{"id":3604,"date":"2014-06-30T10:09:08","date_gmt":"2014-06-30T08:09:08","guid":{"rendered":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/?p=3604"},"modified":"2014-06-30T10:09:08","modified_gmt":"2014-06-30T08:09:08","slug":"40-jahre-mercedes-5-zylinder-dieselmotor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/40-jahre-mercedes-5-zylinder-dieselmotor\/","title":{"rendered":"40 Jahre Mercedes 5-Zylinder-Dieselmotor"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 1974 gen\u00fcgten 80 PS als Motorleistung. Diese PS entwickelte der neue F\u00fcnf-Zylinder-Dieselmotor des Mercedes-Benz 240 D 3.0 und machte die landl\u00e4ufig \u201eStrich-Acht\u201c genannte Baureihe 115 zum spurtst\u00e4rksten und schnellsten Diesel-Personenwagen der Welt. Das Dieselaggregat zeigte eine bei einem Diesel unerwartete starke Antriebskraft verbunden mit Wirtschaftlichkeit. Zugleich ist der 240 D 3.0 der erste Serien-Personenwagen mit einem F\u00fcnf-Zylinder-Motor gewesen.<\/p>\n<p>F\u00fcnf-Zylinder-Dieselmotoren waren vor 40 Jahren nicht grunds\u00e4tzlich neu, in Lastwagen und als Station\u00e4raggregate hatten sie sich bereits bew\u00e4hrt. Der neue Motor beschleunigte den 240 D 3.0 in 19,9 Sekunden von 0 auf 100 km\/h, die H\u00f6chstgeschwindigkeit betrug 148 km\/h und mit Automatik: 20,8 Sekunden und 143 km\/h. <\/p>\n<figure id=\"attachment_3607\" aria-describedby=\"caption-attachment-3607\" style=\"width: 730px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Mercedes-Benz-240-D-3.0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Mercedes-Benz-240-D-3.0.jpg\" alt=\"Mercedes-Benz 240 D 3.0\" width=\"730\" height=\"312\" class=\"size-full wp-image-3607\" srcset=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Mercedes-Benz-240-D-3.0.jpg 730w, https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Mercedes-Benz-240-D-3.0-300x128.jpg 300w, https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/service\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Mercedes-Benz-240-D-3.0-125x53.jpg 125w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3607\" class=\"wp-caption-text\">Mercedes-Benz 240 D 3.0 im Typ W115<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit der Entwicklung des Motors OM 617 reagierte Mercedes-Benz auf die Leistungsgrenzen, an denen bisherige Vierzylinder-Dieselmotoren im Pkw angelangt waren. Der Nachfrage nach mehr Hubraum, aus dem sich mehr PS herauskitzeln lassen, standen dabei die begrenzten Platzverh\u00e4ltnisse im Motorraum gegen\u00fcber. Ein Sechszylinder war zu lang, zu schwer und zu teuer. F\u00fcnf Zylinder erschienen als der beste Kompromiss.<\/p>\n<p>Die Ingenieure entwickelten den Reihenf\u00fcnfzylinder OM 617 f\u00fcr den Einsatz im Serien-Pkw auf Basis der 2,4-Liter-Maschine OM 616. Deren bew\u00e4hrte Eigenschaften wurden beibehalten. Der F\u00fcnfzylinder erhielt eine neue Bosch-Einspritzpumpe, die durch \u00d6lkan\u00e4le an den \u00d6lkreislauf des Motors angeschlossen und deshalb wartungsfrei waren. Ein mechanischer Regler ersetzte den bei den kleineren Diesel-Typen \u00fcblichen pneumatischen Regler. Dies kommt dem Fahrkomfort zugute, der 240 D 3.0 mit Handschaltgetriebe zeigte kaum noch Lastwechsel-Reaktionen. Mit Automatikgetriebe wurde im Teillastbereich wesentlich weicher geschaltet. Aus dem auf 3005 ccm\u00b3 vergr\u00f6\u00dferten Hubraum sch\u00f6pfte der Reihenf\u00fcnfzylinder 80 PS bei 2400 Umdrehungen pro Minute (U\/min). <\/p>\n<p>Weil statt der mechanischen Abstellvorrichtung des 2,4-Liter-Motors nun eine pneumatische Einrichtung verwendet wurde, konnte das Aggregat mit dem Z\u00fcndschl\u00fcssel ausgeschaltet werden. Auch das Anlassen der Maschine erfolgte beim 240 D 3.0 durch das Umdrehen des Schl\u00fcssels und nicht, wie bisher, durch Ziehen eines Hebels. Dreht der Fahrer den Z\u00fcndschl\u00fcssel, wurde der Vorgl\u00fchvorgang eingeleitet und eine Kontrolllampe leuchtete auf. Wenn das Lichtzeichen nach einiger Zeit erlosch, konnte der Motor mit dem Schl\u00fcssel normal angelassen werden. <\/p>\n<p>Mercedes-Benz verwendete den F\u00fcnfzylinder-Diesel auch in anderen Fahrzeugen, beispielsweise in leichten Transportern oder von 1978 an in der S-Klasse 300 SD, Baureihe 116, die f\u00fcr den Export in die USA bestimmt waren. Dort leistete das mit einem Abgas-Turbolader versehene Aggregat 82 kW \/ 111 PS bei 4200 U\/min.<\/p>\n<p>Im Juni 1976 sorgte der Experimentalwagen C 111-II D f\u00fcr Furore. Zur Erprobung des Hochleistungs-Dieselmotors leistete das Aggregat in diesem Sportwagen dank Turboaufladung und Ladeluftk\u00fchler 190 PS. Auf der Teststrecke in Nard\u00f2\/Italien \u00fcberzeugte der C 111-II D mit spektakul\u00e4ren Geschwindigkeiten. Insgesamt 16 Weltrekorde stellten vier Fahrer in 60 Stunden auf, davon galten 13 f\u00fcr Dieselfahrzeuge und drei f\u00fcr Automobile aller Motorisierungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der rasanten Versuchsfahrt lag bei mehr als 250 km\/h. <\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche \u201eStrich-Acht\u201c-Modellpalette umfasste sechs Typen. Die vier Vierzylindermodelle waren in der Baureihe 115 zusammengefasst, die beiden Sechszylindermodelle wurden der Baureihenbezeichnung 114 zugeordnet. Dar\u00fcber hinaus erhielten sie zur Unterscheidung eine K\u00fchlermaske mit grobmaschigerem Gitter. Das hervorstechende konstruktive Detail der neuen Baureihe lag im Heck. Es war die sogenannte \u201eDiagonal-Pendelachse\u201c. Gegen\u00fcber den Vorg\u00e4ngermodellen brachte die neue Achse deutlich verbesserte Fahreigenschaften.  <\/p>\n<p>Die Baureihe 114\/115 war generell ein gro\u00dfer Schritt nach vorn und setzte Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr die sp\u00e4teren Generationen der oberen Mittelklasse von Mercedes-Benz. 53.690 Exemplare des Typs 240 D 3.0 wurden von 1974 bis 1976 produziert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1974 gen\u00fcgten 80 PS als Motorleistung. 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