Vickers Viscount 814 im Technik Museum Speyer

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Vor einem Jahr fand eine Vickers Viscount 814 ihren Platz im Technik Museum Speyer. Das über 50 Jahre alte Flugzeug, Indienststellung 1. Juni 1962, mit der Baunummer 447 war bis 1969 mit dem Kennzeichen D-ANAF im regulären Liniendienst der Deutschen Lufthansa unterwegs. Es wurde 1972 zum Schulungsflugzeug der technischen Ausbildung umfunktioniert. Bis 2012 erlernten an diesem Flugzeug über 2.000 junge Menschen ihren Beruf zum Fluggerätmechaniker sowie Elektroniker.

Nachdem die Auszubildenden der Lufthansa Technik eine moderne und voll funktionsfähige Boeing 737-500 erhielten, wurde die Vickers Viscount 814 am 20. September 2012 vom Frankfurter Flughafen auf drei Tiefladern in das Technik Museum Speyer als Dauerleihgabe transportiert.

Vickers-Viscount 814 vor Boeing 747
Vickers-Viscount 814 vor Boeing 747 © Fotoquelle und Bildrechte: Technik Museum Speyer

Die Vorbereitungen für dieses Projekt begannen bereits im Juni 2012. Es wurden Baupläne organisiert, die Zerlegung wurde fachlich geplant und Spezialwerkzeuge angeschafft und angefertigt. Insgesamt drei Ausbilder von Lufthansa Technical Training und 15 angehende Fluggerätmechaniker sowie Elektroniker arbeiteten an der Vickers Viscount 814, um diese fachmännisch zu zerlegen und für den Transport vorzubereiten. Unterstützung gab es durch die hausinterne Werkstatt des Technik Museum Speyer. Ab Oktober 2012 begannen dann die Arbeiten in Speyer. Die Maschine wurde Stück für Stück wieder zusammengebaut und erhielt anschließend ihre originale Bemalung aus dem Jahr 1962. Auch hier arbeiteten die technischen Mitarbeiter des Museums und die Lufthansa Technical Training Ausbilder sowie die Auszubildenden wieder Hand in Hand. Unterstützt wurde die bereits eingespielte Mannschaft von einem Auszubildender der Verfahrenstechnik vom Farbenlieferant Mankiewicz aus Hamburg.

Die Vickers Viscount erstrahlt nun wieder im alten D-ANAF Glanz und soll im Frühjahr 2014 ihren endgültigen Platz, direkt neben der Boeing 747-200, im Museumsgelände einnehmen und dann für die Museumsbesucher zur Besichtigung zur Verfügung stehen. Für die Arbeiten in Speyer wurden 40 Liter Grundierung, je 40 Liter graue, blaue und weiße Farbe, 50 kleine Farbrollen, 10 Schleifscheiben, mehr als 100 Bögen Schleifpapier und 10 Rollen Tesaflex verbraucht. Über 2.000 Arbeitsstunden von 3 Ausbildern und 15 Auszubildenden der Lufthansa Technik waren nötig das Flugzeug wieder herzurichten.

 

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