Artikelformat

40 Jahre SEAT Bocanegra

Das SEAT-Coupé „Bocanegra“ von 1975 ist in Deutschland praktisch unbekannt und feiert sein 40. Jubiläum. Das Auto wurde 1975 in Spanien vorgestellt und bis 1980 gebaut. Es ist für die Spanier eine echte Ikone ihrer Automobilgeschichte, ähnlich dem VW Golf I GTI in Deutschland. Die schwarze Schnauze, so die Übersetzung von „Bocanegra“, hat dem Coupé den Spitznamen eingebracht. In der Hochzeit der diversen Rallyes wurde bei vielen Autos die Front oder die Motorhaube mattschwarz lackiert, zum Beispiel VW Käfer 1303 Rallye, Opel Kadett Rallye, Opel Commodore, Ford Capri, Ford 17m RS, FIAT 128 Rally u.a., um damit zumindest optisch sportlich zu erscheinen.

SEAT Coupe Bocanegra

SEAT Coupe Bocanegra © Fotoquelle und Bildrechte: Autostadt

Der Bocanegra verfügt über das Chassis des FIAT 128 3p, den Motor des FIAT 124, ein SEAT Getriebe als Eigenentwicklung, um den Motor quer einzubauen.

Hier noch einige Anmerkungen zu SEAT. Die Marke gehört heute zum Volkswagen Konzern. 1950 wurde SEAT in Spanien gegründet. Alle Modelle orientierten sich an der Palette von Fiat. Spanien war ein faschistisches Land, regiert durch den Diktator Franco. Dessen Tod im 1975 öffnete die iberische Halbinsel hin zum modernen Europa. Im selben Jahr wurde der erste SEAT aus eigener Entwicklung vorgestellt. Es war das 1200 S Coupé, wie es auf dem Bild zu sehen ist.

Später wurde der Motor mit 1300 ccm Hubraum angegeben. Dieses sportliche Auto war damals für die Spanier ein Manifest der Eigenständigkeit. Lediglich knapp 20.000 Exemplare entstanden, andere Quellen nennen 30.000 Exemplare zwischen 1976 und 1978. Der zur gleichen Zeit im Programm von SEAT gewesene 128 3p hatte mit der Heckklappe und umlegbarer Rückbank klare Vorteile im Alltag. Das schlug sich auch in den Produktionszahlen nieder. Offensichtlich wollte damals SEAT beweisen, dass man auch eigene Fahrzeuge entwickeln kann. Heute ist der kleine Sportwagen daher eine absolute Rarität.

Quelle: Achim Gandras (o-y-app.com) u.a.

Werbung
Werbung

 

Werbung

 

Danke sagen!
Die Redaktion freut sich über eine kleine Unterstützung von 5,00 € oder das Teilen des Beitrags:

Zum Lesen und Ansehen empfohlen