Ford T-Modell und Varianten

Werbung

Es war der erste in Serie hergestellte Motorwagen der Welt und hat für Automobile die Fließbandarbeit eingeführt. Das Ford Model T (Tin Lizzy ~ Blech-Liesel) war zu seiner Bauzeit im wahrsten Sinne Motor der Massenmotorisierung in USA. Der Ford Modell T wurde zwischen 1908 und 1928 in weit mehr als 15 Millionen Exemplaren gebaut. Das war ein Rekord, den Volkswagen erst mit dem Käfer in den 60er Jahren überholte.

Ford T Roadster
Ford T Roadster

Der 4-Zylinder-Motor mit 2,9-Liter Hubraum leistete 20 PS bei 1800/min und hatte ungefähr 100 Nm Drehmoment. Der Hubraum macht es möglich. Immerhin wurde damit eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 60 km/h geschafft. Der Benzinverbrauch war mit 12 Liter/100km und mehr auch zur damaligen Zeit recht hoch.

Die Bedienung zum Fahren war damals anders als heute. Der Ford Model T hat drei Pedale. Das linke Pedal ist für das Einlegen des ersten Gangs notwendig und das mittlere Pedal für den Rückwärtsgang. Rechts befindet sich die Bremse. Ein Schalthebel war noch nicht bekannt, denn nach dem Anfahren wechselte der Fahrer vom ersten in den zweiten Gang und es war also durch diese Konstruktion keine weitere Pedalbetätigung notwendig. Die Motordrehzahl wurde über einen Hebel am Lenkrad erhöht, also Handgas! Für heutige Fahrer eines Ford T ist die Bedienung sehr gewöhnungsbedürftig. Die Bremse wirkte auch nur auf die Hinterachse.

Große Bodenfreiheit und das hohe Drehmoment des Motors gestattete auch das Fahren auf den damals noch schlechten Wegen in Amerika ohne einen Antrieb auf vier Rädern.

Ford Model-T Rennversion (Racer)
100 Jahre alt ist der Ford T Speedster

Erstaunlicherweise entstanden auf Basis des sehr robusten Chassis offene und geschlossene Versionen und Pickup, ebenso auch Rennversionen des Ford T. Abgelöst wurde die Produktion durch das Nachfolgemodell Ford A.

Nach dem Beitrag über den Ford T erfuhr ich von einer Welttournee mit diesem Veteran. Letztes Jahr haben die Eigentümer Afrika durchquert und in diesem Jahr sind die Abenteurer auf einer Welttour mit dem Oldtimer durch die USA. Wer mehr über die Erlebnisse und die 50.000 Meilen lesen möchte, klickt den Link zur Webseite mit dem Berichten an: www.tfordworldtour.org. Es ist eine gemeinnützige Aktion zugunsten der SOS Kinderdörfer.

Zum Lesen und Ansehen empfohlen

Ponton Karosserien der 50er Jahre –... In den 50er Jahren war die sogenannte Ponton Karosserie für die Gestaltung der Karosserien damals die aktuelle Moderichtung. Was zeichnet diese spezie...
Ford Transit Kleinbus Der VW T1 erlebt in seinen verschiedenen Versionen, ob als Pritsche, Kastenwagen oder als Kleinbus mit Fenstern im Dach (Samba) momentan einen Hype un...
Wer kann das H-Kennzeichen 2017 beantrag... Im Jahr 2017 können überlebende Yountimer (modern classic) mit Erstzulassung im Jahr 1987 das H-Kennzeichen nach erfolgter Prüfung bei der Zulassungss...
Seltene Kleinwagen, Rennwagen und mehr i... Über das Museum P.S.Speicher in Einbeck wurde im Klassiker- und Motormagazin schon des öfteren berichtet. Zu kurz kam bisher die Berichterstattung übe...
Werbung

 

Werbung