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Renault 4CV alias Crèmeschnittchen

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Anlass für diesen Artikel sind einmal mehr bemerkenswerte s/w Fotos von Michael Schlenger. Er hat sich den Details des Renault 4CV alias Crèmeschnittchen angenommen.

Renault 4CV Frontverzierung, Foto: Michael Schlenger

Der Renault 4CV wurde seit 1942 im besetzten Frankreich heimlich entwickelt, weil die deutsche Besatzungsmacht die Entwicklung und Produktion von zivilen Kraftwagen verboten hatte. Präsentiert wurde die erste Serie des Renault 4 CV im Oktober 1946 auf dem Pariser Autosalon. Der Renault 4CV war nach dem Konzept des Volkswagen Typ 1 Käfer mit einem Heckmotor und Heckantrieb ausgerüstet. Jedoch besaß er einen mit Wasser gekühlten 4-Zylinder-Reihenmotor. Die Produktion begann 1947 und dauerte bis 1961. Insgesamt sind 1,1 Millionen 4CV gebaut worden. Auch außerhalb Frankreichs wurde der französische Volkswagen in Spanien bei FASA, mit in Frankreich vorgefertigten Teilen, montiert. Die Bezeichnung 4CV steht, wie beim Citroën 2CV für die französische Steuerklasse „CV“.


Die Bilder in diesem Beitrag stammen von Michael Schlenger.

Im Saarland waren die Renault 4CV auch sehr populär, da auf die Fahrzeuge kein Zoll bezahlt werden musste, im Gegensatz zu Fahrzeugen, die aus dem damaligen Deutschland importiert wurden. Dort wurden wohl viele Fahrzeuge in der Farbe „Crème“ ausgeliefert. Da das Familienauto so klein war und Rundungen besaß erinnerte es die Saarländer eben an ein Crèmeschnittchen. Das hier in den Bildern gezeigte Exemplar ist besonders prächtig, da die ausgefallenen Sternfelgen (jantes étoiles) sehr gut zu der frühen Version im Art déco Stil passen. Das abgebildete Fahrzeug war wohl zum Zeitpunkt der Aufnahme kürzlich frisch restauriert worden. Es gab auch noch einen anderen Spitznamen für den Renault 4CV: „Motte de Beurre“.

Weitere und recht persönliche Informationen und Meinungen zum Renault 4 CV alias Crèmeschnittchen finden sie mit diesem Link.

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