Octane bringt frischen Wind in den Oldtimer Blätterwald

Octane war ursprünglich eine britische Oldtimer Zeitschrift, die inzwischen in verschiedenen Ländern wie Frankreich, Italien, Japan, Niederlande, Schweden und inzwischen in Deutschland mit jeweils eigenen Chefredaktionen erscheint. Sie ist eine wohltuende Abwechslung bei den vielen angeboten und lesenswert.

Octane Autoklassiker & SportwagenDie Zeitschrift erscheint jeden zweiten Monat und so haben die Redakteure und Fotografen genügend Zeit ein guten Inhalt zu komponieren. Ein Verbund über Ländergrenzen hinweg hat auch den Vorteil, dass man so in seiner deutschen Ausgabe auch interessante Themen aus den Partnerländern in deutscher Sprache lesen kann. Aus meiner Sicht mischt die für Deutschland neue Fachzeitschrift für «Autoklassiker und Sportwagen», zumindest den deutschen Oldtimer-Fachzeitschriften-Markt, etwas auf. In jedem, ca. 150 Seiten umfassenden Exemplar, werden Themen und Bilder gedruckt, die überwiegend nicht im Internet zu finden sind.

Ich habe schon immer Freude an Klassiker-Zeitschriften, die von der britischen Insel kommen. Sie vermitteln mehr Emotionen als vergleichbare Produkte aus den deutschsprachigen Verlagen und vermitteln Geschichte auch außerhalb unseres Landes. Auch ist in vielen Artikeln die Bildauswahl sehenswert. Offensichtlich werden von der Chefredaktion Fotografen und Fotografinnen bevorzugt, die gestaltete Lichtbilder von den Objekten produzieren und nicht einfache Lichtbilder wie fast jeder Mann oder Frau sie heute knipst.

Auf jeden Fall sind viele Artikel aus meiner Sicht zeitlos und insofern wieder einmal eine Autoklassiker Zeitschrift, bei der sich das Aufheben jedes Exemplars lohnt.

Ich habe einen eigenen und subjektiven Qualitätsmaßstab für guten und interessanten Journalismus: Es ist die Zeitdauer, die ich benötige, um eine Zeitschrift und deren Inhalt zu konsumieren. Bei der Octane benötige ich im Verhältnis sehr lange im Verhältnis zu anderen angebotenen Oldtimer-Fachzeitschriften zum Lesen.

Man sollte sich bei den Monatsangaben auf dem jeweiligen Titelblatt nicht täuschen lassen, denn britische und amerikanische Zeitschriften sind ihrer Zeit immer weit voraus!

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt zum Schluss an die Redaktion: Bitte vergrößert das Schriftbild etwas, denn Menschen ab 45 Jahre ohne geeignete Lesebrille ist die Schrift in den Artikeln zu klein!

Egal, ob man die Octane in der Werkstatt, Garten oder auf der Couch liest, der Lesespaß bleibt gleich.

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