Motorsport-Legende feiert Geburtstag: 85 Jahre

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Hans Herrmann, einer der erfolgreichsten und bekanntesten Werksrennfahrer der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, feiert am 23. Februar 2013 seinen 85. Geburtstag. Der 1928 in Stuttgart geborene Langstreckenspezialist gilt als einer der zuverlässigsten Rennfahrer seiner Zeit. Während seiner von 1952 bis 1970 dauernden Motorsportkarriere hat Hans Herrmann mehr als 80 Gesamt- und Klassensiege erzielt.

Sebring 1956 Hans Herrmann Porsche Typ 550 Spyder
Sebring 1956 Hans Herrmann Porsche Typ 550 Spyder © Fotoquelle und Bildrechte: 2013 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Hans Herrmann begann seine Rennsportkarriere Anfang 1952 auf einem privaten Porsche 356 1500 und der Teilnahme an Bergrennen, Rallyes und Zuverlässigkeitsfahrten. Ein Jahr darauf erzielte er zusammen mit Richard von Frankenberg bei der Rallye Lyon-Charbonnieres den fünften Gesamtplatz.

Hans Herrmann
Hans Herrmann
© Fotoquelle und Bildrechte:
2013 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein nahm ihn daraufhin in die Porsche-Werksmannschaft auf. Im 550 Spyder ging Hans Herrmann 1953 bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start und holte zusammen mit Helmut Glöckler auf Anhieb den ersten Platz in der 1,5-Liter-Hubraumklasse.

Nachdem sich Herrmann 1953 den Titel des Deutschen Sportwagenmeisters gesichert hatte, wurde der legendäre Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer auf ihn aufmerksam und berief den 26jährigen in seine Werksmannschaft. In der Königsklasse des Motorsports steuerte Hans Herrmann den Mercedes-Silberpfeil W 196 und bildete mit Spitzenfahrern wie Juan Manuel Fangio und Karl Kling ein Team. Parallel dazu startete er 1954 weiterhin für Porsche in den kleineren Hubraumklassen. Im 550 Spyder erzielte er vielbeachtete Klassensiege bei der Mille Miglia und der Carrera Panamericana.

Als sich Daimler-Benz im Jahr 1955 vom Rennsport zurückzog, folgten für Hans Herrmann Formel 1-Einsätze auf Maserati und BRM sowie Rennteilnahmen als Borgward-Werksfahrer. 1957 wurde er Vize-Europa-Bergmeister, bevor er 1959 in das Porsche-Werksteam zurückkehrte. Zusammen mit Joakim Bonnier erzielte Hans Herrmann 1960 auf dem Porsche 718 RS60 Spyder den Gesamtsieg bei der Targa Florio sowie im Porsche 718/2 das Formel 2-Championat. Bei den 12 Stunden von Sebring siegte er gemeinsam mit Olivier Gendebien. 1963 verließ Hans Herrmann die Porsche KG und fuhr nun für den Rennstall von Carlo Abarth.

1.000 km Nürburgring, Porsche 718 RSK: Porsche Mitarbeiter Huschke von Hanstein im Gespräch mit Hans Herrmann, 1959.
1.000 km Nürburgring, Porsche 718 RSK: Porsche Mitarbeiter Huschke von Hanstein im Gespräch mit Hans Herrmann, 1959
© Fotoquelle und Bildrechte: 2013 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

1966 kehrte Hans Herrmann erneut in die Porsche-Werksmannschaft zurück. Er startete nicht nur bei allen großen Langstreckenrennen und Läufen zur Europa-Bergmeisterschaft, sondern führte auch unzählige Testfahrten in Weissach durch. Das Porsche-Werksteam erzielte mit den Piloten Hans Herrmann, Jo Siffert, Vic Elford und Rolf Stommelen 1969 erstmalig für die Porsche KG die Markenweltmeisterschaft der Prototypen. 1970 gelang Hans Herrmann ein fulminanter Abschluss seiner Karriere: Bei seinem elften Le Mans-Start brachte er im Porsche 917 KH den ersten Gesamtsieg nach Zuffenhausen. Er nahm diesen motorsportlichen Höhepunkt als Anlass, sich mit 42 Jahren vom aktiven Rennsport zurückzuziehen. Hans Herrmann lebt seitdem mit seiner Frau Magdalena in der Nähe von Stuttgart und hat als erfolgreicher Geschäftsmann das Unternehmen „Hans Herrmann Autotechnik“ aufgebaut. Als Pilot historischer Rennfahrzeuge ist Hans Herrmann zudem bis heute auf zahlreichen Oldtimerveranstaltungen für das Porsche-Museum aktiv.

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