens. Entstanden ist die Ausstellung in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Museum in MĂŒnchen und dem Industriemuseum Lauf.

Transsib Schnellzuglok P36

Bis in die 1970er Jahre wurde im damals nicht elektrifizierten Ostteil der Transsibirischen Eisenbahn die berühmte Schnellzuglok P36 mit einer Leistung von 1840 kW eingesetzt © Fotoquelle und Bildrechte: Hansjoerg Brutzer / Deutsches Museum

Die ursprĂŒnglichen Streckenabschnitte der Transsibirischen Eisenbahn wurden zwischen 1891 und 1916 angelegt. Tausende Arbeiter errichteten die Bahnstrecke mit einfachen Werkzeugen und Transportmitteln in kaum besiedeltem Gebiet und schwierigem Terrain. Die bis heute lĂ€ngste Bahnlinie der Welt erschloss den Osten Russlands und verband Moskau mit dem Pazifik. Schon bald nach der Jahrhundertwende fuhren auch die ersten ReisezĂŒge von Europa durch Sibirien in den fernen Osten. Nach anfĂ€nglichen RĂŒckschlĂ€gen durch Bauprobleme und Kriege entwickelte sich die Transsibirische Eisenbahn im 20. Jahrhundert zu einer unverzichtbaren Lebensader des Verkehrs zwischen Europa und Asien, die bis heute immer wieder erneuert und ausgebaut wurde. Sie transportiert Menschen und GĂŒter und durchquert zwei Kontinente. Dabei fĂ€hrt sie durch sieben Zeitzonen und viele Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Transsibirische Eisenbahn hatte großen Einfluss auf die Erschließung Sibiriens und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung. Die Anbindung Russlands an den Pazifischen Ozean eröffnete neue Handelswege und GeschĂ€ftsbeziehungen. Seit einigen Jahren steigern neue Kommunikationstechnologien und eine VerkĂŒrzung der ZollformalitĂ€ten beim Überschreiten der LĂ€ndergrenzen die Bedeutung der Strecke als „Transeurasische LandbrĂŒcke“. Das Land ist auch die Heimat einer großen Zahl unterschiedlichster Ethnien, deren Lebensraum durch den Anstieg der Industrialisierung in den vergangenen hundert Jahren immer weiter eingeschrĂ€nkt wurde. Die Sonderausstellung erschließt das Thema mit zahlreichen Fotos und Bildern und prĂ€sentiert viele landestypische Exponate – von Nahrungsmitteln bis zu regionalen Trachten, von Jagdzubehör bis zu Lok- und Wagenmodellen.

Transsib Strecke in China nach Peking

Bis 2004 wurden im Güterverkehr auf dem chinesischen Teil der Strecke nach Peking noch Dampfloks eingesetzt © Fotoquelle und Bildrechte: Thomas Waidelich / Deutsches Museum

Zu sehen ist die Ausstellung vom 17. Oktober 2014 bis 30. August 2015 auf der Galerie der Halle III im Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Begleitend werden FĂŒhrungen und ein auf die Themen der Ausstellung abgestimmtes Vortragsprogramm angeboten.

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