{"id":7565,"date":"2016-03-31T18:00:21","date_gmt":"2016-03-31T16:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/?p=7565"},"modified":"2022-01-19T11:26:05","modified_gmt":"2022-01-19T10:26:05","slug":"100-jahre-bmw-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/100-jahre-bmw-jubilaeum\/","title":{"rendered":"100 Jahre BMW &#8211; Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p>Am 7. M\u00e4rz 2016 blickt die BMW Group auf die Gr\u00fcndung des Unternehmens vor 100 Jahren zur\u00fcck. Aus einer kleinen, im Norden M\u00fcnchens ans\u00e4ssigen Flugzeugmotorenfabrik ist im Verlauf dieses Zeitraums ein weltweit f\u00fchrender Premium-Hersteller von Automobilen und Motorr\u00e4dern geworden. Auf diesem Weg hat sich BMW immer wieder als innovationsstarkes, den Wandel pr\u00e4gendes und damit zukunftsorientiertes Unternehmen erwiesen. Heute leistet die BMW Group als internationaler Konzern mit Produktions- und Montagest\u00e4tten in 14 L\u00e4ndern und einem globalen Vertriebsnetz ma\u00dfgebliche Beitr\u00e4ge zur Gestaltung der individuellen Mobilit\u00e4t von morgen.<\/p>\n<p>Der Blick in die Geschichte der BMW Group f\u00e4llt auf eine Vielzahl von Ereignissen und Entscheidungen, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens genommen haben und die zugleich Ausdruck seines Charakters sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7572\" aria-describedby=\"caption-attachment-7572\" style=\"width: 730px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Historischer-BMW-Verkauf.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7572\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Historischer-BMW-Verkauf.jpg\" alt=\"Historischer BMW Verkauf\" width=\"730\" height=\"536\" class=\"size-full wp-image-7572\" srcset=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Historischer-BMW-Verkauf.jpg 730w, https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Historischer-BMW-Verkauf-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7572\" class=\"wp-caption-text\">Historischer BMW Verkauf in Berlin 1929 \u00a9 Fotoquelle und Bildrechte: BMW Group<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Auf eigenen Wegen zu innovativen L\u00f6sungen<\/h3>\n<p>Das Streben nach \u00fcberlegenen Eigenschaften und die Bereitschaft, daf\u00fcr anstelle von einfachen auch vollkommen neue und technisch aufw\u00e4ndige L\u00f6sungen zu w\u00e4hlen, bestimmt die Produktentwicklung seit den Anfangsjahren des Unternehmens bis heute. Schon der im Jahr 1917 vorgestellte Flugzeugmotor BMW IIIa zeichnete sich durch eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistung, Zuverl\u00e4ssigkeit und Effizienz beim Betrieb in gro\u00dfen H\u00f6hen aus, die er sowohl dem soliden Grundmuster als Sechszylinder-Reihenmotor als auch dem Einsatz besonders leichter Werkstoffe sowie neuartiger Vergaser- und Z\u00fcndtechnik verdankte.<\/p>\n<p>Einen eigenst\u00e4ndigen Weg schlug das Unternehmen BMW auch bei der Entwicklung des ersten Motorrads ein. W\u00e4hrend sich andere Hersteller noch an der Geometrie von Fahrr\u00e4dern orientierten, wurde die BMW R 32 konsequent um den Motor herum konstruiert. Das 1923 pr\u00e4sentierte Modell wies erstmals einen Zweizylinder-Boxermotor mit quer zur Fahrtrichtung angeordneten Zylindern, ein direkt an den Motor angeblocktes Schaltgetriebe und eine Kraft\u00fcbertragung \u00fcber eine Welle anstelle einer Kette oder eines Riemens auf. Diese zentralen Merkmale sind bis heute f\u00fcr BMW Motorr\u00e4der mit Boxer-Motor charakteristisch.<\/p>\n<p>Nachdem das Unternehmen im Jahr 1928 auch zum Automobilhersteller geworden war, entstanden zun\u00e4chst Kleinwagen nach zeitgem\u00e4\u00dfem Muster. Doch schon mit dem BMW 303, dem ersten Mittelklasse-Fahrzeug der Marke mit Sechszylinder-Reihenmotor wurden g\u00e4ngige Konventionen gebrochen. Das 1933 eingef\u00fchrte Modell unterschied sich nicht nur durch die heute als BMW Niere bekannte K\u00fchlergrill-Kontur von seinen Wettbewerbern, sondern vor allem durch sein geringes Gewicht, das dem erstmals bei einem Automobil verwendeten Doppelrohrrahmen mit unterschiedlichen Querschnitten zu verdanken war. Seine Konstrukteure widerlegten damit die weit verbreitete \u00dcberzeugung, dass nur ein schweres Fahrzeug \u00fcber stabile Fahreigenschaften verf\u00fcgen k\u00f6nnte. Der BMW 303 war leicht, beschleunigte z\u00fcgig, verz\u00f6gerte m\u00fchelos und fuhr agil und sicher durch Kurven. BMW lie\u00df sich den Doppelrohrrahmen patentieren und hielt fortan am Prinzip der Gewichtsoptimierung fest.<\/p>\n<p>Anstelle von Flugzeugmotoren, deren Produktion nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland zun\u00e4chst untersagt war, trugen von 1918 an unter anderem Motoren f\u00fcr Lkw und Boote sowie von 1920 an auch Antriebe f\u00fcr Motorr\u00e4der das BMW Logo. Zu den Abnehmern geh\u00f6rte die Bayerische Flugzeugwerke AG, die schon bald f\u00fcr das Unternehmen von besonderer Bedeutung wurde. Das Unternehmen \u00fcbernahm im Juni 1922 die Markenrechte samt BMW Firmenlogo sowie die Produktionsanlagen und die Mitarbeiter. Durch die umgehende Umfirmierung in die Bayerische Motoren Werke AG wurde zugleich die Basis f\u00fcr die Entwicklung zum eigenst\u00e4ndigen Motoren- und Fahrzeughersteller gelegt. <\/p>\n<p><strong>Da die Bayerische Flugzeugwerke AG am 7. M\u00e4rz 1916 aus der Taufe gehoben worden war, gilt dieser Tag heute auch als das Gr\u00fcndungsdatum des Unternehmens BMW.<\/strong><\/p>\n<p>Hinweis: Mit Klick auf ein Foto mit dem Mauszeiger (PC) oder Ber\u00fchrung mit dem Finger (Smartphone, Tablet) wird der Wechsel zum n\u00e4chsten Foto durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Schon bald nach dem Neustart der Bayerischen Motoren Werke gerieten erneut Flugzeugmotoren in das Visier staatlicher Auftraggeber und ihrer milit\u00e4rischen Zielsetzungen. Analog zu einem Gro\u00dfteil der deutschen Industrie lie\u00dfen sich auch die Verantwortlichen bei BMW im Umgang mit den politischen Rahmenbedingungen der 1930er- und 1940er-Jahre von wirtschaftlichem Effizienzstreben leiten. So profitierte das Unternehmen massiv von den neuen R\u00fcstungsanstrengungen. Von 1939 an wurden auch Strafgefangene, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie H\u00e4ftlinge aus Konzentrationslagern in den Werken des Unternehmens eingesetzt.<\/p>\n<p>Die BMW Group stellt sich der Verantwortung f\u00fcr das Geschehen w\u00e4hrend der NS-Zeit unter anderem im Rahmen von Initiativen, die zur Aufkl\u00e4rung und zur \u00f6ffentlichen Diskussion beitragen. Mit der im Jahr 1983 erschienenen Publikation \u201eBMW \u2013 eine deutsche Geschichte\u201c brachte das Unternehmen als erster deutscher Industriekonzern eine \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber dieses Kapitel seiner Vergangenheit in Gang. Wissenschaftlich wurde die Zeit zwischen 1933 und 1945 in zwei Dissertationen, die in den Jahren 2005 beziehungsweise 2008 publiziert wurden, aufgearbeitet. Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6rte die BMW AG 1999 zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der Stiftung \u201eErinnerung, Verantwortung, Zukunft\u201c zur Entsch\u00e4digung ehemaliger Zwangsarbeiter.<\/p>\n<p>In der unmittelbaren Nachkriegszeit musste sich das Unternehmen in jeder Hinsicht neu orientieren. Erst 1948 entstand in M\u00fcnchen mit der BMW R 24 das erste Nachkriegs-Motorrad. Die Wiederaufnahme der Automobil-Produktion lie\u00df bis 1952 auf sich warten und brachte zun\u00e4chst nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg. Auf der Hauptversammlung im Dezember 1959 wurde der beinahe schon besiegelte Verkauf von der BMW AG an die Daimler-Benz AG in letzter Minute abgewendet. Der stattdessen unter der Regie des Gro\u00dfaktion\u00e4rs Herbert Quandt entwickelte Sanierungsplan setzte auf die Eigenst\u00e4ndigkeit der BMW AG, neue Strukturen und neue Modelle. <\/p>\n<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2011\/04\/50-jahre-bmw-1500\/\" title=\"BMW 1500\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW 1500<\/a>, dem ersten Modell der \u201eNeuen Klasse\u201c, kam der Durchbruch. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich das Unternehmen vom \u00dcbernahmekandidaten zum Vorzeigeunternehmen.<\/p>\n<p>Als der Aufschwung Anfang der 1970er-Jahre im Zuge der \u201e\u00d6lkrise\u201c j\u00e4h gebremst wurde, setzten die Verantwortlichen bei BMW darauf, die Durststrecke zu \u00fcberstehen und gest\u00e4rkt aus ihr hervorzugehen. In M\u00fcnchen wurden das als \u201eVierzylinder\u201c bekannte neue Verwaltungsgeb\u00e4ude und das BMW Museum er\u00f6ffnet, in Dingolfing nahm ein neues Produktionswerk den Betrieb auf. Als Nachfolger der \u201eNeuen Klasse\u201c wurde die <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/bmw-dieselmotoren-wurden-vor-30-jahren-vorgestellt\/\" title=\"BMW 5er Reihe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW 5er Reihe<\/a> vorgestellt. Und tats\u00e4chlich zog ab 1975 die Nachfrage wieder an. BMW war mit neuen Modellen, erweiterten Fertigungskapazit\u00e4ten und optimierten Vertriebsstrukturen bestens darauf vorbereitet.<\/p>\n<p>Vor einer erneuten Weichenstellung sahen sich die Verantwortlichen bei BMW zu Beginn der 1990er-Jahre. Dem branchenweiten Trend zu Konzentrationsprozessen folgend entschieden sie sich 1994 zur \u00dcbernahme der britischen Rover Group, um mit einem breiteren Angebot an Automobilen zus\u00e4tzliche Zielgruppen zu gewinnen. Das Engagement war nicht von Erfolg gekr\u00f6nt. Im Jahr 2000 wurde die Rover Group wieder verkauft. Weitergef\u00fchrt wurde allein die Marke <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/category\/hersteller\/mini\/\" title=\"MINI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MINI<\/a>. Dar\u00fcber hinaus hatte sich das Unternehmen in der Zwischenzeit als BMW Group neu strukturiert und die Namens- sowie die Markenrechte f\u00fcr <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/category\/hersteller\/rolls-royce\/\" title=\"Rolls-Royce\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rolls-Royce<\/a> Automobile \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Hinweis: Mit Klick auf ein Foto mit dem Mauszeiger (PC) oder Ber\u00fchrung mit dem Finger (Smartphone, Tablet) wird der Wechsel zum n\u00e4chsten Foto durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Messen mit den Besten: Rekorde und Erfolge im Motorsport<\/h3>\n<p>Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt der sportliche Wettbewerb f\u00fcr die Hersteller von <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/kalender\/termine\/tags\/motorrad\/\" title=\"Motorr\u00e4dern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Motorr\u00e4dern<\/a> und <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/category\/marken-typen\/bmw\/\" title=\"BMW\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW<\/a> Automobilen als ideale B\u00fchne, um die \u00d6ffentlichkeit von der Leistungsf\u00e4higkeit neuer Fahrzeuge zu \u00fcberzeugen. Ebenso konnte das Aufstellen von nationalen und internationalen Bestmarken als Beleg f\u00fcr fortschrittliche Technologie dienen. So sorgte im Juni 1919 der Testpilot Zeno Diemer mit einem H\u00f6henflugweltrekord f\u00fcr Aufsehen. Mit einer vom Flugzeugmotor BMW IV angetriebenen Maschine stieg er auf 9.760 Meter auf. Auch der Dornier \u201eWal\u201c, mit dem im Sommer 1932 die erste Weltumrundung in einem Flugboot gelang, sowie der \u201eSchienenzeppelin\u201c, der bereits im Jahr zuvor mit 230 km\/h einen Geschwindigkeitsweltrekord f\u00fcr Schienenfahrzeuge aufgestellt hatte, wurden von <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2014\/02\/bmw-group-classic-kehrt-zu-historischen-wurzeln-zurueck\/\" title=\"BMW Motoren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW Motoren<\/a> angetrieben. <\/p>\n<p>Auf zwei R\u00e4dern gelangen dem BMW Werksfahrer Ernst Jakob Henne zwischen 1929 und 1937 zahlreiche Geschwindigkeits-Weltrekorde. Zuletzt erreichte er 279,503 km\/h \u2013 eine Bestmarke, die 14 Jahre lang Bestand haben sollte. Auch in j\u00fcngerer Zeit wurden Rekorde erzielt, um Innovationskraft zu demonstrieren. Auf dem BMW Testgel\u00e4nde im franz\u00f6sischen Miramas stellte der Prototyp BMW H2R im September 2004 gleich neun Bestmarken f\u00fcr mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge auf.<\/p>\n<p>Der erste Rennerfolg f\u00fcr die Marke BMW gelang im Februar 1924. Mit der <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2013\/04\/bmw-motorraeder-seit-90-jahren\/\" title=\"BMW R 32\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW R 32<\/a> gewann der Konstrukteur und Rennfahrer Rudolf Schleicher das Bergrennen auf der Mittenwalder Gsteig. Fortan galt der Leitsatz \u201eErprobt im Sport \u2013 bew\u00e4hrt in der Serie\u201c, untermauert durch zahlreiche Deutsche Meisterschaften und erste internationale Erfolge. Besonders bedeutend war der 1939 von Georg Meier mit einer BMW Kompressor-Rennmaschine erzielte Sieg. Meier gewann bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man als erster Nicht-Brite die 500er-Klasse, die sogenannte Senior TT. Der Brite Jock West, ebenfalls BMW Fahrer, wurde Zweiter. Exakt 75 Jahre sp\u00e4ter trat der Nordire Michael Dunlop in Meiers Fu\u00dfstapfen und holte auf einer BMW S 1000 RR den Sieg bei der Senior TT.<\/p>\n<p>\u201eSchorsch\u201c Meier kn\u00fcpfte in der Nachkriegszeit mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels 1947 an seine fr\u00fchen Erfolge an. Eine besonders eindrucksvolle Siegesserie gelang den von BMW mit Motoren versorgten Teams in der Seitenwagenweltmeisterschaft mit 20 Marken- und 19 Fahrertiteln zwischen 1954 und 1974. Abseits der Stra\u00dfen machte 1980 erstmals die BMW R 80 G\/S auf sich aufmerksam. Dem Gewinn der Gel\u00e4ndesport-Europameisterschaft folgten Siege bei der Rallye Paris-Dakar in den Jahren 1981, 1983, 1984 und 1985.<\/p>\n<p>Das erste von BMW produzierte Automobil bew\u00e4hrte sich ebenfalls auf Anhieb im sportlichen Wettbewerb. Nur vier Wochen nach seinem Verkaufsstart siegte der <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2012\/05\/muss-ein-oldtimer-aus-originalbauteilen-bestehen\/\" title=\"BMW 3\/15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW 3\/15<\/a> PS bei der Internationalen Alpenfahrt. Der legend\u00e4re Roadster BMW 328 absolvierte gleich seinen ersten \u00f6ffentlichen Auftritt auf der Rennstrecke. Beim Eifelrennen auf dem N\u00fcrburgring im Juni 1936 holte der auch auf vier R\u00e4dern erfolgreiche Ernst Henne mit dem neuen Modell auf Anhieb den Klassensieg. Einer der bis dato gr\u00f6\u00dften Triumphe f\u00fcr die Marke BMW folgte vier Jahre sp\u00e4ter. Im BMW 328 Touring Coup\u00e9 gewannen Fritz Huschke von Hanstein und Walter B\u00e4umer die Gesamtwertung des Langstreckenrennens Mille Miglia in Italien.<\/p>\n<p>Die Nachkriegs\u00e4ra brachte zun\u00e4chst nur bescheidene Erfolge im Automobilrennsport. Auch hier setzte die \u201eNeue Klasse\u201c den ersten Paukenschlag. Hubert Hahne gewann 1966 mit dem BMW 2000 TI die Tourenwagen-Europameisterschaft. Au\u00dferdem umrundete er als erster Fahrer mit einem Tourenwagen die N\u00fcrburgring-Nordschleife in weniger als zehn Minuten. Ausdruck f\u00fcr die gewachsene Bedeutung der Rennstreckenaktivit\u00e4ten war die Gr\u00fcndung der BMW Motorsport GmbH im Mai 1972. In den folgenden Jahren wurden vor allem im Tourenwagensport zahlreiche Erfolge erzielt. Der BMW 3.0 CSL, der BMW 635 CSi, der BMW 320 Gruppe 5 und vor allem der BMW M3 Gruppe A, der  erfolgreichsten Tourenwagen der Welt wurde, bereicherten die Titelsammlung.<\/p>\n<p>Im Jahr 1982 betrat BMW als Motorenlieferant gemeinsam mit Partner <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2015\/06\/brabham-bmw-bt52-zurueck-auf-der-rennstrecke\/\" title=\"Brabham\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brabham<\/a> die B\u00fchne der <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2015\/12\/reaktivierung-arrows-bmw-turbo-formel-1-von-1984-1\/\" title=\"Formel 1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Formel 1<\/a>. Nur ein Jahr sp\u00e4ter folgte der gro\u00dfe Triumph: Der Brasilianer Nelson Piquet gewann die Weltmeisterschaft. Als erster Fahrer holte er den Titel mit einem von einem Turbomotor angetriebenen Auto. Als Resultat der Neuausrichtung des Motorsport-Engagements kehrte BMW 2012 in die DTM zur\u00fcck. Das Comeback brachte auf Anhieb den maximalen Erfolg. Der Kanadier Bruno Spengler beendete die Auftaktsaison im <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2014\/08\/50-bmw-fahrzeugen-baujahre-1970-bis-1990-nuerburgring\/\" title=\"BMW M3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW M3<\/a> als DTM-Champion. Au\u00dferdem gewann BMW die Hersteller- und die Teamwertung.<\/p>\n<h3>Das richtige Produkt zur richtigen Zeit<\/h3>\n<p>Der Weg vom Flugzeugmotoren-Hersteller, dessen Absatzentwicklung in erster Linie vom Bedarf staatlicher Auftraggeber abh\u00e4ngt, zum f\u00fchrenden Anbieter von Premium-Fahrzeugen, die bei Kunden in aller Welt Begehrlichkeit ausl\u00f6sen, ist eng verkn\u00fcpft mit der Geschichte der individuellen Mobilit\u00e4t in den vergangenen 100 Jahren. Immer wieder ist es dem Unternehmen gelungen, mit Ingenieurskunst und Kreativit\u00e4t zur richtigen Zeit jene Produkte zu entwickeln, deren Erfolg auf unverwechselbaren Qualit\u00e4ten und einem eigenst\u00e4ndigen Charakter basierte. Mit einem sicheren Gesp\u00fcr f\u00fcr Kundenw\u00fcnsche, die von bisherigen Anbietern nicht abgedeckt werden, f\u00fcr Marktnischen mit dem Potenzial f\u00fcr nachhaltiges Wachstum sowie f\u00fcr Neuerungen, aus denen sich Trends entwickeln, wurden neue Fahrzeugsegmente begr\u00fcndet und zus\u00e4tzliche Zielgruppen erschlossen.<\/p>\n<p>Die wachsende Bedeutung der zivilen Luftfahrt in den 1920er-Jahren veranlassten die Bayerischen Motoren Werke zur Konstruktion neuer, besonders leistungsstarker Flugzeugmotoren nach bew\u00e4hrtem Muster. Der Flugzeugmotor BMW VI, ein Zw\u00f6lfzylinderaggregat in V-Form, kam 1926 auf den Markt, wurde zu einem weltweiten Exportschlager und entwickelte sich zum erfolgreichsten Produkt des Unternehmens in den 1920er-Jahren. Der BMW VI kam auch in der Heinkel HE 70 zum Einsatz, die damals als schnellstes Verkehrsflugzeug der Welt galt und den Beinamen \u201eBlitz\u201c trug.<\/p>\n<p>Auch mit seinem ersten Motorrad orientierte sich das Unternehmen pr\u00e4zise an den damaligen Bed\u00fcrfnissen. Die 1923 eingef\u00fchrte <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/kalender\/termine\/tag-der-offenen-tuer-in-balds-historischer-fahrzeugschau-2\/\" title=\"BMW R 32\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW R 32<\/a> punktete nicht nur mit sicheren und sportlichen Fahreigenschaften, sondern auch mit hoher Zuverl\u00e4ssigkeit. Auf staubigen Schotterpisten wies der verschlei\u00df- und wartungsarme Wellenantrieb klare Vorteile aus. Auf anspruchsvolle Kunden zielte BMW auch mit den ersten Mittelklasse-Automobilen. Vor allem der 1936 vorgestellte BMW 326 stellte mit seinem 50 PS starken Sechszylinder-Motor, dem ger\u00e4umigen Innenraum und der hochwertigen Verarbeitung ein exklusives Angebot dar \u2013 und wurde mit rund 16.000 Einheiten zum bis dahin meistverkauften Automobil der Marke. Mit seinen Flugzeugmotoren, Motorr\u00e4dern und Automobilen bewegte sich das Unternehmen sowohl technologisch als auch wirtschaftlich auf erfolgreichem Kurs, ehe die politischen Ver\u00e4nderungen im Deutschland der 1930er-Jahre sowohl der internationalen Ausrichtung des Unternehmens als auch der Diversifizierung im zivilen Produktprogramm ein j\u00e4hes Ende bereiteten.<\/p>\n<p>Im Nachkriegs-Deutschland war es zun\u00e4chst die <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/bmw-isetta-das-motocoupe-ist-60-jahre-jung\/\" title=\"BMW Isetta\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW Isetta<\/a>, die den Zeitgeist der Wirtschaftswunderjahre widerspiegelte. Mehr als 160 000 Einheiten des \u201eMotocoup\u00e9s\u201c wurden verkauft \u2013 selbst in den USA, dem Land der Stra\u00dfenkreuzer, war der Zweisitzer gefragt. Sportliche Ambitionen erf\u00fcllte der <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/2013\/06\/bmw-700-ein-erfolgstyp-gezeichnet-von-michelotti\/\" title=\"BMW 700\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW 700<\/a>, der 1959 zun\u00e4chst als Coup\u00e9 und wenig sp\u00e4ter als Limousine pr\u00e4sentiert wurde und dessen Verkaufserfolg dem Unternehmen das \u00dcberleben sicherte. Im Jahr 1961 brachte BMW schlie\u00dflich mit dem BMW 1500 jenes Modell an den Start, das die Kundschaft offenbar vermisst hatte. Die Verkaufsstrategen sahen Bedarf an einer hochwertigen Mittelklasse-Limousine. Die Konstrukteure lieferten einen klar gestalteten Viert\u00fcrer mit kraftvollem Vierzylinder-Motor und moderner Fahrwerkstechnik. Die \u201eNeue Klasse\u201c symbolisierte Individualit\u00e4t auf hohem Niveau, ihr besonderer Charakter basierte vor allem auf der Kombination aus komfortablen Fahreigenschaften und Sportlichkeit. 1965 erschien mit dem BMW 1800 TI\/SA die bisher st\u00e4rkste Modellvariante als Basis f\u00fcr den Motorsport \u2013 und gleichzeitig auch der neue, bis heute g\u00fcltige Slogan, der die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Erfolg der \u201eNeuen Klasse\u201c auf den Punkt brachte: \u201eFreude am Fahren\u201c.<\/p>\n<p>Sieben Jahre sp\u00e4ter wurde \u201eFreude am Fahren\u201c auch f\u00fcr BMW Motorr\u00e4der zum Leitsatz. Das Unternehmen hatte kurz zuvor die neuen Modelle BMW R 50\/5, BMW R 60\/5 und BMW R 75\/5 auf den Markt gebracht. Motorradfahren wurde jetzt zu einem Freizeitvergn\u00fcgen, das sich mit den sportlichen Reisemaschinen besonders intensiv genie\u00dfen lie\u00df. Im Jahr 1980 vollbrachte BMW die n\u00e4chste Pionierleistung im Motorradsegment. Die Reiseenduro BMW R 80 G\/S war Vorreiter jener bis heute extrem popul\u00e4ren Gattung von Motorr\u00e4dern, die sowohl auf unbefestigtem Terrain als auch auf der Stra\u00dfe f\u00fcr Fahrfreude sorgen.<\/p>\n<p>Eine neue Form der Vielseitigkeit kennzeichnete auch das wegweisende Fahrzeugkonzept, mit dem BMW 1999 im Automobilbereich f\u00fcr Furore sorgte. Noch vor dem Einsetzen des weltweiten SUV-Booms pr\u00e4sentierte das Unternehmen auf der North American International Auto Show in Detroit den BMW X5, der markentypische Dynamik auf der Stra\u00dfe Allroundeigenschaften, einer hohen Sitzposition und Allradantrieb kombinierte. <\/p>\n<p>Damit war das Segment des Sports Activity Vehicle ins Leben gerufen, das BMW in den Folgejahren ebenfalls als Pionier in weitere Fahrzeugklassen \u00fcbertrug. Mittlerweile umfasst das Angebot f\u00fcnf BMW X Modelle, darunter zwei Sports Activity Coup\u00e9s, mit denen die Marke ebenfalls mit gro\u00dfem Erfolg konzeptionelles Neuland eroberte.<\/p>\n<p>An der Schwelle zum n\u00e4chsten Jahrhundert ihrer Unternehmensgeschichte \u00fcbernimmt die BMW Group die Vorreiterrolle bei der Gestaltung einer von fossilen Brennstoff unabh\u00e4ngigen und lokal emissionsfreien Form der Mobilit\u00e4t. Seit 2013 erm\u00f6glicht der BMW i3 Freude am Fahren in einem rein elektrisch angetriebenen Premium-Automobil. Dar\u00fcber hinaus macht das im Jahr 2014 eingef\u00fchrte Plug-in-Hybrid-Modell BMW i8 die Zukunft des Sportwagens bereits heute erlebbar.<\/p>\n<h3>Auf eigenen Wegen<\/h3>\n<p>Das erste Produkt, das den Markennamen BMW trug, war ein Flugzeugmotor mit einem Hubraum von 19 Litern und einer Spitzenleistung von 185 PS. Der BMW IIIa wurde 1917 vom damaligen Chefkonstrukteur Max Friz nach dem Prinzip eines \u201e\u00fcberbemessenen und \u00fcberverdichteten H\u00f6henmotors\u201c entwickelt. Um ein Maximum an Kraft, Zuverl\u00e4ssigkeit und Effizienz zu gew\u00e4hrleisten, konstruierte Friz seinen Motor von Anfang an f\u00fcr den Einsatz in gro\u00dfer H\u00f6he. Dabei bediente er sich bereits bew\u00e4hrter Einzell\u00f6sungen und kombinierte diese mit innovativen Details wie Aluminiumkolben oder einem speziellen H\u00f6henvergaser, bei dem der Pilot das Gemisch je nach Sauerstoffgehalt der Luft regeln konnte. So konnte der Sechszylinder-Reihenmotor genau dort seine optimale Leistung entfalten, wo sie ben\u00f6tigt wurde: in etwa 2 000 Metern H\u00f6he. Der BMW IIIa galt schnell als weltweit bester Flugzeugmotor.<\/p>\n<p>Das f\u00fcr den BMW IIIa und seine Nachfolger charakteristische Muster, einen technisch idealen Grundentwurf mit pr\u00e4zise auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmten Innovationen zu optimieren, wurde zu Beginn der 1920er-Jahre auch auf Antriebseinheiten f\u00fcr den Einsatz in Lastkraftwagen, Bussen, Traktoren oder Booten sowie auf den neuen, f\u00fcr Zweir\u00e4der konzipierten \u201eBayern-Kleinmotor\u201c \u00fcbertragen. Verschiedene deutsche und \u00f6sterreichische Motorradhersteller nutzten den Zweizylinder-Boxermotor als Antrieb f\u00fcr ihre Fahrzeuge, darunter auch die Bayerische Flugzeugwerke AG. Sie hatte \u2013 \u00e4hnlich wie die Bayerischen Motoren Werke \u2013 seit dem Ende des Ersten Weltkriegs ihr prim\u00e4res Bet\u00e4tigungsfeld im Flugzeugbau verloren und fertigte stattdessen unter anderem ein Motorrad namens Helios.<\/p>\n<p>Die neue Verbindung blieb nicht auf den Bezug von Motoren beschr\u00e4nkt. Im Juni 1922 \u00fcbernahm die Bayerische Flugzeugwerke AG die Markenrechte samt BMW Firmenlogo sowie die Produktionsanlagen und die Mitarbeiter und sicherte sich so auch das Knowhow und die Konstruktionspl\u00e4ne der Motoren. Durch die umgehende Umfirmierung in die Bayerische Motoren Werke AG wurde zugleich die Basis f\u00fcr die Entwicklung des Unternehmens zu einem eigenst\u00e4ndigen Motoren- und Fahrzeughersteller gelegt. Da die Bayerische Flugzeugwerke AG am 7. M\u00e4rz 1916 aus der Taufe gehoben worden war, gilt dieser Tag heute auch als das Gr\u00fcndungsdatum des Unternehmens BMW.<\/p>\n<h3>Solides Konzept, innovative Umsetzung<\/h3>\n<p>Der Neustart des Unternehmens und die anerkannte Qualit\u00e4t der Motoren lie\u00dfen schnell Pl\u00e4ne zum Bau eines kompletten Motorrads reifen. Chefkonstrukteur Max Friz hatte auch f\u00fcr dieses Projekt klare Vorstellungen, bei denen ein solides Grundkonzept und bew\u00e4hrte Technologien auf innovative Formen der Umsetzung trafen. W\u00e4hrend sich andere Hersteller noch immer an der Geometrie von Fahrr\u00e4dern orientierten, entwickelte Friz die BMW R 32 konsequent um den Motor herum. Die wichtigsten Neuerungen waren der Zweizylinder-Boxermotor mit seinen jetzt quer zur Fahrtrichtung angeordneten Zylindern und 500 Kubikzentimetern Hubraum, das direkt an den Motor angeblockte Schaltgetriebe und die Kraft\u00fcbertragung \u00fcber eine Welle anstelle einer Kette oder eines Riemens. Diese zentralen Merkmale sollten sich als zukunftsweisend herausstellen. Sie sind bis heute f\u00fcr BMW Motorr\u00e4der mit Boxer-Motor charakteristisch.<\/p>\n<p>Aufgrund des aufw\u00e4ndigen Konstruktionsprinzips wurde die BMW R 32 von Beginn an als Premium-Produkt vermarktet, dessen Preisniveau durch sichere Fahreigenschaften, Qualit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit gerechtfertigt wurde. Mit diesem Konzept etablierte sich die Marke schnell als Hersteller besonders hochwertiger Motorr\u00e4der und setzte 1929 mit den neuen 750-Kubikzentimeter-Modellen abermals Ma\u00dfst\u00e4be. Ihr innovativer Pressstahl-Rahmen verhalf ihnen zu gesteigerter Fahrstabilit\u00e4t und au\u00dferdem zu einer wuchtigen Pr\u00e4senz. Die kraftvolle Erscheinung lie\u00df den Begriff der \u201edeutschen Schule\u201c des Motorradbaus aufkommen und wirkte stilbildend f\u00fcr die gesamte Branche.<\/p>\n<p>Schon wenige Jahre sp\u00e4ter sorgten die BMW Konstrukteure erneut f\u00fcr Erstaunen \u2013 zun\u00e4chst auf den Rennstrecken, wo eine neue Maschine mit 500-Kubikzentimeter-Boxermotor von Erfolg zu Erfolg eilte. Sie war konstruktives Vorbild f\u00fcr die BMW R 5, die 1936 auf den Markt kam und auch auf der Stra\u00dfe eine neue Dimension des sportlichen Fahrens erschloss. Verantwortlich daf\u00fcr war nicht nur der neue, nun 24 PS starke Motor, sondern vor allem der erstmals eingesetzte Doppelrohrrahmen aus konischen Ovalrohren. Die Fertigungsexperten wendeten ein innovatives elektrisches Schwei\u00dfverfahren an. Damit konnten die Nachteile der fr\u00fcheren L\u00f6tverbindungen \u2013 Br\u00fcche unter st\u00e4rkerer Belastung \u2013 eliminiert werden. Der neue Rahmen harmonierte perfekt mit der Teleskopgabel, die das Unternehmen zuvor bei den Modellen BMW R 12 und BMW R 17 als erster Hersteller im Serienbau vorgestellt hatte. Einen zus\u00e4tzlichen Beitrag zum sportlichen Charakter des neuen Modells leiste die zuvor nur bei Rennmaschinen eingesetzte Fu\u00dfschaltung, die den Handhebel ersetzte. Au\u00dferdem wurde die Hinterradbremse nun mit der Fu\u00dfspitze bet\u00e4tigt. Die sportlichen Anleihen spiegelten sich im Design wider, die BMW R 5 hob sich schon optisch als elegantes Sportmodell aus der Masse der Motorr\u00e4der heraus.<\/p>\n<h3>Gegen alle Konventionen: Leichtbau wird zum Erfolgsfaktor<\/h3>\n<p>Mit der \u00dcbernahme der Fahrzeugwerke Eisenach im Jahr 1928 war BMW auch zum Automobilhersteller geworden. Auf die Fertigung des Dixi 3\/15 PS, einem Lizenzprodukt, das auf dem in England gebauten Austin Seven basierte, und seiner Weiterentwicklung zum BMW 3\/15 PS folgte als erste Eigenkonstruktion der BMW 3\/20 PS. Die dar\u00fcber hinausgehenden Ambitionen des Unternehmens wurden mit dem auf der Berliner Automobilausstellung 1933 vorgestellten BMW 303 dokumentiert. Ein neuer Sechszylinder-Reihenantrieb unter der langen Motorhaube und gro\u00dfz\u00fcgige Platzverh\u00e4ltnisse im Innenraum signalisierten den Aufstieg in die automobile Mittelklasse. Die Front des BMW 303 zierte ein zweigeteilter K\u00fchlergrill mit geschwungenen Konturen \u2013 die erste Ausf\u00fchrung der bis heute typischen BMW Niere. Die wichtigste konstruktive Besonderheit war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Ein Doppelrohrrahmen mit variablen Querschnitten verhalf dem BMW 303 zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlich geringen Gewicht. BMW Chefkonstrukteur Fritz Fiedler und sein Team wichen damit fundamental von den bisher im Automobilbau g\u00fcltigen Grunds\u00e4tzen ab, nach denen nur schwere Fahrzeuge eine stabile und damit sichere Stra\u00dfenlage aufweisen k\u00f6nnten. Der BMW 303 war leicht und lie\u00df sich dadurch spontan beschleunigen, agil durch Kurven lenken und m\u00fchelos abbremsen.<\/p>\n<p>Einmal mehr hatte sich das Einschlagen eines eigenen Wegs als Erfolgsrezept erwiesen. Gewichtsoptimierung war fortan ein elementares Prinzip f\u00fcr die Entwicklung von BMW Automobilen. Bis heute z\u00e4hlt der intelligente Leichtbau wie die BMW Niere, der Reihensechszylinder-Motor und die von einer langen Motorhaube und einem weiten Radstand gepr\u00e4gten Proportionen zu den charakteristischen Merkmalen der Marke.<\/p>\n<h3>Innovationskraft als Markenzeichen<\/h3>\n<p>Auch in der Nachkriegszeit genoss die BMW AG hohes Ansehen als Hersteller von hochwertigen Fahrzeugen mit anspruchsvollen technischen Details. Die Unternehmensf\u00fchrung beschloss, das Renommee f\u00fcr den Bau einer Oberklasse-Limousine zu nutzen. Der 1951 vorgestellte BMW 501 bot neben opulenten Formen und einem gro\u00dfz\u00fcgigen Innenraum auch zahlreiche Finessen, die anspruchsvolle Zielgruppen begeistern konnten. Entsprechend beeindruckende Fahrleistungen ergaben sich jedoch erst 1954, als BMW dem \u201eBarockengel\u201c einen Achtzylinder-Antrieb mit Kurbelgeh\u00e4use und Zylinderkopf aus Aluminium zukommen lie\u00df. Es war der erste V8-Leichtmetallmotor in einem Gro\u00dfserienautomobil. In einer mit 150 PS st\u00e4rkeren Ausf\u00fchrung kam er auch im 1955 pr\u00e4sentierten und heute legend\u00e4ren Roadster BMW 507 zum Einsatz.<\/p>\n<p>Aufgrund der begrenzten Nachfrage nach exklusiven und hochpreisigen Modellen konnte die erneut unter Beweis gestellte Innovationskraft des Unternehmens in den 1950er-Jahren nicht in die erhofften Verkaufszahlen umgem\u00fcnzt werden. Der Weg in die Erfolgsspur f\u00fchrte BMW stattdessen in die Mittelklasse. Die 1961 vorgestellte \u201eNeue Klasse\u201c sollte jene Kunden ansprechen, die auch in diesem Segment besondere Anspr\u00fcche an ihr Automobil stellten. Als viert\u00fcrige Limousine mit betont sportlichen Fahreigenschaften verf\u00fcgte der BMW 1500 \u00fcber einen eigenst\u00e4ndigen Charakter. Sein neuer Vierzylinder-Motor leistete 80 PS und verlangte nach Superbenzin. Das Fahrwerk mit McPherson Federbeinen vorn und einer Schr\u00e4glenkerhinterachse war perfekt f\u00fcr ein neutrales Kurvenfahrverhalten abgestimmt worden. Neuartige Niederquerschnittsreifen steigerten die Seitenf\u00fchrungskr\u00e4fte, gro\u00df dimensionierte Bremsen optimierten das Verz\u00f6gerungsverm\u00f6gen. BMW versprach \u2013 erstmals auch mit eben dieser Wortwahl in der Werbung \u2013 \u201eFreude am Fahren\u201c, bis 1971 entstand eine komplette Modellreihe mit bis zu 130 PS unter der Haube.<\/p>\n<p>F\u00fcr den 1966 eingef\u00fchrten Zweit\u00fcrer wurden Motoren und Fahrwerkstechnik der \u201eNeuen Klasse\u201c \u00fcbernommen. Ein um 5 Zentimeter k\u00fcrzerer Radstand und die etwas kompakteren Abmessungen erm\u00f6glichten bei den Modellen der BMW 02er Reihe eine nochmalige Steigerung der agilen Handlingeigenschaften. Spektakul\u00e4res Highlight war der BMW 2002 turbo, das erste europ\u00e4ische Serienautomobil, bei dem ein Abgasturbolader zum Einsatz kam. Auch die R\u00fcckkehr in die automobile Oberklasse gelang mithilfe von innovativer Motorentechnik. Die 1968 eingef\u00fchrten Reihensechszylinder-Antriebe f\u00fcr die Modelle BMW 2500 und BMW 2800 verf\u00fcgten \u00fcber eine neuartige Brennraum-Geometrie sowie \u00fcber eine geschmiedete, siebenfach gelagerte Kurbelwelle mit zw\u00f6lf Ausgleichsgewichten und boten so die f\u00fcr BMW Motoren dieser Bauart charakteristische turbinenartige Laufkultur.<\/p>\n<p>Hochwertig, sportlich, technisch aufw\u00e4ndig und innovativ \u2013 mit diesen Eigenschaften hatte BMW die passende \u201eNische\u201c, den unverwechselbaren Charakter seiner Fahrzeuge gefunden. Die Suche nach eigenst\u00e4ndigen technischen L\u00f6sungen blieb f\u00fcr das Unternehmen weiter von gro\u00dfer Bedeutung, was unter anderem mit der Gr\u00fcndung der BMW Technik GmbH im Jahr 1985 und mit dem Bau des 1990 eingeweihten Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) dokumentiert wurde.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres 1987 wurde auf dem Automobilsalon in Genf die neue Topversion der BMW 7er Reihe pr\u00e4sentiert. Der BMW 750i war das erste Zw\u00f6lfzylinder-Modell aus deutscher Produktion seit den sp\u00e4ten1930er Jahren. Nur ein halbes Jahr sp\u00e4ter absolvierte der BMW Z1 seine Premiere. Der Roadster mit selbsttragendem Stahl-Monocoque, Kunststoff-Au\u00dfenhaut und versenkbaren T\u00fcren war bei der BMW Technik GmbH entwickelt worden. Ein weiterer offener Technologietr\u00e4ger kam im Jahr 2000 auf die Stra\u00dfe. Der faszinierend gestaltete Roadster BMW Z8 trug einen 400 PS starken V8-Motor unter der Haube und bot dank seines selbsttragenden Aluminium-Spaceframe-Rahmens eine au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Karosseriesteifigkeit bei optimiertem Gewicht.<\/p>\n<h3>Vorreiter f\u00fcr Effizienz, intuitive Bedienung und Vernetzung<\/h3>\n<p>Mit der Entwicklung von Fahrzeugen und Technologien im Rahmen von Efficient Dynamics beschreitet die BMW Group heute einen einzigartigen Weg zu neuen Modellen, die sich sowohl durch weiter gesteigerte Fahrfreude als auch durch kontinuierlich reduzierte Verbrauchs- und Emissionswerte auszeichnen. Dazu tragen neben permanenten Fortschritten beim intelligenten Leichtbau und der herausragenden Kompetenz auf dem Gebiet der Antriebstechnologie auch modernste M\u00f6glichkeiten zur Optimierung des Luftwiderstands bei, die im 2009 er\u00f6ffneten Aerodynamischen Versuchszentrum geschaffen wurden.<\/p>\n<h3>Einzigartige Fahrfreude auf zwei R\u00e4dern<\/h3>\n<p>Auf dem Motorrad-Sektor trugen exklusive Innovationen dazu bei, dass die BMW AG \u00fcberdurchschnittlich stark von der in den 1970er-Jahren aufkommenden Begeisterung f\u00fcr das Fahren auf zwei R\u00e4dern profitieren konnte. 1976 pr\u00e4sentierte das Unternehmen die BMW R100 RS, das erste Gro\u00dfserienmotorrad mit einer im Windkanal entwickelten Vollverkleidung. Ihr revolution\u00e4res Erscheinungsbild erh\u00f6hte zugleich den Komfort bei hoher Geschwindigkeit. Die ebenfalls neuartige, als Monolever bezeichnete Einarmschwinge verhalf der 1980 vorgestellten BMW R 80 G\/S zu einzigartigen Allroundeigenschaften auf der Stra\u00dfe und im Gel\u00e4nde. Mit dem neuen Modell wurde der Grundstein f\u00fcr das bis heute au\u00dfergew\u00f6hnlich popul\u00e4re Segment der Reise-Enduros gelegt. Im Jahr 1988 bot BMW als weltweit erster Hersteller eine Bremsanlage mit Antiblockiersystem f\u00fcr Motorr\u00e4der an, 1991 wurde ebenfalls als Weltpremiere ein Dreiwegekatalysator eingef\u00fchrt. Einen fundamentalen Wandel in der Grundkonstruktion von Motorr\u00e4dern leitete schlie\u00dflich die 1994 vorgestellte BMW R 1100 RS ein. Erstmals \u00fcbernahm bei diesem Modell der Motor eine tragende Funktion, sodass auf einen Hauptrahmen verzichtet werden konnte.<\/p>\n<h3>Automobile f\u00fcr &#8222;Freude am Fahren&#8220;<\/h3>\n<p>Fast 80 Jahre nach dem Start des ersten Automobils, dessen Entwicklung dem Prinzip des intelligenten Leichtbaus folgte, betrat die BMW Group auch mit der konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Marke BMW i konzeptionelles Neuland. F\u00fcr BMW i Automobile wurde die vollst\u00e4ndig neue LifeDrive Fahrzeugarchitektur entwickelt, deren zentrale Merkmale das Aluminium-Chassis (Drive-Modul) und die aus carbonfaserverst\u00e4rktem Kunststoff (CFK) bestehende Fahrgastzelle (Life-Modul) sind. Auf diese Weise entstanden die weltweit ersten Premium-Automobile, die von Beginn an f\u00fcr einen rein elektrischen beziehungsweise einen Plug-in-Hybrid-Antrieb konzipiert wurden.<\/p>\n<p>Dieser konsequent verfolgte, ganzheitliche Ansatz erm\u00f6glichte nicht nur eine ma\u00dfgebliche Gewichtsreduzierung, sondern auch ein wegweisendes Design. Durch Verwendung von CFK und Aluminium wurde das Gewicht der Batterien kompensiert, die au\u00dferdem Platz sparend und in einer f\u00fcr die Fahrdynamik g\u00fcnstigen Position im Fahrzeugboden angeordnet sind. Auch bei der Nutzung von nat\u00fcrlichen und wiederverwertbaren Materialien sowie in der Produktion setzt die Marke BMW i im Automobilbereich einzigartige Akzente f\u00fcr Nachhaltigkeit. Sowohl bei der Herstellung der Carbonfasern, die als Ausgangsmaterial f\u00fcr die CFK-Komponenten dienen, als auch bei der Montage der BMW i Automobile wird ausschlie\u00dflich aus regenerativen Quellen gewonnene Energie genutzt. Dank des bei der Entwicklung von BMW i Automobilen gesammelten Knowhows hat die BMW Group heute eine Pionierfunktion bei der Gestaltung einer nachhaltigen, von fossilen Brennstoffen unabh\u00e4ngigen Form der individuellen Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<h3>Durch H\u00f6hen und Tiefen<\/h3>\n<p>Schon die ersten wirtschaftlichen Erfolge, die mit Produkten, die das BMW Logo trugen, erzielt wurden, basierten nicht allein auf ihren technischen Qualit\u00e4ten, sondern insbesondere auf einer durch den Ersten Weltkrieg bestimmten hohen Nachfrage nach Flugzeugmotoren. Entsprechend schwierig gestaltete sich der Neuanfang nach Abschluss des Versailler Friedensvertrags, der einer Fertigung von R\u00fcstungsg\u00fctern zun\u00e4chst ein Ende setzte. Die BMW Konstrukteure fanden attraktive Bet\u00e4tigungsfelder im Bau von Motoren f\u00fcr Lastwagen, Boote, Landmaschinen und Motorr\u00e4der. Doch kaum hatte das Unternehmen dar\u00fcber hinaus auch mit der Fertigung von selbst entwickelten Motorr\u00e4dern und Automobilen neue, zivile M\u00e4rkte erschlossen, gerieten erneut Flugzeugmotoren in das Visier staatlicher Auftraggeber und ihrer milit\u00e4rischen Zielsetzungen.<\/p>\n<p>Analog zu einem Gro\u00dfteil der deutschen Industrie lie\u00dfen sich auch die Verantwortlichen bei der BMW AG Die im Umgang mit den politischen Rahmenbedingungen der 1930er- und 1940er-Jahre von wirtschaftlichem Effizienzstreben leiten. So profitierte das Unternehmen massiv von den neuen R\u00fcstungsanstrengungen. Auf Gehei\u00df des nationalsozialistischen Regimes wurde die Fertigung von zivilen Fahrzeugen heruntergefahren, w\u00e4hrend die Produktion von Flugzeugmotoren Priorit\u00e4t erhielt. Und nicht nur das: Zur Steigerung der Kapazit\u00e4ten wurden schon von Dezember 1939 an polnische Kriegsgefangene eingesetzt. Bald darauf waren auch Strafgefangene, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus anderen L\u00e4ndern sowie H\u00e4ftlinge aus Konzentrationslagern in den Werken des Unternehmens t\u00e4tig.<\/p>\n<p>R\u00fcstungswahn und Zwangsarbeit unter dem NS-Regime: BMW stellt sich der \u00f6ffentliche Debatte.<br \/>\nDie Stellung von BMW als R\u00fcstungskonzern im Vorfeld und w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs sowie die billigende Inkaufnahme des mit der Zwangsarbeit verbundenen menschlichen Leids wirft einen nicht zu beseitigenden Schatten auf die Geschichte des Unternehmens. Die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel verlief lange Zeit z\u00f6gerlich, zumal auch die juristische Aufarbeitung nach Kriegsende unbefriedigend war. Die BMW Group stellte und stellt sich der Verantwortung f\u00fcr das Geschehen w\u00e4hrend der NS-Zeit unter anderem im Rahmen von Initiativen, die zur Aufkl\u00e4rung und zur \u00f6ffentlichen Diskussion beitragen.<\/p>\n<p>Mit der im Jahr 1983 erschienenen Publikation \u201eBMW \u2013 eine deutsche Geschichte\u201c brachte das Unternehmen als erster deutscher Industriekonzern eine \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber dieses Kapitel seiner Vergangenheit in Gang. Weitere Ver\u00f6ffentlichungen folgten, darunter zwei Dissertationen unabh\u00e4ngiger Historiker, die die Rolle des Unternehmens in den Jahren 1933 bis 1945 wissenschaftlich untersuchten. Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6rte die BMW AG 1999 zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der Stiftung \u201eErinnerung, Verantwortung, Zukunft\u201c zur Entsch\u00e4digung ehemaliger Zwangsarbeiter.<\/p>\n<h3>Neuanfang auf zwei und vier R\u00e4dern<\/h3>\n<p>In der unmittelbaren Nachkriegszeit musste sich das Unternehmen in jeder Hinsicht neu orientieren. Anlagen und Geb\u00e4ude waren teilweise zerst\u00f6rt oder demontiert, die M\u00f6glichkeiten zum Einfluss auf die Werke in der sowjetischen Besatzungszone verloren, sinnvolle Bet\u00e4tigungsfelder f\u00fcr die verbliebenen Besch\u00e4ftigten schwer zu finden. Erst 1948 entstand in M\u00fcnchen mit der BMW R 24 das erste Nachkriegs-Motorrad. Die Wiederaufnahme der Automobil-Produktion lie\u00df bis 1952 auf sich warten und brachte zun\u00e4chst nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Limousinen wie der als \u201eBarockengel\u201c bekannte <a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/bmw-501-und-502-barockengel-der-50er-jahre\/\" title=\"BMW 501\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BMW 501<\/a> versprachen h\u00f6here Profitabilit\u00e4t, erzielten aber nicht die erforderlichen St\u00fcckzahlen. Die kleine BMW Isetta wurde zwar zum mehr als 160 000-mal verkauften Symbol f\u00fcr Mobilit\u00e4t in der Wirtschaftswunderzeit, konnte die roten Zahlen in der Unternehmensbilanz jedoch ebenfalls nicht verhindern. Erst der 1959 vorgestellte, neu konstruierte Kleinwagen BMW 700 erf\u00fcllte die Hoffnungen sowohl der Techniker als auch der Kaufleute im Unternehmen.<\/p>\n<h3>Sanierung statt Verkauf \u2013 die \u201eNeue Klasse\u201c bringt den Erfolg<\/h3>\n<p>Die Perspektiven, die mit dem auch bei den Kunden auf Anhieb beliebten Modell verbunden waren, \u00fcberzeugten den Industriellen Herbert Quandt, sein Engagement als Anteilseigner am Unternehmen BMW zu erweitern. Er reagierte damit auch auf die Bem\u00fchungen einer Gruppe von Kleinaktion\u00e4ren, die Unabh\u00e4ngigkeit des Unternehmens zu bewahren. Auf der Hauptversammlung im Dezember 1959 wurde der beinahe schon besiegelte Verkauf von BMW an die Daimler-Benz AG in letzter Minute abgewendet, der stattdessen unter der Regie von Quandt entwickelte Sanierungsplan setzte auf die Eigenst\u00e4ndigkeit der BMW AG, neue Strukturen und neue Modelle.<\/p>\n<p>Der Erfolg des BMW 700 bildete die Basis f\u00fcr den Neuanfang, der Durchbruch kam 1961 mit dem BMW 1500. Er war das erste Modell der \u201eNeuen Klasse\u201c. Mit den sportlichen Mittelklasse-Limousinen und den ab 1966 angebotenen Modellen der zweit\u00fcrigen 02er Reihe erreichte die Automobilproduktion neue Dimensionen. Innerhalb weniger Jahre war das Unternehmen vom \u00dcbernahmekandidaten zum Vorzeigeunternehmen geworden. Schon 1963 wies die Unternehmensbilanz einen Gewinn aus, im Jahr darauf konnte an die Anteilseigener wieder eine Dividende ausgesch\u00fcttet werden. Mit der \u00dcbernahme der Firma Glas, die zun\u00e4chst Landmaschinen und dann unter anderem den Kleinstwagen Goggomobil sowie weitere Modelle in h\u00f6heren Fahrzeugklassen produzierte, gelangten die Bayerischen Motoren Werke im Jahr 1966 zu zus\u00e4tzlichen Produktionsstandorten in Dingolfing und Landshut, die in der Folge Schritt f\u00fcr Schritt in das Fertigungsnetzwerk integriert wurden. Der Umsatz des Unternehmens \u00fcberschritt bereits 1968 erstmals die Marke von einer Milliarde Mark.<\/p>\n<h3>BMW trotzt der \u00d6lkrise und setzt auf Internationalisierung<\/h3>\n<p>Anfang der 1970er-Jahre wurde der Aufschwung im Zuge der \u201e\u00d6lkrise\u201c j\u00e4h gebremst. W\u00e4hrend Tempolimits und Sonntagsfahrverbote f\u00fcr Aufsehen sorgten und sogar die Rationierung von Benzin ins Gespr\u00e4ch kam, setzten die Verantwortlichen bei der BMW AG darauf, die Durststrecke zu \u00fcberstehen und gest\u00e4rkt aus ihr hervorzugehen. Neben neuen Modellen und zus\u00e4tzlichen Produktionskapazit\u00e4ten treibt das Unternehmen auch die St\u00e4rkung der Handelsstrukturen im Inland sowie die Internationalisierung durch die Gr\u00fcndung eigener Vertriebsgesellschaften konsequent voran.<\/p>\n<p>Sinnbildlich f\u00fcr diese Zuversicht stehen die Ereignisse des Jahres 1973. In M\u00fcnchen wurden in diesem Jahr der \u201eVierzylinder\u201c, das neue, aus kreisf\u00f6rmigen Segmenten bestehende Verwaltungszentrum, und das BMW Museum er\u00f6ffnet. Die markanten Bauk\u00f6rper waren bereits rechtzeitig zu den Olympischen Spielen 1972 fertiggestellt worden, nun waren auch die Innenarbeiten abgeschlossen. In Dingolfing nahm ein neues Produktionswerk den Betrieb auf. Als Nachfolger der \u201eNeuen Klasse\u201c wurde die BMW 5er Reihe vorgestellt. In S\u00fcdafrika \u00fcbernahm das Unternehmen vom dortigen Importeur ein Montagewerk und verf\u00fcgte so \u00fcber den ersten Fertigungsstandort au\u00dferhalb Deutschlands. In Frankreich gr\u00fcndete die BMW AG die erste von zahlreichen ausl\u00e4ndischen Tochtergesellschaften f\u00fcr den Verkauf von Fahrzeugen. Als 1975 die Nachfrage nach Automobilen wieder stieg, war das Unternehmen mit neuen Modellen, erweiterten Fertigungskapazit\u00e4ten und optimierten Vertriebsstrukturen bestens darauf vorbereitet.<\/p>\n<h3>Von der Neuausrichtung nach der \u00dcbernahme von Rover bis zur Strategie Number ONE<\/h3>\n<p>Vor einer erneuten Weichenstellung sahen sich die Verantwortlichen bei den Bayerischen Motoren Werken zu Beginn der 1990er-Jahre. Dem branchenweiten Trend zu Konzentrationsprozessen folgend entschieden sie sich 1994 zur \u00dcbernahme der britischen Rover Group, um mit einem breiteren Angebot an Automobilen zus\u00e4tzliche Zielgruppen zu gewinnen. Das Engagement war nicht von Erfolg gekr\u00f6nt. Im Jahr 2000 wurde die Rover Group wieder verkauft. Weitergef\u00fchrt wurde allein die Marke MINI. Dar\u00fcber hinaus hatte sich das Unternehmen in der Zwischenzeit als BMW Group neu strukturiert und die Namens- sowie die Markenrechte f\u00fcr Rolls-Royce Automobile \u00fcbernommen. In der neuen Konstellation gelang es, auch diese Marken erfolgreich in die Zukunft zu f\u00fchren. Als weltweit erster Anbieter von Kleinwagen des Premiumsegments entwickelte sich MINI zum Sinnbild f\u00fcr Fahrspa\u00df und Individualit\u00e4t. Als Inbegriff der Perfektion auf vier R\u00e4dern erstrahlte Rolls-Royce innerhalb k\u00fcrzester Zeit in altem und zugleich neuem Glanz.<\/p>\n<p>Die Internationalisierung des Unternehmens wurde mit der Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerks fortgesetzt. Auf diese Weise begegnete die BMW Group den Herausforderungen, die unter anderem mit W\u00e4hrungskursschwankungen und individuellen Entwicklungen auf unterschiedlichen M\u00e4rkten verbunden waren. Nach der Devise \u201eDie Produktion folgt dem Markt\u201c wurden unter anderem in den USA sowie in China Fertigungsstandorte geschaffen. Das 1994 im US-Bundesstaat South Carolina er\u00f6ffnete BMW Werk Spartanburg erlangte spezielle Bedeutung als Kompetenzzentrum f\u00fcr die auf dem nordamerikanischen Kontinent besonders popul\u00e4ren BMW X Modelle. Im nordostchinesischen Shenyang wurde im Jahr 2004 gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Brilliance China Automotive Holdings Ltd. eine Fahrzeugproduktion zur Versorgung des lokalen Marktes aufgenommen.<\/p>\n<p>Noch vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008 wurden mit der Unternehmensstrategie \u201eNumber ONE\u201c die Grundlagen f\u00fcr nachhaltiges profitables Wachstum und langfristige Wertsteigerung gelegt. Die damit verbundenen Ma\u00dfnahmen, zu denen auch die Erweiterung des Angebots an Dienstleistungen rund um die individuelle Mobilit\u00e4t geh\u00f6rte, sind darauf ausgerichtet, die Position der BMW Group als weltweit f\u00fchrender Premium-Hersteller von Automobilen und Motorr\u00e4dern sowie Anbieter von Premium-Finanz- und Mobilit\u00e4tsdienstleistungen zu festigen.<\/p>\n<p>Mit dem konsequenten Einsatz von Efficient Dynamics Technologie hat die BMW Group den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen der Fahrzeuge ihrer Marken kontinuierlich reduziert. Verantwortung \u00fcbernimmt die BMW Group auch durch den sparsamen Umgang mit Ressourcen im Produktionsprozess. Schon 2014 stammte mehr als die H\u00e4lfte der weltweit bezogenen Energie aus regenerativen Quellen. Im Rahmen von Efficient Dynamics wurde zudem mit der Gr\u00fcndung der neuen Marke BMW i ein ganzheitlicher Ansatz f\u00fcr nachhaltige Mobilit\u00e4t verwirklicht. Mit attraktiven Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen, innovativen Services sowie durch eine konsequente Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette \u00fcbernimmt die BMW Group eine f\u00fchrende Rolle bei der Gestaltung der individuellen Mobilit\u00e4t der Zukunft.<\/p>\n<h3>Sportlicher Wettkampf als Ansporn zu h\u00f6chster Leistung<\/h3>\n<p>Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt der sportliche Wettbewerb f\u00fcr die Hersteller von Motorr\u00e4dern und Automobilen als ideale B\u00fchne, um die \u00d6ffentlichkeit von der Leistungsf\u00e4higkeit neuer Fahrzeuge zu \u00fcberzeugen. Ebenso konnte das Aufstellen von nationalen und internationalen Bestmarken seit jeher als Beleg f\u00fcr fortschrittliche Technologie dienen. So sorgte im Juni 1919 der Testpilot Zeno Diemer mit einem H\u00f6henflugweltrekord f\u00fcr Aufsehen. Mit einer vom Flugzeugmotor BMW IV angetriebenen Maschine der Deutschen Flugzeugwerke stieg er vom M\u00fcnchner Oberwiesenfeld auf und erreichte eine H\u00f6he von 9 760 Metern.<\/p>\n<p>Ein Vierteljahr sp\u00e4ter lie\u00df Diemer eine neue Bestmarke f\u00fcr Passagierflugzeuge folgen. Mit acht Mitreisenden an Bord seiner von einem BMW IIIa angetriebenen Junkers F 13 gelangte er am 13. September 1919 auf 6 750 Meter. Auch der Dornier \u201eWal\u201c, mit dem Wolfgang von Gronau und seiner Crew zwischen Juli und November 1932 nach insgesamt 254 Flugstunden und einer Distanz von 44 800 Kilometern die erste Weltumrundung in einem Flugboot gelang, sowie der \u201eSchienenzeppelin\u201c des Eisenbahnpioniers Franz Kruckenberg, der bereits im Jahr zuvor auf einer zw\u00f6lf Kilometer langen Strecke zwischen Ludwigslust und Wittenberge mit 230 km\/h einen Geschwindigkeitsweltrekord f\u00fcr Schienenfahrzeuge aufgestellt hatte, wurden von BMW Motoren angetrieben.<\/p>\n<p>Auf zwei R\u00e4dern gelangen dem BMW Werksfahrer Ernst Jakob Henne zwischen 1929 und 1937 zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde. Das Unternehmen nutzte die Bestmarken, um mit dem Slogan \u201eBMW \u2013 das schnellste Motorrad der Welt\u201c zu werben. Zuletzt brachte Henne seine Maschine mit 500-Kubikzentimeter-Kompressormotor und Stromlinienverkleidung auf einem abgesperrten Autobahnteilst\u00fcck bei Frankfurt auf eine Geschwindigkeit von 279,503 km\/h \u2013 eine Bestmarke, die 14 Jahre lang Bestand haben sollte. Auch in j\u00fcngerer Zeit wurden Rekorde erzielt, um Innovationskraft zu demonstrieren. Auf dem BMW Testgel\u00e4nde im franz\u00f6sischen Miramas stellte der Prototyp BMW H2R im September 2004 gleich neun Bestmarken f\u00fcr mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge auf.<\/p>\n<h3>Fr\u00fches Motto: \u201eErprobt im Sport \u2013 bew\u00e4hrt in der Serie\u201c<\/h3>\n<p>Der erste Rennerfolg f\u00fcr die Marke BMW gelang im Februar 1924. Mit der BMW R 32 gewann der Konstrukteur und Rennfahrer Rudolf Schleicher an diesem Tag das Bergrennen auf der Mittenwalder Gsteig. Fortan galt der Leitsatz \u201eErprobt im Sport \u2013 bew\u00e4hrt in der Serie\u201c, untermauert durch zahlreiche Deutsche Meisterschaften und erste internationale Erfolge. Besonders bedeutend war der 1939 von Georg Meier mit einer BMW Kompressor-Rennmaschine erzielte Sieg. Meier gewann bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man als erster Nicht-Brite die 500er-Klasse, die sogenannte Senior-TT. Der Brite Jock West, ebenfalls BMW Fahrer, wurde Zweiter. Exakt 75 Jahre sp\u00e4ter trat der Nordire Michael Dunlop in Meiers Fu\u00dfstapfen und holte auf einer BMW S 1000 RR den Sieg bei der Senior TT.<\/p>\n<p>\u201eSchorsch\u201c Meier kn\u00fcpfte in der Nachkriegszeit mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels 1947 an seine fr\u00fchen Erfolge an. Eine besonders eindrucksvolle Siegesserie gelang den von BMW mit Motoren versorgten Teams in der Seitenwagenweltmeisterschaft mit 20 Marken- und 19 Fahrertiteln zwischen 1954 und 1974. Abseits der Stra\u00dfen machte 1980 erstmals die BMW R 80 G\/S auf sich aufmerksam. Dem Gewinn der Gel\u00e4ndesport-Europameisterschaft folgten Siege bei der Rallye Paris-Dakar in den Jahren 1981, 1983, 1984 und 1985. Mit Einzylinder-Modellen wurden in den Jahren 1999 und 2000 zwei weitere Gesamtsiege beim weltweit spektakul\u00e4rsten Langstreckenrennen erzielt.<\/p>\n<h3>Vom Goldenen Alpenpokal zum Gesamtsieg bei der Mille Miglia<\/h3>\n<p>Das erste von der BMW AG produzierte Automobil bew\u00e4hrte sich ebenfalls auf Anhieb im sportlichen Wettbewerb. Nur vier Wochen nach seinem Verkaufsstart siegte der BMW 3\/15 PS bei der Internationalen Alpenfahrt. Sie f\u00fchrte als Zuverl\u00e4ssigkeitspr\u00fcfung \u00fcber 2 650 Kilometer von M\u00fcnchen nach Como. Das Team von BMW blieb von Ausf\u00e4llen und Strafpunkten verschont und gewann den Goldenen Alpenpokal. Als Gelegenheit, neue Entwicklungen unter anspruchsvollen Bedingungen zu testen und anschlie\u00dfend zu verfeinern, war der Sport zu diesem Zeitpunkt bereits unverzichtbar geworden.<\/p>\n<p>Auch der legend\u00e4re Roadster BMW 328 absolvierte seinen ersten \u00f6ffentlichen Auftritt auf der Rennstrecke. Beim Eifelrennen auf dem N\u00fcrburgring im Juni 1936 holte der auch auf vier R\u00e4dern erfolgreiche Ernst Henne mit einem Vorserienexemplar des neuen Modells auf Anhieb den Klassensieg. Obendrein fuhr er gegen die zum Teil deutlich st\u00e4rker motorisierte Konkurrenz auch die schnellste Rennrunde. Einer der bis dato gr\u00f6\u00dften Triumphe f\u00fcr die Marke BMW folgte vier Jahre sp\u00e4ter. Im BMW 328 Touring Coup\u00e9 gewannen Fritz Huschke von Hanstein und Walter B\u00e4umer mit deutlichem Vorsprung vor den Zweitplatzierten die Gesamtwertung des legend\u00e4ren Langstreckenrennens Mille Miglia in Italien. Auf den Pl\u00e4tzen drei, f\u00fcnf und sechs folgten weitere BMW 328 und bescherten dem Team aus M\u00fcnchen auch den Sieg in der Mannschaftswertung.<\/p>\n<h3>Rekord auf der Nordschleife, Siegesserien im Tourenwagen-Sport<\/h3>\n<p>Die Nachkriegs\u00e4ra brachte zun\u00e4chst nur bescheidene Erfolge im Automobilrennsport. Mit dem BMW 700 wurden zu Beginn der 1960er-Jahre erste Siege bei Berg- und Rundstreckenrennen erzielt. Auch hier setzte die \u201eNeue Klasse\u201c den ersten gro\u00dfen Paukenschlag. Hubert Hahne gewann 1966 mit dem BMW 2000 TI die Tourenwagen-Europameisterschaft. Au\u00dferdem umrundete er als erster Fahrer mit einem Tourenwagen die N\u00fcrburgring-Nordschleife in weniger als zehn Minuten.<\/p>\n<p>Ausdruck f\u00fcr die gewachsene Bedeutung der Rennstreckenaktivit\u00e4ten war die Gr\u00fcndung der BMW Motorsport GmbH im Mai 1972. In den folgenden Jahren wurden vor allem im Tourenwagensport zahlreiche Erfolge erzielt. Der BMW 3.0 CSL, der BMW 635 CSi, der BMW 320 Gruppe 5 und vor allem der BMW M3 Gruppe A, der zum erfolgreichsten Tourenwagen der Welt wurde, bereicherten die Titelsammlung.<\/p>\n<p>Der BMW 3.0 CSL war auch das erste Modell, das als Art Car Aufsehen erregte. Im Juni 1975 ging ein Exemplar des Coup\u00e9s mit einer von dem US-amerikanischen K\u00fcnstler Alexander Calder gestalteten Karosserielackierung und einem 450 PS starken Sechszylinder-Motor beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an den Start. Dar\u00fcber hinaus sorgte die BMW Motorsport GmbH auf den Rennstrecken in aller Welt mit einem komplett neu entwickelten Hochleistungssportwagen f\u00fcr Furore. Mit dem 1978 vorgestellten BMW M1 konnten Privatfahrer in der eigens f\u00fcr ihn geschaffenen BMW Procar Serie gegen Formel-1-Piloten antreten.<\/p>\n<h3>In 630 Tagen zum Weltmeister-Titel in der Formel 1<\/h3>\n<p>Mit einem aus dem Serienfahrzeugbau abgeleiteten Vierzylinder-Motor engagierte sich BMW in der zweiten H\u00e4lfte der 1960er-Jahre erstmals im Formelrennsport. Hubert Hahne und Jo Siffert starteten 1967 in der Formel 2 mit Fahrzeugen des britischen Rennstalls Lola, die von BMW Motoren angetrieben wurden. Nach anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten konnte bereits 1969 der zweite Platz in Formel-2-Europameisterschaft (Hubert Hahne) erreicht werden. Nach dem R\u00fcckzug des BMW Werkteams nach der Saison 1970 stieg BMW ab 1973 wieder als Motorenlieferant in die Formel 2 ein und dominierte in den Folgejahren das Geschehen. Insbesondere zusammen mit dem Team von March Engineering war man erfolgreich. Diese Konstellation verhalf zun\u00e4chst dem Franzosen Jean-Pierre Jarier und im Jahr darauf seinem Landsmann Patrick Depailler zum Gewinn der Formel-2-Europameisterschaft. Dar\u00fcber hinaus wurden bis 1982 auch die Piloten Jacques Laffite, Bruno Giacomelli, Marc Surer und Corrado Fabi dank BMW Power zu Champions in dieser Rennserie.<\/p>\n<p>Im Jahr 1982 betrat die Marke BMW als Motorenlieferant gemeinsam mit Partner Brabham die B\u00fchne der Formel 1. Erneut brachte das Unternehmen einen Vierzylinder-Motor in die Partnerschaft ein. Das 1,5 Liter gro\u00dfe Vierventil-Triebwerk brachte es mit einem Abgasturbolader sowie einer in der damaligen Formel 1 einzigartigen digitalen Motorelektronik auf anfangs rund 800 und sp\u00e4ter bis zu 1300 PS. Am 13. Juni 1982 fuhr der Brasilianer Nelson Piquet in Kanada zum ersten Sieg. Im Jahr darauf folgte dann bereits der gro\u00dfe Triumph: Piquet gewann die Weltmeisterschaft \u2013 nur 630 Tage nach dem ersten Renneinsatz des gemeinsamen Teams von BMW und Brabham in der Formel 1. Als erster Fahrer holte Nelson Piquet den Titel mit einem von einem Turbomotor angetriebenen Auto.<br \/>\nErfolgsgeschichte in der DTM.<\/p>\n<p>Eng miteinander verbunden sind im Rennsport auch die Buchstabenkombinationen BMW und DTM. 1984 wurde die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft, damals noch \u201eDeutsche Produktionswagen-Meisterschaft\u201c (DPM) genannt, als Kr\u00e4ftemessen f\u00fcr seriennahe Gruppe-A-Fahrzeuge ins Leben gerufen. Beim ersten Rennen im belgischen Zolder kam es zu einem Vierfach-Sieg f\u00fcr den BMW 635CSi. Beim Saison-Finale am N\u00fcrburgring machte Volker Strycek den Titelgewinn f\u00fcr BMW perfekt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1987 absolvierte der BMW M3 sein Deb\u00fct im Tourenwagensport und gewann auf Anhieb die drei wichtigsten Titel der Saison. Eric van de Poele wurde DTM-Champion, Winfried Vogt wurde Europameister, und Roberto Ravaglia sicherte sich den Titel in der erstmals ausgetragenen Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Der Italiener Ravaglia errang 1989 den zweiten DTM-Titel im BMW M3. Er war es auch, der 1992 beim letzten Werkseinsatz dieses Modells in der DTM das Abschlussrennen der Saison gewann. Der BMW M3 der ersten Generation dominierte \u00fcber f\u00fcnf Jahre den internationalen Tourenwagensport und seine unz\u00e4hligen Siege und Meisterschaften machen ihn bis heute zum erfolgreichsten Tourenwagen \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Auch danach blieb die Marke BMW im Tourenwagensport aktiv. Vor allem auf europ\u00e4ischer Ebene wurden weiterhin Erfolge eingefahren. Im Jahr 1998 gewann mit dem BMW 320d erstmals ein von einem Dieselmotor angetriebenes Fahrzeug das 24-Stunden-Rennen am N\u00fcrburgring. In den Jahren 2001 und 2004 holten der Niederl\u00e4nder Peter Kox und der Brite Andy Priaulx jeweils in einem BMW 320i den Europameister-Titel. Als im Jahr 2005 erstmals die Neuauflage der Tourenwagen-Weltmeisterschaft namens WTCC ausgetragen wurde, war Priaulx auch in diesem Wettbewerb auf Anhieb siegreich. Im neuen BMW 320si konnte er zudem sowohl 2006 als auch 2007 erfolgreich seinen Weltmeistertitel verteidigen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2012 kehrte die Marke BMW in die DTM \u2013 das K\u00fcrzel stand inzwischen f\u00fcr Deutsche Tourenwagen-Masters \u2013 zur\u00fcck. Drei Teams und sechs Fahrer gingen mit der mittlerweile vierten Generation des BMW M3 ins Rennen. Das Comeback brachte auf Anhieb den maximalen Erfolg. Der Kanadier Bruno Spengler beendete die Auftaktsaison im BMW M3 als DTM-Champion. Au\u00dferdem gewann BMW auch die Hersteller- und die Teamwertung. Im Jahr darauf gingen f\u00fcnf Rennsiege auf das Konto der BMW Teams. Der Brasilianer Augusto Farfus schloss die Saison als Zweitplatzierter der Fahrerwertung ab und trug ma\u00dfgeblich dazu bei, dass BMW erneut die Herstellerwertung f\u00fcr sich entscheiden konnte.<\/p>\n<p>In der DTM-Saison 2014 trat BMW erstmals mit dem neuen BMW M4 DTM an. Gleich zum Auftakt fuhr der Deutsche Marco Wittmann mit dem neuen Fahrzeug zum Sieg. Wittmann holte im Verlauf der Saison drei weitere Rennsiege und sicherte sich als j\u00fcngster deutscher Champion in der Geschichte der DTM den Fahrertitel. Auch die Teamwertung ging an BMW. Die folgende Saison war von Anlaufschwierigkeiten und einer spektakul\u00e4ren Aufholjagd gepr\u00e4gt. Sie endete f\u00fcr BMW mit einem erneuten Sieg in der Herstellerwertung.<\/p>\n<h3>Dem Trend voraus, der Zukunft entgegen<\/h3>\n<p>Der Weg vom Flugzeugmotoren-Hersteller, dessen Absatzentwicklung in erster Linie vom Bedarf staatlicher Auftraggeber abh\u00e4ngt, zum f\u00fchrenden Anbieter von Premium-Fahrzeugen, die bei Kunden in aller Welt Begehrlichkeit ausl\u00f6sen, ist eng verkn\u00fcpft mit der Geschichte der individuellen Mobilit\u00e4t in den vergangenen 100 Jahren. Immer wieder ist es dem Unternehmen gelungen, mit Ingenieurskunst und Kreativit\u00e4t zur richtigen Zeit jene Produkte zu entwickeln, deren Erfolg auf unverwechselbaren Qualit\u00e4ten und einem eigenst\u00e4ndigen Charakter basierte. Mit einem sicheren Gesp\u00fcr f\u00fcr Kundenw\u00fcnsche, die von bisherigen Anbietern nicht abgedeckt werden, f\u00fcr Marktnischen mit dem Potenzial f\u00fcr nachhaltiges Wachstum sowie f\u00fcr Neuerungen, aus denen sich Trends entwickeln, wurden neue Fahrzeugsegmente begr\u00fcndet und zus\u00e4tzliche Zielgruppen erschlossen.<\/p>\n<p>Nachdem die Produktion von Sechszylinder-Flugzeugmotoren f\u00fcr die milit\u00e4rische Nutzung die Anfangsjahre des Unternehmens bestimmt hatte, ergaben sich in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg bald neue Einsatzm\u00f6glichkeiten und Anforderungen. Die wachsende Bedeutung der zivilen Luftfahrt in den 1920er-Jahren veranlasste das Unternehmen zur Konstruktion neuer, besonders leistungsstarker Flugzeugmotoren nach bew\u00e4hrtem Muster. Der Antrieb BMW VI, ein Zw\u00f6lfzylinderaggregat in V-Form, kam 1926 auf den Markt, wurde zu einem weltweiten Exportschlager und entwickelte sich zum erfolgreichsten Produkt des Unternehmens in den 1920er-Jahren. Der BMW VI kam auch in der Heinkel HE 70 zum Einsatz, die damals als schnellstes Verkehrsflugzeug der Welt galt und den Beinamen \u201eBlitz\u201c trug.<\/p>\n<p>Hochwertige Technologie f\u00fcr anspruchsvolle Kunden.<br \/>\nAuch mit seinem ersten Motorrad orientierte sich das Unternehmen pr\u00e4zise an den damaligen Bed\u00fcrfnissen. Die 1923 eingef\u00fchrte BMW R 32 punktete nicht nur mit sicheren und sportlichen Fahreigenschaften, sondern auch mit hoher Zuverl\u00e4ssigkeit. Auf staubigen Schotterpisten spielte der verschlei\u00df- und wartungsarme Wellenantrieb klare Vorteile aus. Die BMW R 32 erwarb sich von Beginn an einen Ruf als qualitativ hochwertiges Motorrad. In der Folgezeit brachte BMW fast j\u00e4hrlich neue Modelle mit neuen Konstruktionsdetails und wachsender Leistung auf den Markt. Dabei wurden f\u00fcr unterschiedliche Kundenw\u00fcnsche sowohl Touren- als auch Sportmotorr\u00e4der angeboten. Nicht nur auf dem Heimatmarkt entwickelten sich die Verkaufszahlen positiv. Auch in den USA, in S\u00fcdamerika und S\u00fcdafrika sowie im Fernen Osten stie\u00df BMW auf steigende Nachfrage. Schon 1928 wurden im Werk in M\u00fcnchen fast 5 000 BMW Motorr\u00e4der gefertigt.<\/p>\n<p>Auf anspruchsvolle Kunden zielte BMW auch mit den ersten Mittelklasse-Automobilen. Vor allem der 1936 vorgestellte BMW 326 stellte mit seinem 50 PS starken Sechszylinder-Motor, dem ger\u00e4umigen Innenraum und der hochwertigen Verarbeitung ein exklusives Angebot dar \u2013 und wurde mit rund 16 000 Einheiten zum bis dahin meistverkauften Automobil der Marke. Mit seinen Flugzeugmotoren, Motorr\u00e4dern und Automobilen bewegte sich das Unternehmen sowohl technologisch als auch wirtschaftlich auf erfolgreichem Kurs, ehe die politischen Ver\u00e4nderungen im Deutschland der 1930er-Jahre sowohl der internationalen Ausrichtung des Unternehmens als auch der Diversifizierung im zivilen Produktprogramm ein j\u00e4hes Ende bereiteten.<\/p>\n<h3>BMW findet seine \u201eNische\u201c in der Mittelklasse<\/h3>\n<p>Im Nachkriegs-Deutschland war es zun\u00e4chst die BMW Isetta, die den Zeitgeist der Wirtschaftswunderjahre widerspiegelte. Mehr als 160 000 Einheiten des \u201eMotocoup\u00e9s\u201c wurden verkauft \u2013 selbst in den USA, dem Land der Stra\u00dfenkreuzer, war der Zweisitzer gefragt. Sportliche Ambitionen erf\u00fcllte der BMW 700, der 1959 zun\u00e4chst als Coup\u00e9 und wenig sp\u00e4ter als Limousine pr\u00e4sentiert wurde und dessen Verkaufserfolg dem Unternehmen das \u00dcberleben sicherte.<\/p>\n<p>Im Jahr 1961 brachte die BMW AG schlie\u00dflich mit dem BMW 1500 jenes Modell an den Start, das die Kundschaft offenbar vermisst hatte. Die Verkaufsstrategen sahen Bedarf an einer hochwertigen Mittelklasse-Limousine. Die Konstrukteure lieferten einen klar gestalteten Viert\u00fcrer mit kraftvollem Vierzylinder-Motor und moderner Fahrwerkstechnik. Die \u201eNeue Klasse\u201c symbolisierte Individualit\u00e4t auf hohem Niveau, ihr besonderer Charakter basierte vor allem auf der Kombination aus komfortablen Fahreigenschaften und Sportlichkeit. Das Unternehmen hatte damit jene \u201eNische\u201c auf dem Automobilmarkt erschlossen, die einen wirtschaftlichen Erfolg mit attraktiven Produkten erm\u00f6glichte. 1965 erschien mit dem BMW 1800 TI\/SA die bisher st\u00e4rkste Modellvariante als Basis f\u00fcr den Motorsport \u2013 und gleichzeitig auch der neue, bis heute g\u00fcltige Slogan, der die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Erfolg der \u201eNeuen Klasse\u201c auf den Punkt brachte: \u201eFreude am Fahren\u201c.<\/p>\n<p>Innerhalb von elf Jahren wurden mehr als 350 000 Fahrzeuge der \u201eNeuen Klasse\u201c abgesetzt. Die Produktionszahlen des Unternehmens erreichten damit eine v\u00f6llig neue Dimension. Dennoch wurde bereits fr\u00fchzeitig das Potenzial einer weiteren, hinsichtlich ihrer Abmessungen und ihres Verkaufspreises unterhalb der \u201eNeuen Klasse\u201c angesiedelten Modellreihe erkannt. Auf dem Automobilsalon in Genf absolvierte 1966 der BMW 1600-2 seine Premiere. Die Linienf\u00fchrung der kompakten, zweit\u00fcrigen Limousine brachte den sportlichen Charakter noch pointierter zum Ausdruck. Antriebs- und Fahrwerkstechnik wurden von den Viert\u00fcrern \u00fcbernommen, ebenso die Strategie, die Modelle mit unterschiedlichen Motorisierungen anzubieten.<\/p>\n<p>Spektakul\u00e4rste Variante war der im Jahr 1973 eingef\u00fchrte BMW 2002 turbo, \u2013 nicht nur aufgrund der 170 PS, die sein Motor mobilisierte, sondern vor allem, weil daf\u00fcr erstmals in einem europ\u00e4ischen Automobil ein Abgasturbolader eingesetzt wurde. Unabh\u00e4ngig von der Leistungsstufe begeisterte der Zweit\u00fcrer sowohl die Fachwelt als auch das Publikum mit einzigartig agilen Handlingeigenschaften. Die Resonanz auf den Automobilm\u00e4rkten war \u00fcberw\u00e4ltigend. Bis 1977 wurden weltweit mehr als 862 000 Exemplare des BMW 02er verkauft.<\/p>\n<h3>Motorradfahren als Freizeitvergn\u00fcgen \u2013 auf und jenseits der Stra\u00dfe<\/h3>\n<p>Von 1973 an wurde \u201eFreude am Fahren\u201c auch f\u00fcr BMW Motorr\u00e4der zum Leitsatz. Das Unternehmen hatte kurz zuvor die neuen Modelle BMW R 50\/5, BMW R 60\/5 und BMW R 75\/5 auf den <a title=\"Markt\" class=\"aalmanual\" href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/anzeigen\/anzeigen-durchsuchen\/\">Markt<\/a> gebracht. Motorradfahren wurde jetzt zu einem Freizeitvergn\u00fcgen, das sich mit den sportlichen Reisemaschinen besonders intensiv genie\u00dfen lie\u00df. Mit einer bequemen Sitzbank und einem Elektrostarter wurden zudem auch die Komfortw\u00fcnsche der neuen Zielgruppen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1980 vollbrachte das Unternehmen die n\u00e4chste Pionierleistung im Motorradsegment. Die Reiseenduro BMW R 80 G\/S war Vorreiter jener bis heute extrem popul\u00e4ren Gattung von Motorr\u00e4dern, die sowohl auf unbefestigtem Terrain als auch auf der Stra\u00dfe f\u00fcr Fahrfreude sorgen. Einmal mehr basierten die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Eigenschaften auf exklusiven Innovationen, die in diesem Fall vor allem in der weltweit erstmals bei einem Motorrad eingesetzten Einarmschwinge bestanden. Die Allrounder mit dem Buchstabenk\u00fcrzel GS bilden heute die erfolgreichste Modellreihe im Angebot von BMW Motorrad.<\/p>\n<h3>Fahrzeugsegment: Das Sports Activity Vehicle<\/h3>\n<p>Eine neue Form der Vielseitigkeit kennzeichnete auch das wegweisende Fahrzeugkonzept, mit dem BMW 1999 im Automobilbereich f\u00fcr Furore sorgte. Noch vor dem Einsetzen des weltweiten SUV-Booms pr\u00e4sentierte das Unternehmen auf der North American International Auto Show in Detroit den BMW X5, der markentypische Dynamik auf der Stra\u00dfe mit souver\u00e4nen Allroundeigenschaften, einer hohen Sitzposition und Allradantrieb kombinierte.<\/p>\n<p>Damit war das Segment des Sports Activity Vehicle ins Leben gerufen, das die Marke BMW in den Folgejahren ebenfalls als Pionier in weitere Fahrzeugklassen \u00fcbertrug und das seitdem \u00fcberdurchschnittlich hohe Wachstumsraten erzielen konnte. Mittlerweile umfasst das Angebot f\u00fcnf BMW X Modelle, darunter zwei Sports Activity Coup\u00e9s, mit denen die Marke ebenfalls mit gro\u00dfem Erfolg konzeptionelles Neuland eroberte. Der BMW X5 wurde von Beginn an im US-amerikanischen BMW Werk Spartanburg produziert, wo inzwischen auch die Modelle BMW X6, BMW X3 und BMW X4 entstehen.<\/p>\n<h3>Die Zukunft der individuellen Mobilit\u00e4t hat begonnen<\/h3>\n<p>An der Schwelle zum n\u00e4chsten Jahrhundert ihrer Unternehmensgeschichte \u00fcbernimmt die BMW Group die Vorreiterrolle bei der Gestaltung einer von fossilen Brennstoffen unabh\u00e4ngigen und lokal emissionsfreien Form der Mobilit\u00e4t. Mit den ersten Modellen der neuen Marke BMW i hat die Zukunft der individuellen Mobilit\u00e4t im Premium-Segment begonnen.<\/p>\n<p>Quelle Text und Fotos: BMW Group<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 7. M\u00e4rz 2016 blickt die BMW Group auf die Gr\u00fcndung des Unternehmens vor 100 Jahren zur\u00fcck. 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