Bremen Classic Motorshow 2016

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Datum:
05. 02. 16 - 07. 02. 16

Zeit:
09:00 - 18:00 Uhr

Ort / Start der Veranstaltung
Bremen Messe

Bundesland / Land:
Bremen


Die Bremen Classic Motorshow 2016 dauert von Freitag 05.02.2016 bis Sonntag, 07.02.2016 in den sieben Hallen der Messe Bremen. Die erste deutsche Oldtimermesse der Saison ist die größte in Nordeuropa.

Bremen Classic Motorshow 2014
Bremen Classic Motorshow 2014 © Fotoquelle und Bildrechte: Messe Bremen/ Jan Rathke

Keilform-Mode der 1970er-Jahre

Am Anfang war der Keil – das werden nach der Oldtimer-Saison 2016 nicht nur Steinzeitforscher, sondern auch viele Liebhaber alten Blechs wissen. Die Bremen Classic Motorshow widmet ihre Sonderschau diesmal der Keilform-Mode im Automobildesign. „Die 70er: einfach Keil“ – unter diesem Motto zündet die Messe Bremen ein Feuerwerk spektakulärer Sportwagen, die jenen im wahrsten Wortsinn schrägen Zeitgeist schufen.

Zu den Stars der Ausstellung zählen die Konzeptstudien Mercedes-Benz C-111 und BMW Turbo, die in den frühen 1970er-Jahren als absolute Traumautos aller Generationen galten – ob als unerfüllbare Verheißung auf den Titelseiten der Automagazine oder maßstabsgerecht verkleinert im Kinderzimmer.

Vorn flach und spitz, hinten hoch und stämmig, dazwischen eine Kür ansteigender Kanten – so sah sie aus, die futuristische Auto-Silhouette, die Anfang der Siebziger als greifbare Zukunft der Achtziger verkauft wurden. Die Turiner Styling-Schmiede Bertone keilte als erste aus, Chefdesigner Marcello Gandini wurde 1968 zum Urvater der schroffen Formsprache. Giorgetto Giugiaro, Gandinis Vorgänger bei Bertone und Gründer von ItalDesign, keilte dagegen – worauf sich die beiden Kontrahenten, die heute zu den größten Autodesignern aller Zeiten zählen, mit immer radikaleren Schaustücken einen aufsehenerregenden Kampf um die Krone der Keilform lieferten. Manche der Schaustücke aus den Federn Gandinis und Giugiaros entwickelten sich zu Prototypen serienmäßiger Traumautos – von denen vier Raritäten für die Sonderausstellung gesetzt sind: Lamborghini Countach, Maserati Khamsin, Lotus Esprit und Lancia Stratos.

BMW Turbo
BMW Turbo © Fotoquelle und Bildrechte: Stephan Lindloff / Bremen Classic Motorshow

Dass das Keil-Styling nicht nur ein Privileg flacher Super-Sportwagen war, zeigt der Aston Martin Lagonda als einziger Viertürer der Sonderschau: Der weltweit teuerste Serienwagen der Spätsiebziger steht so flach und kantig auf den Rädern, dass deren kreisrunde Formen wie stilistische Störsender wirken. 1976 brachte der Lagonda pure Science-Fiction auf die Straße – und einer faszinierten Fangemeinde die Gewissheit, dass dereinst alle Limousinen so aussehen würden.

Doch daraus wurde bekanntlich nichts: In den Marketing-Etagen der Automobilindustrie wurde die uniforme Gesichtslosigkeit der Modelle, die entweder müde aus Sehschlitzen oder dank Schlafaugen gar nicht auf den Asphalt blinzeln, immer lauter bemäkelt. Dass eine keilförmige Karosserie zwar einen annehmbaren Kompromiss zwischen Rasanz und Raumökonomie darstellt, das lange behauptete Aerodynamik-Ideal jedoch weit verfehlt, tat als späte Erkenntnis ein Übriges, um die Mode zu überholen. Immerhin spricht die strömungstechnische Perfektion in Gestalt eines Wassertropfens eher für das Gegenteil der Keil-Theorie.

Heute, rund vier Jahrzehnte später, steht die Keilform als Sinnbild für eine der bedeutendsten Design-Epochen im Automobilbau.

Nicht so schräg, aber mindestens genauso revolutionär ist die Sonderschau der Zweiräder. Unter dem Titel „Japan: 攻撃“ (auf deutsch „Japan: Attacke“) werden vor allem Rennmaschinen wie die Suzuki TR 750 und die elf-e Honda RSC gezeigt. Weitere Originale aus der Zeit von 1968 (Yamaha TD2) bis in die 80er Jahre (Kawasaki ZXR-7) unterstreichen die Wucht der japanischen Motorrad-Revolution.

Neben den spektakulären Keilen und den revolutionären Japanern erwartet die Besucher eine Auswahl von „Jungen Klassikern“, eine private Fahrzeugbörse mit über 200 Oldtimern im Parkhaus und eine große Anzahl an Ersatzteilen und Automobilia an über 250 Teilemarkt-Ständen.

Weiter Infos finden Sie auf der Webseite der Messe Bremen: www.messe-bremen.de


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