Orientierungsfahrten in der Sanduhr-Klasse

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In einigen Ausschreibungen für Orientierungsfahrten wird darauf hingewiesen, dass lediglich
mechanische Uhren zur Zeitmessung erlaubt sind. Sanduhrklasse ist auch eine Klassifizierung bzw. Wertungsklasse bei Oldtimer Rallyes. Was bedeutet das für den Einsatz von Messinstrumenten?

BMW 02er mit Wegstreckenzähler der Sanduhr-Klasse

Es dürfen beim Passieren der Lichtschranken und Geschwindigkeitskontrollen keine elektronischen, sondern nur mechanische Geräte eingesetzt werden. Wegstreckenzähler müssen mechanisch angetrieben werden und Stoppuhren dürfen keine Batterien besitzen. Der Einsatz von Mobiltelefonen ist während der Fahrt ebenfalls verboten.

Durch diese Regelungen werden viele Teams mit ihren Fahrzeugen von der Teilnahme ausgeschlossen, denn reine mechanische Wegstreckenzähler wurden lediglich bis Mitte der 70er Jahre gefertigt. Diese Mechaniken sind heute auf dem Markt gebraucht nur für sehr hohe Preise zu kaufen.

Heutige Retro Wegstreckenzähler haben ein elektronisches Innenleben, aber die Rollen des Zählwerkes werden mechanisch angetrieben. Diese Geräte werden von manchen Veranstaltungen neben HALDA, GEMINI und HEMO Geräten als Wegstreckenmesser in der Sanduhr-Klasse zugelassen, da die Zählwerke mechanisch arbeiten.

Wenn in der Ausschreibung steht, die Benutzung von elektronischen Entfernungs-Messgeräten <10m ist nicht gestattet, so bedeutet es, dass Wegstreckenzähler mit 10m Anzeige erlaubt sind. Fast jede touristische oder sportliche Veranstaltung hat eigene Regeln. Vor einer Nennung sollte der mögliche Teilnehmer also sehr genau die Ausschreibung lesen. Grundsätzlich muss doch mal nachgedacht werden, ob im Zeitalter der Elektronik diese Regeln nicht als überholt angesehen werden müssen. Elektronische Geräte sind wegen fehlender Mechanik für den Besitzer eines Oldtimers preiswerter und die Zahlen sind besser ablesbar. Gegner dieser Ansicht meinen, dass in einen Oldtimer keine Elektronik gehört und die Benutzung von elektronischen Helfern einem Stilbruch gleich kommt. Bereits in einem Golf GTI der ersten Serie wurde eine elektronische Multifunktionsanzeige eingebaut und diese Autos tragen auch schon das H-Kennzeichen.

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