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50 Jahre BMW 2000 C/CS Coupé

Die Fachpresse war vom BMW 2000 C/CS vor 50 Jahren begeistert, sowohl in den USA als auch in Deutschland. Der BMW 2000 CS ist hingegen von zeitloser Eleganz wie die optisch nur sanft weiterentwickelten und bis Ende 1975 gebauten BMW 2800 CS/3.0 CS (Typ E9) bewiesen.

Vorgaben bei Design und Technik

Der BMW 2000 CS war ein Coupé von Welt. Der 2000 CS sollte kein abgehobener Traumwagen wie zuletzt die Coupés 3200 CS und 503 sein, sondern eine Wiedergeburt des BMW 327 zwischen Fahrleistung eines rassigen Sportwagens und dem Fahrkomfort eines luxuriösen Reisewagens.

Tatsächlich zählte der 2000 CS damals zu den schnellsten Vierzylindern. Er konnte es sogar mit leichtgewichtigen Sportlern wie Glas 1700 GT oder Porsche 912 aufnehmen.

Als Option war der Wagen mit einem von ZF gelieferten Automatikgetriebe lieferbar. Das Getriebe hatte die damals üblichen drei Gänge.

BMW 2000 CS

BMW 2000 CS (1965 – 1970)

BMW 2000 C/CS Design

BMW-Chefdesigner Wilhelm Hofmeister hatte das BMW-Flaggschiff gezeichnet und unter anderem mit den trapezförmigen Abdeckungen über den Scheinwerfern stilistische Akzente gesetzt. Gleichwohl hielt er sich an die Vorgabe, eine deutliche Verwandtschaft zu den »Neue-Klasse« Limousinen erkennen zu lassen. Das gelang ihm durch die auf Höhe der Gürtellinie umlaufende Zierleiste. Innen war die Ausstattung schick und außen folgte der Typ italienischen Linien. Die Coupés der »Neuen Klasse« hoben BMW vor 50 Jahren ins High-Society-Segment und auch ohne V6- und V8-Motoren.

Ansonsten brach Hofmeister mit den üblichen Grundsätzen der Coupé-Entwicklung. Denn bei anderen Herstellern wurden zwischen Limousine und Coupé meist nur kostengünstige Detailmodifikationen an der Karosserie vorgenommen, zum Beispiel verkürzter Radstand, Entfall der B-Säule und eine stärker geneigte C-Säule wie etwa bei den Coupés von Opel Rekord, Opel Diplomat oder Ford Taunus 17 M/20 M.

Das vor 50 Jahren neue Designkonzept, der noch heute gefällig gezeichneten BMW 2000 C mit 100 PS bzw. 2000 CS mit 120 PS wirklich war, zeigte sich im weiter entwickelten Nachfolger, BMW E9, der 1968 präsentiert wurde. Der 2800 CS transferierte die Linien des Vierzylinders in die Sechszylinder-Liga und wurde mit verschiedenen Motoren bis 1975 mehr als 30.000 Mal verkauft. Für den von 1965 bis 1970 gebauten BMW 2000 C/CS gab es lediglich knapp 14.000 Käufer. In Großbritannien fanden nur 148 rechtsgelenkte Coupés einen Käufer. Das zweitürige Coupé wurde bei Karmann gebaut.

Wirtschaftliche Erfolg

Der große wirtschaftliche Erfolg war es nicht für BMW, denn für damals sehr hohe Kosten von 17.000 DM wurde nur ein Coupé mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor geboten.

Wettbewerber des BMW 2000 C/CS

Die Wettbewerber in dieser Preisklasse hatten damals größere Motoren, zum Beispiel Alfa Romeo 2,6 Liter Sechszylinder, Glas 2,6 Liter V8 und Opel Diplomat 5,4 Liter V8. Lediglich der damalige Porsche 912 verfügte über einen kleinen Vierzylinder und punktete zusätzlich mit dem optischen Prestige des Elfers.

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