{"id":8178,"date":"2016-07-31T17:51:39","date_gmt":"2016-07-31T15:51:39","guid":{"rendered":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/?p=8178"},"modified":"2016-07-31T17:57:44","modified_gmt":"2016-07-31T15:57:44","slug":"subaru-baut-seit-50-jahren-boxer-motoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/subaru-baut-seit-50-jahren-boxer-motoren\/","title":{"rendered":"Subaru baut seit 50 Jahren Boxer-Motoren"},"content":{"rendered":"<p>Trendsetter sehen anders aus. Als vor 50 Jahren der kleine und unscheinbare Subaru 1000 zum ersten Mal auf Japans Stra\u00dfen rollte, konnte sich wahrscheinlich niemand vorstellen, dass mit dem Kleinwagen eine Epoche begann, die bis heute anh\u00e4lt. Die technischen Daten entsprachen den damals in Japan \u00fcblichen Leistungswerten f\u00fcr Kleinwagen: Ein Liter Hubraum und 55 PS klangen nicht \u00fcberw\u00e4ltigend. Doch unter der Haube zeigte der 1000 eine Antriebstechnik, die ihn aus der Masse der heimischen Modelle heraushob. Statt der \u00fcblichen Reihenvierzylinder hatte Subaru dem Wagen einen Boxermotor spendiert und damit eine Tradition eingel\u00e4utet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8180\" aria-describedby=\"caption-attachment-8180\" style=\"width: 730px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Subaru-1000-Coupe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Subaru-1000-Coupe.jpg\" alt=\"Subaru 1000 Coupe - 1968\" width=\"730\" height=\"369\" class=\"size-full wp-image-8180\" srcset=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Subaru-1000-Coupe.jpg 730w, https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Subaru-1000-Coupe-300x152.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8180\" class=\"wp-caption-text\">Subaru 1000 Coupe &#8211; 1968 \u00a9 Fotoquelle und Bildrechte: https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:TTTNIS<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei der Entwicklung des Modells hatten die Subaru-Techniker nicht zwingend die Boxer-Konstruktion im Blick, bei der sich die Zylinder gegen\u00fcber liegen, was den Namen erkl\u00e4rt. Der damalige Entwicklungschef Shinroku Momose hatte Mitte der 1960er Jahre seinem Motoreningenieur Yoshio Akiayama lediglich den Auftrag gegeben, einen m\u00f6glichst flach bauenden Antrieb zu konstruieren. Akiayama hatte freie Hand, denn im Lastenheft war das Konstruktionsprinzip des Antriebs nicht weiter definiert. Der Ingenieur brauchte nicht lange, bis er sich f\u00fcr die Entwicklung eines Boxer-Motors entschied. Gegen\u00fcber den zur gleichen Zeit entwickelten Reihen- und V-Motoren schnitt der Boxer in allen Bereichen am besten ab.<\/p>\n<p>Boxer-Motoren wurden damals nur von Volkswagen (K\u00e4fer), Citro\u00ebn (2CV, Ami, GS und GSA) und Porsche eingesetzt. Die gegenl\u00e4ufig angeordneten Zylinder erzeugen einen idealen Massenausglich, und au\u00dferdem ist dem Boxer eine hervorragende Laufruhe eigen. Zus\u00e4tzlich erm\u00f6glicht der in der Tiefe des Motorraums angeordnete Antrieb einen tiefen Schwerpunkt, was wiederum das Fahrverhalten positiv beeinflusst. Das machte sich auch beim Subaru 1000 bemerkbar, der sich in diesem Kapitel deutlich von seinen japanischen Mitbewerbern abhob.<\/p>\n<p>Befand sich Subaru vor 50 Jahren noch in guter Gesellschaft, so haben sich in den Jahren danach die anderen Protagonisten nach und nach vom Boxer-Motor verabschiedet, sodass die Japaner heute das vorletzte Unternehmen ist, das ausschlie\u00dflich auf dieses Konstruktionsprinzip setzt. In einer Epoche der Kostensenkung kann der Boxer seine konstruktionsbedingten finanziellen Nachteile nicht verstecken. Schlie\u00dflich ben\u00f6tigt man zum Beispiel f\u00fcr jede Zylinderreihe einen eigenen Zylinderkopf. Gleichzeitig aber sind Boxer-Motoren langlebiger und zuverl\u00e4ssiger als vergleichbare Motoren und verbringen zudem weniger Zeit in der Werkstatt. Doch diese Eigenschaften konnten die Controller anderer Marken nicht \u00fcberzeugen. Der Boxer verschwand nach und nach aus den Motorr\u00e4umen \u2013 nur die Japaner blieben ihm treu.<\/p>\n<p>Der seit 1966 bei Subaru kultivierte Boxer diente bald darauf als Voraussetzung f\u00fcr die n\u00e4chste technische Innovation der Marke. Im Jahr 1972 kam mit dem Leone Station Wagen erstmals ein Modell mit dem symmetrischen Allradantrieb in einem Serienmodell auf den <a title=\"Markt\" class=\"aalmanual\" href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/anzeigen\/anzeigen-durchsuchen\/\">Markt<\/a>. Dabei verl\u00e4uft der gesamte Antriebsstrang vom Motor, \u00fcber Getriebe, die Kardanantriebswelle bis zum Hinterachsdifferenzial in einer geraden Linie. Nach dieser Premiere gab es kein Halten, und heute ist Subaru nicht zuletzt dank dieser Kombination der weltgr\u00f6\u00dfte Produzent von Allrad-Mobilen.<\/p>\n<p>Quelle: Subaru<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trendsetter sehen anders aus. 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