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Saisonstart in Hockenheim 2014

Strahlender Sonnenschein war die Garantie für gute Laune bei Besuchern und Händlern auf der Frühlings-Veterama 2014 auf dem Hockenheimring.

Bereits am Freitagnachmittag waren die meisten Stände aufgebaut und die „Insider“ gingen auf Schnäppchenjagd. Die Waren lagen deponiert auf den Tischreihen, in Regalen und manchmal auch auf dem Boden, einige Schätze in Kisten verborgen. Gerade bei den nicht ganz so professionellen Händlern, ist „Handeln“ durchaus noch angesagt.

Veterama Hockenheimring 2014

Veterama Hockenheimring 2014 © Fotoquelle und Bildrechte: Franz Mahr

Als sich am Samstag um 8:30 Uhr die Tore öffneten, die unter den Tribünen hindurch in das weiträumige Fahrerlager führten, herrschte in den Gängen zwischen den Ständen nach kurzer Zeit enges Gedränge. Die ersten schwergewichtigen und sperrigen Fundstücke wurden dann ins „Service Depot“ geschleppt, um später abgeholt zu werden.

In die „Show Arena“ rollten die Old- und Youngtimer zur Präsentation für das Publikum an. Nach kurzer Zeit kam vom Tor 1 bereits die Ansage, dass bereits 200 gekommen waren und noch kein Ende in Sicht war.

In diesem Jahr präsentierte die Veterama ein Rahmenprogramm. Driftfahrer zeigten auf ihren speziell für diesen Sport präparierten Rennwagen wie man ein derart PS strotzendes Fahrzeug im Grenzbereich beherrschen kann. Sehr zum Wohlgefallen der Besucher und Aussteller, die sich schnell ihre Plätze auf den Innentribünen suchten, um bessere Sicht auf die spektakulären Drifts in der Sachs-Kurve zu haben. Andere zog es direkt ins Auto, denn es wurden Taxifahrten auf dem Hockenheimring angeboten. Es dröhnten die Motoren und Reifen entledigten sich dem Gummi auf denen sie rollten.

Die Palette der angebotenen Fahrzeuge war äußerst beeindruckend. Hier sind einige Beispiele:
DKW Sonderklasse Baujahr 1958, schwarz mit charmanter Patina für 8.500 € und noch ein DKW als eleganter Sportwagen mit der Typenbezeichnung SP von 1961 für 25.000 €. Ein Opel Rekord A von 1964 in vornehmer hellgrauer Lackierung mit 70.000 Originalkilometern für 10.950 €. Ein wunderschöner Lagonda von 1935, perfekt restauriert für 99.500 €. Der Mercedes Benz 280 SE von 1978 sollte stolze 12.500 € bringen.

Der kleine MG von 1972 war mit 8.400 € ausgezeichnet. Auf dem Preisschild eines Mercedes Benz 280 SL W 107 Baujahr 1979 in mittlerem Zustand stand 11.500 €. Der Mercedes Benz 420 SE W 126 von 1987 in einem wunderschönen weinrot mit harmonisch passender Innenausstattung sollte 6.500 € kosten. Natürlich ging es auch nicht ohne angebotener Mercedes Benz Pagode von 1966, der von Malaga angerollt war. Der Besitzer hat den Wagen mit 36.900 € ausgezeichnet. Ein BMW 1802 in weiß, Baujahr 1975, war mit 11.900 € beschildert. Der kleine Trojan-Kabinenroller von Heinkel, perfekt restauriert, war mit 12.500 € ganz sicher nicht überteuert. Da war noch der knallrote Ford Thunderbird von 1955, der angeblich einmal der legendären Marylin Monroe gehört haben soll. Das Fahrzeug war mit 39.900 € ausgezeichnet. Ob die die Geschichte stimmt?

Besonders beeindruckend für die Schrauberszene waren etliche Restaurierungsobjekte, wie zum Beispiel das komplette Fahrgestell eines Rolls-Royce Typ 20/25 Baujahr 1932, 8 Zylinder Motor, Spitzwand, Armaturentafel, Kühleraufgepumpten Reifen für 15.500 €. Dagegen war der zwar seltene, aber ziemlich abgeschabte Maico Champion, der im Jahr 1953 einmal ein „Neuwagen“ war, für 12.500 €, sicher nur etwas für spezielle und mutige Kleinwagensammler.

Die Liste der automobilen „Sonderangebote“ auf dem Marktplatz könnte hier beliebig fortgesetzt werden, denn vielfältig war das Angebot.

Es gab natürlich auch ein mehr als ausreichendes Angebot an Zweirädern: Angefangen vom Hochrad aus dem vorletzten Jahrhundert bis hin zu den Liebhaber-Maschinen der siebziger und achtziger Jahre. Eine Honda T 50 von 1967, die man liebevoll „little Honda“ nannte, hatte 1.500 € auf dem Scheinwerferglas stehen. Die Yamaha 250, die aus dem Jahr 1979 stammte, war für einen „Einsteiger“ für 1.000 € zu haben. Vespas gab es in allen Farben, allen Baujahren und fast in jedem Zustand. Dagegen war die Norton Commando für 9.500 € sicher schon etwas für Fortgeschrittene und auch die daneben stehende AJS von 1960 ohne Preisangabe lag sicher im höheren Preissegment. Eine BMW R 68, perfekt restauriert, war mit 35.000 € sicher eines der hochwertigsten Motorräder.

Noch eleganter und exklusiver wurde es dann im Glaspavillon, inmitten der Veterama. Dort hatten einige Händler eine Ausstellung an klassischen und hervorragend restaurierten Motorrädern aufgestellt.

Über 1.000 Händler, 2.500 Standbetreiber und mehr als 20.000 begeisterte Besucher sind der Beweis dafür, dass die Veterama am Hockenheimring eine Bereicherung für das „rostigste Hobby der Welt“ ist.

Die nächste Veterama auf dem Maimarkt in Mannheim findet vom 11. – 12. Oktober 2014 statt.

Wer gerne Eintrittskarten für die kommende Veterama gewinnen möchte, kann an dem Gewinnspiel teilnehmen.

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