{"id":1247,"date":"2015-01-10T15:00:07","date_gmt":"2015-01-10T14:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/?p=1247"},"modified":"2022-01-19T10:53:00","modified_gmt":"2022-01-19T09:53:00","slug":"50-jahre-volvo-1800-s-sportcoupe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/50-jahre-volvo-1800-s-sportcoupe\/","title":{"rendered":"50 Jahre Volvo 1800 S Sportcoup\u00e9"},"content":{"rendered":"<p>Auch Schweden bekam mit seinem Volvo 1800 S einen Sportwagen ab 1960. Dieser wurde auf dem damaligen  Br\u00fcsseler Weltausstellungsgel\u00e4nde pr\u00e4sentiert. Die Karosserie kam von dem Designstudio Frua wie auch der bekannte Glas GT, Glas V8 und viele andere heute noch bekannte Klassiker. Entworfen hatte die Karosserie der schwedischen Nachwuchsdesigner Pelle Petterson.<\/p>\n<p>Die Produktion begann bei der Sportwagen Manufaktur Jensen in Gro\u00dfbritannien mit einer von Pressed Steel in Schottland gefertigten Karosserie, aber die Qualit\u00e4t der fertigen Fahrzeuge war mies. Schon die ersten 250 Autos mussten vor Auslieferung zur Nachbesserung nach G\u00f6teborg transportiert werden!<\/p>\n<figure id=\"attachment_1249\" aria-describedby=\"caption-attachment-1249\" style=\"width: 730px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Volvo-1800-S.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Volvo-1800-S.jpg\" alt=\"Volvo 1800 S\" width=\"730\" height=\"548\" class=\"size-full wp-image-1249\" srcset=\"https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Volvo-1800-S.jpg 730w, https:\/\/oldtimer-veranstaltung.de\/inserat\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Volvo-1800-S-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1249\" class=\"wp-caption-text\">Volvo 1800 S Sportcoup\u00e9<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ab 1963 wurde das wunderbare Fahrzeug unter dem Namen Volvo 1800 S (Sverige)  im Volvo Werk Lundby bei G\u00f6teborg gebaut und gewann rasch an Popularit\u00e4t auch im Export.<\/p>\n<p>Mit der Produktion in Schweden gab es auch die ersten \u00c4nderungen an der Karosserie und Technik. Technische Basis f\u00fcr das 2+2-sitzige Sportcoup\u00e9 blieb die solide Volvo Amazon P120 Limousine mit dem bew\u00e4hrten 1,8-Liter-4-Zylinder B18B, der mehr Leistung und damit 71 kW (96 PS) produzierte. Die H\u00f6chstgeschwindigkeit stieg von 170 auf 175 km\/h und der Spurt von 0 auf 100 km\/h absolvierte der Volvo 1800 S in 12,1 Sekunden. Das waren damals \u00fcberzeugende Werte im Kreise der verf\u00fcgbaren Sportwagen.<\/p>\n<p>Beachtenswert war, dass das Sportcoup\u00e9 bereits serienm\u00e4\u00dfig \u00fcber Sicherheitsgurte f\u00fcr alle 4 Passagiere verf\u00fcgte. Erinnert sei daran, dass in Deutschland die Gurtpflicht erst 1976 f\u00fcr alle neuen Fahrzeuge vom Gesetzgeber vorgeschrieben wurde. Der damals popul\u00e4re Stuntman Armin Dahl setzte sich in einen Volvo 1800 S und schwebte \u00fcber dem Hafen. Die Halterungen am Kran zum Fahrzeug waren Volvo Dreipunkt-Sicherheitsgurte. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Ladungssicherung leisteten die innovationsfreudigen Volvo Ingenieure damals ebenfalls Pionierarbeit. Der Volvo 1800 S hatte mehrere integrierte Ledergurte, um Gep\u00e4ck wie  Golfbags zu sichern. <\/p>\n<p>Hinweis: Mit Klick auf ein Foto mit dem Mauszeiger (PC) oder Ber\u00fchrung mit dem Finger (Smartphone, Tablet) wird der Wechsel zum n\u00e4chsten Foto durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das Volvo Sportcoup\u00e9 wurde zum weltweiten Inbegriff f\u00fcr Solidit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit und trug mit zum Mythos von Volvo bei. Bei den 24 Stunden von Sebring und bei den 24 Stunden von Daytona 1966 wurde der zweite Platz erreicht.<\/p>\n<p>Karossierbauer, zum Beispiel Radford in England und Volvoville in den USA bauten Cabriolet-Kleinserien. Auch italienische Stilisten, zum Beispiel Fissore und Coggiola pr\u00e4sentierten Fastback-Studien und H\u00e4ndler bauten Prototypen mit V8-Maschinen. Der damalige<br \/>\nfranz\u00f6sische Supersportwagen-Hersteller Facel-Vega setzte beim Modell Facellia auf die zuverl\u00e4ssigen<br \/>\nVierzylinder aus dem Volvo 1800 S bzw. Volvo Amazone. Auch das waren Nachrichten, die den Volvo 1800 S im Gespr\u00e4ch hielten und heute zum Kultauto reifen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der ehemalige Lehrer US-Amerikaner Irv Gordon verbrachte viel Zeit hinter dem Lenkrad seines Volvo 1800 S seit 1966 und m\u00f6chte noch in diesem Jahr die Drei-Millionen-Meilen-Marke (4.827.000 Kilometer) durchbrechen. Im &#8222;Guinness Book of Records&#8220; landete er bereits 1998 &#8211; mit damals mehr als 2,7 Millionen gefahrenen Kilometern und immer noch mit Original-Motor (?) und Getriebe (?).<\/p>\n<p>Prominent wurde der Volvo 1800 S auch durch den smarten Privatdetektiv Simon Templar (&#8222;The Saint&#8220;) alias Roger Moore, der Ganoven jagte und den angehende schwedische K\u00f6nig Carl XVI Gustaf, der im Alter von 18 Jahren als erstes eigenes Auto  einen Volvo 1800 S fuhr. Dies war Leidenschaft zum Auto, denn im Laufe der Jahre wurden weitere Volvo 1800 S und 1800 E an den schwedischen Hof geliefert. <\/p>\n<p>Auf s\u00fcdafrikanischen Stra\u00dfen war der Volvo 1800 S als alltags- und offroadtauglicher Sportler bekannt. Bis 1971 baute Volvo in einem Montagewerk in Durban neben der Volvo Amazone Limousine den Volvo 1800 S. Der Sportwagen war damals der sch\u00f6nste und sicherste jemals gebauter Busch-Racer. Die Dachkonstruktion konnte das F\u00fcnffache des Fahrzeugeigengewichts stemmen ohne nachzugeben und m\u00f6glicherweise Elefantentritte aushalten.<\/p>\n<p>Im Laufe der langen Bauzeit wurde immer wider etwas an der Konstruktion und Technik verbessert. 1964 wurde ein gegl\u00e4ttetes Sto\u00dfstangendesign, das die Kuhhornb\u00f6gen ersetzte, eingef\u00fchrt. Immer wider wurde der K\u00fchlergrill modifiziert. Mit der Einf\u00fchrung des B20B-Zweiliter-Motors mit 77 kW (105 PS) im Jahr 1968 wurde ein Jahr sp\u00e4ter die elektronische D-Jetronic-Benzineinspritzung von Bosch statt der Vergaser zur Gemischaufbereitung genutzt.<\/p>\n<p>Bekannte Karossiers wie Radford in Gro\u00dfbritannien und Volvoville in den USA bauten Cabriolet-Kleinserien, italienische Designer wie Fissore und Coggiola pr\u00e4sentierten Fastback-Studien. <\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick kann man sagen, dass der Volvo 1800 S heute ein Kultauto ist und seinen Abschluss im Volvo 1800 ES fand. Der Volvo 1800 ES hatte ein Kombiheck und wurde mit gro\u00dfer gl\u00e4serner Heckklappe in Deutschland unter dem Namen &#8222;Schneewittchensarg&#8220; ber\u00fchmt. Er gilt als der Pionier aller modernen Shooting-Brake Karosserien. Bis zum endg\u00fcltigen Produktionsende im Jahr 1973 wurden 47.855 Einheiten gebaut und davon waren es 39.777 Coup\u00e9s.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag vom 07.09.2013<\/strong><br \/>\nAls Simon Templar verhalf Roger Moore in der gleichnamigen Serie in den 60er Jahren einem Volvo 1800S Sportcoup\u00e9 zur weltweiten Bekanntheit. Dieses Fahrzeug mit \u00abprominentem Vorbesitz\u00bb wurde  von Grund auf restauriert. Der Volvo P1800 war verrottet in einer H\u00fctte vor 20 Jahren gefunden worden. Es war tats\u00e4chlich der Filmwagen. Die Karosserie war ziemlich zerst\u00f6rt und der Motor lag in vielen Einzelst\u00fccken auf dem R\u00fccksitz. Kevin Price hat die Restauration durchgef\u00fchrt. Am 21. &#8211; 22.09.2013 soll der Wagen bei \u00abThe Footman James Manchester Classic Car Show, EventCity,<br \/>\nTrafford Centre\u00bb zu sehen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch Schweden bekam mit seinem Volvo 1800 S einen Sportwagen ab 1960. Dieser wurde auf dem damaligen Br\u00fcsseler Weltausstellungsgel\u00e4nde pr\u00e4sentiert. 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