Stilsichere Oldtimer-Bekleidung – Sportmütze – Flat Cap

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Schiebermütze - Flat Cap
Schiebermütze – Flat Cap
In letzter Zeit ist nicht nur dem Autor aufgefallen, dass bei Veranstaltungen mit historischen Fahrzeugen viele Beteiligte zum Erscheinungsbild der Fahrzeuge wenig passende Kleidung tragen.

Europa hatte bereits vor dem Siegeszug der US-Freizeitbekleidung genügend eigenständige Lösungen für alle Lebenslagen entwickelt. Anschauungsmaterial bieten Originalfotos aus der Fotokiste.

Wer seinen Oldtimer originalgetreu restauriert hat, sollte auf Reisen eigentlich auch kleidungstechnisch den Anspruch haben, zumindest ein halbwegs zeitgenössisches Erscheinungsbild im Fahrzeug abzugeben.  

Zu den Themen Vintage oder Retro Mode wurden im Klassiker- und Motormagazin bereits einige Beiträge veröffentlicht. Aus besonderem Anlass möchte ich heute etwas über die geeigneten Kopfbedeckungen berichten.

Kopfbedeckungen für Lenker von historischen Fahrzeugen

Als Kopfbedeckung für Cabrio-Fahrer bietet sich die Cabriolet-Mütze bzw. Cabriolethaube aus Leder an. Sie schützt Kopf, Ohren und Nacken vor Wind und Regen. Ein Windschott ist mit einer Cabriolethaube nicht erforderlich, denn auch dieses “moderne Zubehör” ist unpassend.

Cabriomütze bzw. Cabriohaube
Cabriomütze bzw. Cabriohaube aus weichem Leder

Die Ballonmütze ist eine Schirmmütze, die im Gegensatz zur Schiebermütze kein flaches, sondern ein ballonartig aufgewölbtes Dach hat. In der Regel besteht die Ballonmütze aus acht Teilen, die oft in der der Mitte mit einem Knopf oder einer kleinen Bommel bekrönt ist. Zumeist ist ein flexibler Schirm angebracht. Im Englischen wird diese Mützenform als Newsboy Cap, Eight Piece Cap oder Gatsby Cap bezeichnet.

Die Schiebermütze oder auch als Sportmütze, Casquette, Batschkapp und Flat Cap bezeichnet, hat ein flaches Dach. Das barettähnliche Oberteil ragt nach vorne über einen meist flexiblen und durchgenähten Schirm. Die Mütze lässt sich zusammengelegt in der Tasche transportieren. Der Name geht zurück auf die Berliner Bezeichnung „Schieber“ für Vorarbeiter. Sie war ein Teil der Berufsbekleidung und hatte früher auch eine Schutzfunktion. Die Schiebermütze war speziell in den 1930er Jahren verbreitet und ist eigentlich bis heute als Kopfschutz vor Sonne und Regen populär. Die Schiebermütze sitzt bei Gegenwind bzw. starkem Fahrtwind besser als die Ballonmütze.

Materialauswahl für Kopfbedeckungen

Achten sollte man bei der Auswahl auf natürliche Materialien, also reine Wolle oder als leichtere Variante aus Baumwolle. Sehr preiswerte Mützen bestehen aus einem subjektiv unangenehmen Mischgewebe aus diversen Kunstfasern. Eine Mütze aus Wollfilz oder sonstigen dicken Wollstoffen kann bei Regen einiges an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass der Kopf nass wird. Qualität hat auch hier einen höheren Preis als Ramschware.

Farben und Muster

Was Farbe und Muster angeht, sind gedeckte Farben und klassische Muster wie Fischgräte- oder Salt & Pepper-Muster stets eine gute Wahl zum klassischen Automobil. Karo könnte als “Angelkleidung” oder als „Sherlock-Holmes Plagiat“ interpretiert werden.

Passform und Kopfgröße vor dem Kauf messen

Bei der Passform sollte man darauf achten, dass die Mütze fest sitzt, aber nicht einengt. Nach ein paar Stunden kann sich eine zu kleine Mütze ähnlich wie bei einem zu kleinen Motorradhelm durch Druck am Kopf rächen. Gemessen wird der Kopfumfang mit einem Maßband in cm. Weltweit gelten die Größen XS (52 – 53 cm), S (54 – 55 cm), M (56 – 57 cm), L (58 – 59 cm), XL (60 – 61 cm) und XXL (62 – 63 cm).

Beispiele für Vintage- und Retro-Kleidung

Im Klassiker- und Motormagazin sind bereits einige Beiträge mit vielen Fotos zu den Themen Vintage oder Retro Mode erschienen.

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