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Paul Pietsch Classic 2014 mit BMW 2002 GT4 Frua

Weinberge, FlusstĂ€ler und die HöhenzĂŒge des Schwarzwaldes bilden die Kulisse fĂŒr die Paul Pietsch Classic 2014. Bei der zum dritten Mal ausgetragenen GleichmĂ€ĂŸigkeits- und ZuverlĂ€ssigkeitsfahrt fĂŒr historische Automobile, die am 6. und 7. Juni 2014 auf landschaftlich reizvollen Strecken im SĂŒdwesten Deutschlands stattfand, gingen 103 Teilnehmer an den Start, darunter drei außergewöhnliche Fahrzeuge aus dem Bestand der BMW Group Classic. So haben die Zuschauer der Paul Pietsch Classic 2014 die seltene Gelegenheit, den BMW 2002 GT4 Frua in Aktion zu erleben. Das elegante CoupĂ© ist ein EinzelstĂŒck, das 1970 auf der Basis eines BMW 2002 ti von dem italienischen Karosseriebauer Pietro Frua entworfen und gefertigt wurde. An den historischen ersten Sieg des classic Mini bei der Rallye Monte Carlo vor 50 Jahren erinnert das zweite Fahrzeug aus dem Fundus der BMW Group Classic: ein Mini Cooper S aus dem Jahr 1963. Komplettiert wird das Trio von einem GlanzstĂŒck aus der 110-jĂ€hrigen Geschichte der Marke Rolls-Royce. Im Rolls-Royce Silver Cloud I Drophead CoupĂ© aus dem Jahr 1957, das ebenfalls zum Starterfeld der Paul Pietsch Classic 2014 gehört, wird Offenfahren zu einem exklusiven und stilvollen Erlebnis.

Beutler-Porsche

Beutler-Porsche bei der Paul Pietsch Classic 2014 Auto-Medienportal.Net/ Volkswagen

Zur Paul Pietsch Classic 2014 sind historisch wertvolle Oldtimer aus den Jahren 1924 bis 1976 und ausgewĂ€hlte Youngtimer bis zum Baujahr 1992 zugelassen. Die Starterliste umfasst ein buntes Spektrum an Marken und Modellen, eine der auffĂ€lligsten RaritĂ€ten im illustren Feld ist der BMW 2002 GT4 Frua. Das viersitzige CoupĂ© entstammt der BlĂŒtezeit der „italienischen Design-Schule“, zu deren herausragenden Vertretern der Turiner Pietro Frua gehörte und die neben vielen Serienmodellen regelmĂ€ĂŸig auch spektakulĂ€re Konzeptstudien und Einzelanfertigungen hervorbrachte.

Frua hatte in den 1960er-Jahren unter anderem fĂŒr den Dingolfinger Automobilhersteller Glas das Karosseriedesign mehrerer Modelle entworfen. So stammten etwa der Glas 1300 GT, der Glas 1700 und das V8-Modell Glas 2600 aus seiner Feder. Diese Modelle blieben auch nach der Übernahme der Firma Glas durch die BMW AG zum Jahreswechsel 1966/67 im Programm. Inspiriert vom sportlichen Charakter des BMW 2002 ti schuf Frua wenig spĂ€ter einen eleganten ZweitĂŒrer, der die technische Basis des MĂŒnchner Erfolgsmodells mit italienischer Leichtigkeit im Design kombinierte. Der 120 PS starke Vierzylinder-Motor mit Doppelvergasern, ein Cockpit mit den Rundinstrumenten des BMW 2500 und die von Frua gestaltete Karosserie bilden eine noch heute faszinierende Einheit. Der BMW 2002 GT4 Frua wurde im Herbst 1970 auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt und anschließend in die Schweiz verkauft. Seit 2002 ist das Fahrzeug im Besitz der BMW Group. Nach einer sorgsamen Restauration wird das CoupĂ© von der BMW Group Classic bei ausgewĂ€hlten Oldtimer-Veranstaltungen eingesetzt.

Zur deutsch-italienischen Koproduktion gesellen sich bei der Paul Pietsch Classic 2014 zwei Klassiker aus Großbritannien. LegendĂ€ren Sportsgeist verkörpert dabei der Mini Cooper S aus dem Jahr 1963, jenes Modell, das der britischen Kleinwagen-Marke zu drei Gesamtsiegen bei der Rallye Monte Carlo verhalf. Der Überraschungs-Coup des irischen Werksfahrers Patrick „Paddy“ Hopkirk vor 50 Jahren gehört bis heute zu den spektakulĂ€rsten Erfolgen der Motorsport-Geschichte. In ihrem ebenso agilen wie zuverlĂ€ssigen classic Mini konnten sich Hopkirk und sein britischer Co-Pilot Henry Liddon im Winter 1964 gegen die zumeist deutlich stĂ€rker motorisierte Konkurrenz durchsetzen – ein KunststĂŒck, das im Jahr darauf von Timo MĂ€kinen und 1967 von Rauno Aaltonen wiederholt wurde und den Mini Cooper S nicht nur zum Favoritenschreck, sondern auch zum Publikumsliebling machte.

Eine völlig andere Facette britischer Automobilbaukunst reprĂ€sentiert das Rolls-Royce Silver Cloud I Drophead CoupĂ© aus dem Bestand der BMW Group Classic. Der Rolls-Royce Silver Cloud, gebaut von 1955 bis 1966, war das letzte Modell der britischen Luxus-Marke, bei dem die Kunden alternativ zu der ab Werk lieferbaren AusfĂŒhrung eine nach eigenen WĂŒnschen gefertigte Sonderkarosserie wĂ€hlen konnten. Bei dem fĂŒr die Paul Pietsch Classic gemeldeten Fahrzeug wurde diese Möglichkeit im Sinne grĂ¶ĂŸtmöglichen FahrvergnĂŒgens genutzt. Das 1957 bei Rolls-Royce gefertigte Chassis erhielt beim renommierten Karosseriebauer H. J. Mulliner & Co. in London einen offenen Karosserieaufbau. Die Lackierung in Wedgewood Blue unterstreicht die stilvolle Ausstrahlung des Drophead CoupĂ©, das zu den nur 22 offenen Exemplaren gehört, die auf der Basis des Rolls-Royce Silver Coud der ersten Serie entstanden. Eine weitere Besonderheit des Rolls-Royce Silver Cloud I Drophead CoupĂ©. Es ist eines der letzten Fahrzeuge in der 110-jĂ€hrigen Geschichte der Marke, die mit einem Reihensechszylinder-Motor ausgeliefert wurden. Der 4,9 Liter große und 155 PS starke Antrieb wurde 1959 mit der EinfĂŒhrung des Rolls-Royce Silver Cloud II von einem V8-Triebwerk abgelöst.

Die Paul Pietsch Classic 2014 wird an beiden Veranstaltungstagen in Offenburg, dem „Tor zum Schwarzwald“ gestartet und endet jeweils auch dort. Die Wettfahrt wird vom Verlag Motor Presse Stuttgart organisiert und erinnert an den 2012 im Alter von 101 Jahren verstorbenen Rennfahrer und Verleger Paul Pietsch. Die erste Etappe fĂŒhrt am 6. Juni 2014 ĂŒber 224 Kilometer in die Region des Kaiserstuhls. Am zweiten Tag starten die Teilnehmer zu einer zweiten Rundfahrt, die nun ĂŒber Schwarzwaldstraßen nach 249 Kilometern ebenfalls zurĂŒck zum Startpunkt fĂŒhrt, wo im Anschluss die Siegerehrung stattfindet.

Quelle: BMW Group

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